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Nextcloud auf Ubuntu Server 18.04 LTS mit nginx, MariaDB, PHP, Let’s Encrypt, Redis und Fail2ban

Nextcloud LogoDieser Artikel beschreibt die Installation und Konfiguration von Nextcloud auf Ubuntu Server 18.04 LTS („Bionic Beaver“) mit nginx, MariaDB, PHP und Let’s Encrypt. Zur Verbesserung der Sicherheit und Performance wird ebenfalls die Einrichtung von Redis, Fail2ban und ufw behandelt.

Wer regelmäßig diesen Blog liest, wird der dies bestimmt bekannt vorkommen: Zu diesem Thema gab es bereits einige Artikel. Die letzte Anleitung (Nextcloud auf Ubuntu Server mit nginx, MariaDB, PHP, Let’s Encrypt, Redis und Fail2ban) war sehr ähnlich aufgebaut, jedoch kam seinerzeit Ubuntu Server 16.04 LTS zum Einsatz. Nach nun gut zwei Jahren ist im April 2018 eine neue LTS-Version von Ubuntu erschienen. Da sich hier bei der Installation und Konfiguration einiges geändert hat, ist es an der Zeit, dem Thema der selbstgehosteten Nextcloud einen neuen Artikel zu gönnen.

Update-Historie (letztes Update: 03.10.2019)
  • 03.10.2019:
    • Anpassungen für Nextcloud 17:
      • Header X-Frame-Options
      • Regulärer Ausdruck für Fail2ban angepasst
  • 17.08.2019:
    • acme.sh sollte nicht mit Root-Rechten ausgeführt werden, daher wird für die Ausführung von acme.sh ein spezieller User angelegt.
  • 24.07.2019:
    • Anpassungen für TLSv1.3 (ssl_ciphers und ssl_ecdh_curve).
  • 15.06.2019:
    • ECDHE-RSA-AES256-SHA384 aus den ssl_ciphers entfernt (wird beim Qualys SSL Labs Test als „weak“ eingestuft).
  • 24.05.2019:
    • Erklärung für die Anweisung „resolver“ im Gateway-Host hinzugefügt.
  • 18.05.2019:
    • Hinweis hinzugefügt, dass bei der Generierung der Zertifikate am besten Copy&Paste und „Suchen & Ersetzen“ genutzt wird.
  • 26.04.2019:
    • Artikel komplett für Nextcloud 16 überarbeitet.
    • Manuelles Hinzufügen von Ubuntu-Paketquellen entfernt, da diese bei 18.04.2 standardmäßig enthalten sind.
    • Modifizierung der Datenbank für big int Support entfernt, da dies automatisch im Rahmen des Nextcloud-Setups erfolgt.
    • Der Cronjob für Nextcloud wird nun alle 5 Minuten ausgeführt (siehe Nextcloud Admin-Manual).
    • Eingesetzte Programm-Versionen aktualisiert.
  • 14.04.2019:
    • [arch=amd64] beim den Paketquellen für nginx (/etc/apt/sources.list.d/nginx.list) hinzugefügt.
    • Die Versionsangaben (php7.2-fpm) beim Installieren von PHP entfernt.
  • 12.04.2019:
    • Für den Versand von E-Mails von Fail2ban kommt nun msmtp zum Einsatz.
  • 07.03.2019:
    • Beim Setzen der SSL-Header wird nun der Parameter always mit angegeben, damit der Header unabhängig vom Response-Code geliefert wird.
  • 02.03.2019:
    • Anweisungen für ocm-provider bzw. ocs-provider im Gateway-Host hinzugefügt, da es ansonsten unter Nextcloud 15.0.5 zu Warnungen im Admin-Bereich kommt.
    • vHost für Nextcloud überarbeitet.
  • 27.02.2019:
    • Beschreibung zur Generierung der TLS-Zertifikate komplett auf acme.sh umgestellt, Anleitung für Certbot entfernt.
  • 02.02.2019:
    • Hinweis für acme.sh zum Generieren der TLS-Zertifikate hinzugefügt.
  • 21.01.2019:
    • Setzen von max_input_time = 3600 als PHP-Value im virtuellen Host von Nextcloud.
  • 03.01.2019:
    • Schritte zur Konvertierung der Datenbanktabellen auf big int nach dem Setup hinzugefügt.
  • 24.12.2018:
    • Verbesserung beim Anlegen der Datenbank für Nextcloud: Der UTF-8 Multibyte-Support wird nun gleich beim Anlegen der Datenbank aktiviert, so dass die Datenbank nicht mehr nach dem Nextcloud-Setup modifiziert werden muss.
    • Update der eingesetzten Programm-Versionen.
  • 19.12.2018:
    • Überarbeitung der virtuellen Hosts (Gateway-Host und vHost für Nextcloud): Überflüssige Anweisungen entfernt (proxy_set_header Answeiungen und locations für Well-Known-URLs/acme-challenge im Nextcloud vHost) und Konfiguration auf Nextcloud 15 abgestimmt.
    • Bei bestehenden Installationen bitte nochmals den Gateway-Host und den vHost für Nextcloud mit den bestehenden virtuellen Hosts abgleichen!
  • 15.12.2018:
    • Installation PHP: php-imagick hinzugefügt.
  • 12.12.2018:
    • Anpassungen für Nextcloud 15: Well-Known-URLs und angepasste Links.
  • 11.11.2018:
    • Informationen zu den Default-Werten in der Datei jail.local hinzugefügt.
  • 13.10.2018:
    • „Well-Known-URLs“ für DAV im Gateway-Host hinzugefügt, da es ansonsten ab Nextcloud 14.0.2 zu einer Warnung im Admin-Bereich kommt.
  • 04.10.2018:
    • Konfiguration der Paketquellen unter Ubuntu Server 18.04.1: Vor der Installation der Programme werden die Ubuntu-Repositories Universe, Multiverse und Restricted hinzugefügt.
  • 19.09.2018:
    • Fehler bei „Trusted Domains“ in der config.php von Nextcloud.
  • 07.09.2018:
    • Ergänzungen für Nextcloud 14.
      • Hinweis für Meldung „Die Verwendung des eingebauten PHP-Mailers wird nicht länger unterstützt“ hinzugefügt.
      • Links zum Nextcloud Administration Manual aktualisiert.
    • Im Gateway-Host wird die Referrer-Policy nun auf „no-referrer“ gesetzt.
    • Update der verwendeten Programm-Versionen.
  • 31.05.2018:
    • SSL-Konfiguration im Gateway-Host geändert: unter ssl_trusted_certificate wird nun die Datei chain.pem angegeben.
  • 02.06.2018:
    • Anleitung zum Aktivieren von 4-Byte-Support der Nextcloud-Datenbank hinzugefügt.
  • 07.06.2018:
    • Anleitung für nginx 1.15 überarbeitet (Achtung: veränderte Verzeichnisstruktur).
  • 08.06.2018:
    • Gateway-Host: Anpassung von ssl_ciphers und ssl_ecdh_curve.
    • Der SSL-Test sollte nun A+ (100%) ergeben.
  • 10.06.2018:
    • Warnung für die Aktivierung vom 4-Byte-Support hinzugefügt, da dies auf manchen Systemen zu Problemen führen kann.
  • 13.06.2018:
    • Hinweis für Internet-Anschlüsse mittels DS-Lite hinzugefügt. Um die Schritte dieses Tutorials durchzuführen, wird ein „echter“ IPv4-Anschlus benötigt.
    • Hinweis auf Zertifikat-Erneuerung durch Certbot überarbeitet, da bei der Installation automatisch ein Cronjob eingerichtet wird.

 

Inhalt

Motivation, Voraussetzungen und Konzept des Artikels

Wer meine Artikel regelmäßig liest, wird sicher wissen, dass ich großen Wert darauf lege, Wissen zu vermitteln. Das ist zunächst auch das Ziel dieses Tutorials. Da die Schritte zur Installation der eigenen Cloud im Prinzip einfach von oben nach unten abgearbeitet werden könnten, würde hier auch eine einfache Liste mit Anweisungen/Kommandozeilen-Befehlen reichen. Dennoch ist es meiner Meinung nach wichtig zu wissen, was man hier tut, anstatt einfach nur ein paar Befehle auf der Kommandozeile zu kopieren – besonders bei einer eigenen Cloud, in der u.U. auch sensible Daten gespeichert werden. Daher möchte ich mit dem Artikel Hintergrundwissen vermitteln, so dass der Leser nach Durcharbeiten des Tutorials die Zusammenhänge und Hintergründe versteht und somit auch eigene Lösungen bei evtl. auftretenden Problemen erarbeiten kann.

Ziele

Neben der Wissensvermittlung werden mit dem Artikel folgende konkrete Ziele verfolgt:

  • Installation der eigenen Nextcloud auf Ubuntu Server 18.04 LTS mit nginx, MariaDB und PHP.
  • Erhöhte Sicherheit der Cloud (PHP-Konfiguration, SSL, Nextcloud-Konfiguration laut Nextcloud Administation Manual).
  • Verschlüsselte Verbindung zur eigenen Cloud mittels HTTPS. Dazu kommt ein Zertifikat von Let’s Encrypt zum Einsatz.
  • Nextcloud soll in einem Unterverzeichnis des Webservers laufen und über die URL https://meinedomain.de/nextcloud erreichbar sein. Dadurch wird es möglich, neben der Cloud auch weitere Webanwendungen auf dem gleichen Server zu betreiben, siehe Zweite Web-Anwendung neben ownCloud/Nextcloud einrichten (am Beispiel WordPress).
  • In der Admin-Oberfläche von Nextcloud sollen keine Warnungen angezeigt werden.
  • Das Datenverzeichnis von Nextcloud soll außerhalb des www-Verzeichnisses liegen.
  • Verbesserung der Performance durch Verwendung von Redis für das Transactional File Locking.
  • Absicherung gegen Brute-Force-Attacken mit Fail2ban.
  • Einrichtung der Firewall ufw.

Zeitaufwand und Programm-Versionen

Zeitaufwand: ca. 3 Stunden

Eingesetzte Programm-Versionen:

  • Ubuntu Server 18.04.2 LTS („Bionic Beaver“)
  • Nextcloud 17.0.0
  • nginx 1.17.2
  • MariaDB 10.3.11
  • PHP 7.2.17
  • Redis 4.0.9
  • Fail2ban 0.10.2
  • OpenSSL 1.1.1

Voraussetzungen

Betriebssystem und Hardware

Als Betriebssystem kommt Ubuntu 18.04 LTS („Bionic Beaver“) zum Einsatz. Eine LTS-Version (Long Term Support) bietet sich für ein eigenes Cloud-Projekt an, da durch den verlängerten Support-Zeitraum (in diesem Fall fünf Jahre – bis April 2023) ein solches System über eine lange Zeit betrieben werden kann, ohne dass ein Distributions-Update zwingend erforderlich ist.

Prinzipiell kann aber auch jede andere Linux-Distribution (z.B. Debian) eingesetzt werden, die Schritte sollten überall nahezu identisch sein.

Die Hardware ist auch nicht entscheidend, erforderlich ist hierbei nur ein PC, auf dem Linux läuft. So ist es auch denkbar, das Tutorial auf einem Kleinstrechner wie dem Raspberry Pi (Affiliate-Link) umzusetzen, da dieser weder viel Strom noch Platz braucht. Wenn etwas mehr Leistung benötigt wird, dann bietet sich auch ein Intel NUC (Affiliate Link) an.

Besonders interessant finde ich den Einsatz einer virtuellen Maschine (VM) für das Hosten der eigenen Cloud. Der Vorteil ist hierbei, dass bei virtuellen Systemen Snapshots angelegt werden können, die den Zustand der VM zu einem gewissen Zeitpunkt speichern. Im Notfall kann man dann die komplette virtuelle Maschine auf einen bestimmten Snapshot zurücksetzen. Darüber hinaus können virtuelle Systeme auch leicht in ein bestehendes Backup-Konzept mit eingebunden werden. Wie Ubuntu Server 18.04 als virtuelle Maschine unter Hyper-V eingerichtet und konfiguriert werden kann, zeigt der Artikel Ubuntu Server 18.04 LTS als Hyper-V Gastsystem installieren und optimal einrichten.

Zugriff per SSH

Nach der Installation wird man einen Server normalerweise „headless“ laufen lassen, d.h. ohne angeschlossenen Monitor, Maus oder weitere Peripheriegeräte. Der Zugriff findet dann in der Regel über SSH statt (z.B. mit dem Programm PuTTY). Mehr Infos zum Zugriff mittels SSH sind ebenfalls im Artikel Ubuntu Server 18.04 LTS als Hyper-V Gastsystem installieren und optimal einrichten zu finden.

DynDNS

Wenn die eigene Cloud nach der Installation auch aus dem Internet erreichbar sein soll, dann ist die Verwendung eines DynDNS-Dienstes ebenfalls eine Voraussetzung. DynDNS sorgt dabei dafür, dass die (öffentliche) IP des Servers immer auf eine DynDNS-Domain gemappt wird. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man sich die (öffentliche) IP des Servers (genauer gesagt: des Routers) nicht merken muss. Sinnvoll wäre dies sowieso nicht, da sich nach der bei den meisten Providern üblichen Zwangstrennung nach 24 Stunden die IP-Adresse meistens ändert.
Zum anderen wird eine Domain für die Erzeugung des SSL-Zertifikats benötigt, da Let’s Encrypt keine Zertifikate für IP-Adressen ausstellen kann.

Welcher DynDNS-Dienst zum Einsatz kommst, spielt eigentlich keine Rolle. Ein solcher Dienst ist oftmals bei einem Hosting-Paket eines Webhosters bereits enthalten, so z.B. bei All-Inkl.com (Affiliate Link) im Paket „Privat Plus“.
Als kostenlosen Dienst mit gutem Support kann ich GoIP empfehlen.

Im Rahmen des Artikels verwende ich beispielhaft die Domain meinedomain.de. Diese Domain muss dann natürlich bei euch entsprechend angepasst werden.

Internet-Anschluss

Eine weitere Voraussetzung liegt beim Internet-Anschluss. In der heutigen Zeit nutzen viele Internet-Provider durch die Knappheit von IPv4-Adressen einen Mechanismus, der Dual-Stack Lite (DS-Lite) genannt wird. Ohne nun genau auf die technischen Details einzugehen, werden im Netzwerk des Benutzers/Kunden IPv4-Adressen verwendet, nach außen (also Richtung Internet) handelt es sich jedoch um einen IPv6-Anschluss.

DS-Lite führt beim Kunden meist zu Problemen, da für portbasierte Protokolle (TCP, UDP), auf die wir im Rahmen des Tutorials angewiesen sind, keine Portfreigaben mehr eingerichtet werden können, da die Pakete an die öffentliche IP-Adresse des Kunden bereits beim Provider ausgefiltert werden.

Daher wird zum Hosten einer eigenen Cloud zwingend ein „echter“ IPv4-Anschluss benötigt. Mit einem DS-Lite-Anschluss ist es nicht möglich, mit der hier gezeigten Vorgehensweise eine eigene Cloud aufzusetzen.

Wer einen DS-Lite-Anschluss hat, kann evtl. eine Zusatz-Option für einen echten IPv4-Anschluss beim Provider dazu buchen. Falls der Provider eine solche Option nicht direkt anbietet, kann es oftmals auch helfen, beim Provider anzurufen und nach einer solchen Option zu fragen, die dann evtl. manuell gebucht werden kann.

Root-Rechte auf dem Server

Für die Installation und oftmals auch die Konfiguration von Programmen sind unter Linux meistens Root-Rechte erforderlich. Damit nicht vor jeden Befehl ein sudo mit angeführt werden muss, ist es empfehlenswert, sich am Anfang der Installation/Konfiguration einmalig Root-Rechter mit dem Befehl sudo -s zu verschaffen. Für die Dauer der Anmeldung arbeitet man dann mit Admin-Rechten auf dem System. Man sollte sich am Ende der Arbeiten allerdings wieder mit dem Befehl exit abmelden – ein dauerhaftes Arbeiten mit Root-Rechten ist nicht empfohlen.

Konzept

Dieser Artikel unterscheidet sich von vielen anderen Tutorials zum Thema Nextcloud. Der folgende Abschnitt beschreibt daher, was die Eckpfeiler dieses Artikels sind und welches Konzept sich dahinter verbirgt.

LEMP-Stack statt LAMP-Stack

Wenn es um das Webhosting geht, dann habt ihr sicher schon einmal von einen LAMP-Stack gehört. Darunter versteht man ganz einfach nur bestimmte Programme, die häufig zum Hosting von Websites verwendet werden: Linux (Betriebssystem), Apache (Webserver), MySQL (Datenbank) und PHP (Skriptsprache). Setzt man die Anfangsbuchstaben dieser Programme zusammen, versteht man, warum diese Konstellation als LAMP-Stack bezeichnet wird.

Ein sog. LEMP-Stack ist nun einfach eine Variante dieses Software-Pakets: Als Grundlage kommt hier auch Linux als Betriebssystem zum Einsatz, allerdings wird nginx als Webserver verwendet. Im Rahmen dieses Artikels habe ich mich auch gegen MySQL und für MariaDB entschieden. PHP kommt aber auch hier zum Einsatz, allein aus dem Grund, dass Nextcloud eine PHP-Anwendung ist. Die Bezeichnung LEMP-Stack ergibt sich wieder aus dem Anfangsbuchstaben der Programme (das „E“ kommt von der Aussprache von nginx: „Engine-X“).

Warum nutze ich hier also „abweichend vom Standard“ eine andere Software-Konfiguration? nginx als Webserver und MariaDB als Datenbanksystem bieten hier einige Vorteile:

  • nginx arbeitet im Allgemeinen ressourcenschonende als Apache. Hintergrund ist die Art und Weise, wie hier Web-Requests abgearbeitet werden: Apache erstellt pro Verbindung mit einem Client neue Threads bzw. Prozesse. Die Erzeugung derselben ist allerdings teuer, da vergleichsweise viel Rechenleistung benötigt wird.
    nginx geht hier etwas anders vor: Der alternative Webserver arbeitet mit einem sog. Thread-Pool, d.h. hier werden bei Start des Programms verschiedene Threads „im Voraus“ erzeugt, die dann Requests der Clients abarbeiten. Wenn die Arbeit eines Threads beendet ist, kann dieser Thread für den nächsten Request wiederverwendet werden. Dies ist besonders auf leistungsschwacher Hardware (wie z.B. einem Raspberry Pi) von Vorteil, da nginx weniger speicherintensiv zu Werke geht.
  • MariaDB ging aus einem Fork von MySQL hervor und ist zu diesem binärkompatibel. Damit ist MariaDB ein sog. Drop-In-Replacement zu MySQL (quasi ein 1:1 Ersatz). Daher müssen bei den darauf aufbauenden Anwendungen keine Änderungen am Quellcode vorgenommen werden. Ebenfalls sind alle Tools und Programme, die für MySQL entwickelt wurde auch automatisch mit MariaDB kompatibel.
    Durch die Binärkompatibilität ergeben sich hier nicht wirklich große Unterschiede zu MySQL. Allerdings steht hinter MariaDB kein großes Unternehmen (wie Oracle bei MySQL), sondern es handelt sich dabei um „echte“ Open-Source-Software. So setzen mittlerweile viele Linux-Distributionen MariaDB als Standard-Datenbanksystem ein. Somit sieht es so aus, als ob MariaDB das zukunftssicherere System wäre, was nicht „unter der Fuchtel“ eines Großkonzerns steht. Aus diesem Grund habe ich im Rahmen des Artikels MariaDB als Datenbanksystem den Vorzug gegeben.

Virtuelle Hosts und Konfigurations-Dateien von nginx

Bevor es hier etwas konkreter wird, ist es sinnvoll, sich etwas mit den Konfigurationsdateien von nginx zu beschäftigen. Der Webserver verwendet – wie schon Apache – sog. virtuelle Hosts (vHosts). Ein virtueller Host ist dabei erst einmal eine reine Textdatei, die die Webserver-Konfiguration für genau eine Website beschreibt. Folgende Dateien/Verzeichnisse sind dabei wichtig:

  • /etc/nginx/nginx.conf: Das ist zunächst einmal die globale Konfiguration des Webservers. Hier werden alle globalen Einstellungen definiert, die für alle Websites gelten sollen.
  • /etc/nginx/conf.d: In diesem Verzeichnis sucht der nginx nach virtuellen Hosts. Ein solcher vHost muss in diesem Verzeichnis liegen und mit der Dateiendung *.conf gespeichert werden. Andere Dateien, die nicht mit .conf enden, werden beim Start des Webservers ignoriert.

Die Einstellungen werden dabei vererbt: Die globalen Einstellungen gelten dabei für alle vHosts, daher müssen diese nicht in jedem virtuellen Host neu definiert werden. Allerdings kann ein vHost auch jederzeit die globalen Einstellungen überschreiben. Diese gelten dann nur im Kontext dieses einzelnen virtuellen Hosts.

Hinweis bei abweichender Verzeichnisstruktur bei nginx

Je nach verwendeter nginx-Version (siehe weiter unten), kann es sein, dass die Verzeichnisstruktur etwas abweicht. Am besten überprüft man direkt nach der Installation, wo der default-vHost zu finden ist. Wenn dieser im oben genannten Verzeichnis gespeichert ist, dann können die Schritte des Tutorials einfach weiter befolgt werden.

Wenn der default-vHost allerdings nicht in /etc/nginx/conf.d zu finden ist, dann liegt dieser meist unter /etc/nginx/sites-enabled. In diesem Fall kommt eine alternative Verzeichnisstruktur bei nginx zum Einsatz. In diesem Fall läuft die Verwaltung der virtuellen Hosts etwas anders ab:

  • /etc/nginx/sites-available: In diesem Verzeichnis sind die virtuellen Hosts enthalten, die nginx beim Start nicht lädt. Wenn man einen neuen vHost anlegt, dann nutzt man meist normalerweise dieses Verzeichnis. Die Dateiendung ist dabei egal und man lässt diese für gewöhnlich weg.
  • /etc/nginx/sites-enabled: Hier sind die vHosts enthalten, die der Webserver beim Starten lädt.
  • Um einen virtuellen Host zu aktivieren, muss sich dieser also im Verzeichnis sites-enabled befinden. Um nun nicht mit zwei unterschiedliche Dateien unter sites-available und sites-enabled hantieren zu müssen, kann einfach eine symbolische Verknüpfung für einen vHost angelegt werden. Wenn beispielsweise ein (deaktivierter) vHost /etc/nginx/sitesavailable/meinedomain.de aktiviert werden soll, dann wird eine solche Verknüpung mit diesem Befehl angelegt:

Wenn diese alternative Verzeichnisstruktur bei nginx zum Einsatz kommt, dann ist im weiteren Verlauf des Artikels darauf zu achten, die Dateien der virtuellen Hosts an der richtigen Stelle zu platzieren.

Die Aufteilung in mehrere virtuelle Hosts

Was macht diesen Artikel nun besonders? In den meisten Tutorials zum Thema Nextcloud wird eben nur die eigene Cloud auf dem Server gehostet und ist dann direkt über die Root-Domain (also z.B. https://meinedomain.de) erreichbar. Das ist zunächst einmal kein Problem, wenn ausschließlich Nextcloud auf dem System gehostet werden soll. Aber was, wenn man sich die Möglichkeit offenhalten will, weitere Websites oder Webanwendungen auf dem gleichen Server zu hosten?

Hier gibt es prinzipiell mehrere Möglichkeiten, allerdings sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, wie dies mit virtuellen Hosts umgesetzt werden kann.

  • Ein einzelner virtueller Host:
    Dies ist vermutlich die naheliegendste Lösung. Hierbei werden alle Webanwendungen (bzw. die entsprechenden Webserver-Konfigurationen) in einem einzelnen virtuellen Host definiert. Das macht die Sache allerdings auf fehleranfällig, da ein kleiner Fehler in diesem virtuellen Host den ganzen Webserver und damit auch alle Websites lahmlegen kann. Ebenfalls kann eine Webanwendung nicht „mal eben schnell“ deaktiviert werden, da dazu sämtliche Anweisungen im virtuellen Host gelöscht oder auskommentiert werden müssten.

    Schematische Darstellung: Einzelner vHost für mehrere Webanwendungen

    Schematische Darstellung: Einzelner vHost für mehrere Webanwendungen

  • Ein virtueller Host pro Webanwendung:
    Ein besserer Ansatz zur Trennung der einzelnen Websites ist die Verwendung eines vHosts pro Website. Durch die strikte Trennung ist diese Lösung deutlich flexibler und weniger fehleranfällig.
    Allerdings gibt es hier evtl. ein Problem: Ein virtueller Host wird durch den Server-Namen (die Domain) und einen Port definiert. Um einen Client-Request genau einer Website zuordnen zu können, muss sich daher die Kombination Domain/Port für jede Website unterscheiden. Dieses Ziel kann man zum einen durch den Einsatz unterschiedlicher (Sub-)Domains erreichen. Im Rahmen des Artikels soll eine DynDNS-Domain verwendet werden und hier liegt evtl. das Problem: Viele Router bieten nur die Möglichkeit, eine einzelne DynDNS-Domain zu konfigurieren. Hier könnte man sich beim Einsatz mehrerer Domains mit einem sog. CNAME Resource Record behelfen, bei dem eine (Sub-)Domain einfach auf eine andere Domain (die DynDNS-Domain) gemappt wird.
    Die zweite Möglichkeit, eine Eindeutigkeit von Domain/Port zu erreichen ist natürlich die Verwendung der gleichen (Sub-)Domain bei unterschiedlichen Ports. Allerdings führt dies meistens zu Einschränkungen in der Benutzung der Webanwendungen. Wenn nämlich vom Standard (HTTP: 80, HTTPS: 443) abweichende Ports verwendet werden, müssen diese zum einen in der Firewall (Router) geöffnet werden, was Angreifern eine größere Angriffsfläche bietet. Zum anderen muss dann bei sämtlichen Client-Anwendungen die URL des entsprechenden Dienstes immer mit dem Port angegeben werden. Hier hat man dann meist einen erhöhten Aufwand bei der Einrichtung der Client-Anwendungen. Das macht diese Lösung (zumindest bei der Verwendung unterschiedlicher Ports) etwas unflexibel.

    Schematische Darstellung: Ein vHost pro Webanwendung (Eindeutigkeit durch unterschiedliche Ports)

    Schematische Darstellung: Ein vHost pro Webanwendung (Eindeutigkeit durch unterschiedliche Ports)

  • Gateway-Host + einzelne virtuelle Host pro Webanwendung:
    Die dritte Möglichkeit ist eine Mischung aus den beiden anderen Vorgehensweisen. Hierzu kommt ein sog. Gateway-Host zum Einsatz, der erst einmal alle Client-Request auf den Standard-Ports (80/443) entgegennimmt. Die einzelnen Websites laufen dabei nicht im Web-Root, sondern in Unterverzeichnissen. Der Gateway-Host nutzt nun die Reverse-Proxy-Fähigkeiten von nginx, um die Anfragen auf Grund des Ziels (Verzeichnis) an einen anderen vHost weiter zu leiten. Dazu gibt es dann pro Webanwendung wieder einen virtuellen Host. Diese verwenden immer den gleichen Server-Namen (die lokale IP), aber unterschiedliche Ports. Da die vHosts „hinter“ dem Gateway-Host nur Server-intern arbeiten und nur der Gateway-Host die direkte Schnittstelle zum Internet/den Clients ist, ist die Auswahl der Ports hier nebensächlich. Dadurch müssen hier auch keine weiteren Ports in der Firewall geöffnet werden, da sämtliche Webanwendungen scheinbar die Standard-Ports 80 und 443 verwenden. Welche Webanwendung letzten Endes angesprochen werden soll, wird nur durch das Unterverzeichnis des Web-Roots (und nicht durch die Kombination Domain/Port) festgelegt.

    Schematische Darstellung: Gateway-Host und einzelne vHosts pro Webanwendung

    Schematische Darstellung: Gateway-Host und einzelne vHosts pro Webanwendung

Jede dieser drei Möglichkeiten hat dabei ihre Vor- und Nachteile. Die dritte Vorgehensweise bietet jedoch zum einen Flexibilität und ist technisch auch einfach umzusetzen. Daher ist nun das Ziel und die Besonderheit dieses Artikels, dass Nextcloud in einem Unterverzeichnis des Webservers laufen soll, später also über die URL https://meinedomain.de/nextcloud aufgerufen werden soll.

Weitere Webanwendungen können dann ohne großen Aufwand neben der eigenen Cloud auf dem gleichen Webserver betrieben werden. In einem weiterführenden Artikel habe ich bereits beschrieben, wie neben der Nextcloud auch WordPress auf dem gleichen Server installiert werden kann: Zweite Web-Anwendung neben ownCloud/Nextcloud einrichten (am Beispiel WordPress).

Installation und Konfiguration aller benötigten Programme

Nach diesem eher theoretischen Teil des Artikels soll es nun in die Praxis gehen.

Als Basis für dieses Tutorial dient der Artikel Ubuntu Server 18.04 LTS als Hyper-V Gastsystem installieren und optimal einrichten, Voraussetzung ist also ein fertig installierter Ubuntu Server 18.04 LTS.

Ebenfalls sollte bereits eine statische IP-Adresse für den Server konfiguriert worden sein (die Vorgehensweise dazu ist auch im o.g. Artikel beschrieben). Ich gehe im weiteren Verlauf des Tutorials von der statischen IP 192.168.178.60 für den Server aus.

Betriebssystem-Updates

Zunächst wird das Betriebssystem auf den aktuellen Stand gebracht:

Programm-Installation

Bevor Nextcloud selbst installiert werden kann, müssen zunächst einmal alle anderen Programme (Webserver, Datenbank und PHP) installiert werden.

Exkurs: Installation aus dem Ubuntu-Paketquellen vs. Installation aus den Hersteller-Paketquellen

Doch vorher noch kurz ein Hinweis zu den Installationen: Meistens sind die verwendeten Programme bereits in den offiziellen Ubuntu-Paketquellen enthalten. Daher spricht erst einmal nichts dagegen, die Programme auch aus diesen Paketquellen zu installieren. Jedoch handelt es sich meistens auf Grund der Stabilität um ältere Programmversionen, die ebenfalls keine größeren (Feature-)Updates mehr bekommen, sondern nur noch kleinere Updates für Fehlerbehebungen. Dadurch kommt ein System schnell mal „in die Jahre“ und man kann beispielsweise keine Funktionen nutzen, die erst in neueren Programmversionen geliefert werden.

Die Alternative dazu ist die Installation der entsprechenden Programme aus den (offiziellen) Repositories der jeweiligen Anbieter. Diese Programmversionen sind meist wesentlich aktueller und werden auch in regelmäßigen Abständen mit (Feature-)Updates versorgt. Meist unterscheiden die Hersteller dabei nochmals zwischen zwei (oder sogar mehr) Entwicklungs-Branches: Oftmals gibt es einen Stable-Branch, der möglichst stabil gehalten wird. Auch hier sind meist keine größeren Updates mehr zu erwarten und neue Features werden erst nach z.T. langer Zeit in diesen Branch mit aufgenommen. Daneben gibt es meist noch einen Mainline-Branch, der zwar auch stabil sein sollte, aber zeitnah mit Updates und neuen Features versorgt wird.

Die Entscheidung, welche Programm-Versionen bzw. Branches zum Einsatz kommen, liegt nun beim Anwender:

  • Wenn Stabilität die wichtigste Eigenschaft der Programme ist, dann sollten die offiziellen Ubuntu-Repositories verwendet werden.
  • Meistens möchte man ein System allerdings über einen längeren Zeitraum betreiben, z.B. bis zum Erscheinen einer neuen Ubuntu LTS-Version. Wenn man hier Wert auf Stabilität legt und trotzdem einigermaßen aktuelle Software einsetzen will, dann sollte man auf den Stable-Branch der Hersteller setzen.
  • Wer dagegen gern auf neue Features setzt und die Programme auf einem möglichst aktuellen Stand halten möchte, der sollte den Mainline-Brach der Software-Hersteller nutzen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Mainline-Branches der Hersteller ausreichend stabil sind. Ebenfalls setze ich gern auf neue Features, die meistens Vorteile in Sachen Performance geben. Zu guter Letzt möchte ich verhindern, dass die Software mit der Zeit „herausaltert“. Daher nutze ich in diesem Tutorial meist die Mainline-Branches aus den offiziellen Paketquellen der Hersteller.

Wer sich hier für andere Programm-Versionen entscheidet, der muss dies beim Eirichten der entsprechenden Repositories im späteren Verlauf beachten und ggf. die Schritte geringfügig anpassen.

Hinweis für Raspberry Pi Benutzer: Oftmals verzichten die Software-Hersteller darauf, in ihren Paketquellen Programm-Versionen für die ARM-Architektur bereit zu stellen. In diesem Fall würde ein Hinzufügen der Hersteller-Repositories zu einem Fehler bei der Programm-Installation führen. In diesem Fall muss man auf die Paketquellen von Raspbian/Debian zurückgreifen und kann keine Hersteller-Repositories einbinden.

nginx

Das erste Programm, was installiert wird, ist der Webserver.

Paketquellen hinzufügen

Optional: Wer nicht die Paketquellen aus dem offiziellen Ubuntu-Repository nutzen möchte, muss zunächst die gewünschten Paketquellen zum System hinzufügen. Ich habe mich hier für die Mainline-Version von nginx entschieden, da diese noch mit (Feature-)Updates versorgt wird und trotzdem für meine Zwecke ausreichend stabil ist (siehe nginx Blogbeitrag). Für andere Ubuntu-Versionen oder gar andere Distributionen sind die Paketquellen ggf. anders anzugeben, siehe nginx: Linux packages.

Zunächst wird der Key der nginx-Repositories auf dem System bekannt gemacht. Dieser Schritt ist notwendig, damit es bei der späteren Installation zu keinen Warnungen kommt:

Anschließend werden die Paketquellen selbst hinzugefügt. Die originale Datei für die Paketquellen (/etc/apt/sources.list) wird dabei nicht modifiziert, sondern es wird eine eigene Datei für nginx angelegt:

Hier fügen wir folgenden Inhalt ein:

Installation nginx

Nach der Aktualisierung der Paketquellen kann der Webserver installiert werden:

Ob der Webserver korrekt läuft, kann man nach einem Neustart des Rechners durch den Aufruf der IP des Severs im Browser testen:

Der Webserver läuft

Der Webserver läuft

MariaDB

Also nächstes wird das Datenbank-System installiert.

Paketquellen hinzufügen

Bei MariaDB gibt es keine Unterscheidung zwischen Stable/Mainline, sondern nur Stable/Development. Allerdings gibt es mehrere Stable-Versionen, die parallel gepflegt werden. In den Ubuntu-Paketquellen ist ein „alter“ Stable-Release von MariaDB enthalten (10.1). Hier habe ich mich für den aktuellen Stable-Release (10.3) entschieden, da diese über einen längeren Zeitraum unterstützt wird (bis Mai 2023). Mehr Informationen zu den Releases von MariaDB gibt es in der MariaDB-Knowledgebase.

Zum einfachen Hinzufügen der MariaDB-Repositories gibt es ein praktisches MariaDB-Repository-Tool.

Wie schon bei nginx muss hier zunächst der Repository-Key bekannt gemacht werden, um später keine Warnungen zu erhalten:

Die Paketquellen werden wieder in eine eigene Datei hinzugefügt:

Installation MariaDB

Nun kann das Datenbanksystem installiert werden:

Im Rahmen der Installation wird gleich nach einem Root-Passwort für MariaDB gefragt. Hier sollte man gleich ein ausreichend starkes Passwort wählen.

MariaDB: Angabe des Root-Passworts während des Setups

MariaDB: Angabe des Root-Passworts während des Setups

Wenn keine Abfrage nach dem Root-Passwort erscheint (z.B., wenn man keine Paketquellen für MariaDB hinzugefügt hat und die Version aus den Ubuntu Paketquellen installiert), dann wird das Passwort einfach später bei der Einrichtung von MariaDB vergeben.

PHP

In den Paketquellen von Ubuntu ist PHP 7.2 bereits enthalten. Hier gehe ich eher konservativ an die Sache heran, da in der Vergangenheit öfters mal Breaking Changes in neueren PHP-Versionen enthalten waren. Daher nehme ich hier die Version aus den Ubuntu-Repositories:

Werden später weitere PHP-Pakete benötigt (z.B. zum Einbinden von SMB-Speicher unter Nextcloud), so können diese auch zu einem späteren Zeitpunkt installiert werden. Die hier aufgeführten Pakete sind quasi nur die „Minimal-Ausstattung“.

Let’s Encrypt/acme.sh

Zum Erzeugen des SSL-Zertifikats wird nun noch Let’s Encrypt benötigt. Hier gibt es mittlerweile einige Client-Implementierungen. Hier empfehle ich gerne acme.sh. Dies ist ein reines Bash-Skript, daher entfällt die Installation von Programmen aus dem Paketquellen. Hintergründe und Details sind im Artikel Let’s Encrypt Zertifikate mit acme.sh und nginx enthalten.

Hinweis: acme.sh sollte nicht mit Root-Rechten (also auch nicht mit sudo) ausgeführt werden. Daher legen wir dafür einen speziellen User an.

Dieser wird folgendermaßen angelegt und anschließend der Gruppe www-data hinzugefügt:

Der User braucht nun die Berechtigungen, um nginx später ohne Passwort neu laden zu können:

Am Ende wird folgende Zeile hinzugefügt:

Für die Installation von acme.sh wechseln wird nun den User:

Anschließend kann acme.sh installiert werden:

Am Ende wechseln wir wieder auf den normalen User:

Konfiguration Programme/Server

Die soeben installierten Programme sollten für einen optionalen Betrieb von Nextcloud noch angepasst/optimiert werden.

Konfiguration nginx

Zunächst wird die globale Konfiguration von nginx angepasst:

In den meisten Fällen ist hier die Standard-Konfiguration schon recht gut geeignet, dennoch sollten einige Punkte überprüft/angepasst werden:

  • user: Gibt den Benutzer an, unter dem der Webserver läuft. Dies sollte immer www-data sein.
  • worker_processes: Die Anzahl der Threads, die nginx dazu verwendet, Client-Requests abzuarbeiten. Mit der Angabe auto wird pro CPU-Kern ein Thread angelegt, was in den meisten Fällen bereits die optimale Einstellung darstellt.
  • server_tokens: Mit der Angabe off sorgt man dafür, dass nginx keine Versions-Informationen preisgibt (z.B. auf Fehlerseiten). Daher sollte diese Option aus Sicherheitsgründen ausgeschaltet werden. Wenn diese Variable nicht vorhanden ist, muss man diese im HTTP-Block der Datei einfügen: server_tokens off;

Default-Seite deaktivieren

Nun ist es auch an der Zeit, die Default-Seite von nginx zu deaktivieren, da diese nur zur Überprüfung gedacht ist, ob der Webserver ordentlich läuft.

Dazu wird der virtuelle Host („default“) einfach aus dem Verzeichnis /etc/nginx/conf.d umbenannt, so dass dieser nicht mehr geladen wird und der Webserver anschließend neu gestartet:

Konfiguration MariaDB

Die Datenbank muss nicht spezielle angepasst werden, jedoch ist diese nach der Installation noch nicht auf maximale Sicherheit getrimmt. Dies übernimmt folgender Befehl:

Wenn während der Installation ein Root-Passwort vergeben wurde, muss dies zunächst einmal eingegeben werden. Falls noch kein Root-Passwort festgelegt ist, sollte man spätestens an dieser Stelle unbedingt eines setzen.

Alle weiteren Fragen des Assistenten sollte man mit Ja (y) beantworten.

Konfiguration PHP

Bei PHP gibt es dann ein paar mehr Optionen die angepasst werden sollten.

In unserem Fall wird PHP über FPM (FastCGI Process Manager) betrieben. Dies ist eine performante Möglichkeit der Kommunikation zwischen PHP und dem Webserver. FPM definiert einen sog. Thread-Pool, der die Anfragen abarbeitet (ähnlich wie schon bei nginx). Die Konfiguration dazu ist in folgender Datei enthalten:

Folgende Anpassungen sollte man hier vornehmen:

  • user/group: Der Benutzer, unter dem PHP ausgeführt wird. Dies ist wieder unser Webserver-User, also
  • listen: Die Kommunikation zwischen Webserver und PHP soll über einen Socket ablaufen. Dazu muss hier folgendes angegeben werden:
  • Umgebungs-Variablen: Umgebungs-Variablen werden von PHP standardmäßig nicht veräußert, diese sind aber für den Betrieb von Nextcloud zwingend erforderlich. Dazu suchen wir nach dem Eintrag Pass environment variables like LD_LIBRARY_PATH. ALL $VARIABLES are taken from the current environment (Shortcut für die Suche in nano: STRG + W). Alle Einträge, die hier mit env beginnen, sind hier auskommentiert. Durch das Entfernen der Semikola am Zeilenanfang werden die Kommentare entfernt und die Weitergabe der Umgebungs-Variablen aktiviert:

Neben der Pool-Konfiguration von PHP gibt es noch weitere Stellen, die angepasst werden sollten. Die in der Datei php.ini enthaltenen Anweisungen gelten dabei für alle PHP-Anwendungen. Die meisten Einstellungen können hier auf den Standard-Werten belassen werden. Anpassungen, die nur für eine Webanwendung speziell gelten sollen, werden nachher in den vHost-Dateien von nginx definiert.

Folgende Werte sollten in der php.ini angepasst werden:

  • cgi.fix_pathinfo: Sorgt für eine sichere Interpretation von Pfadangaben:

  • open_basedir: Schränkt den Zugriff von PHP auf das Webroot- und das temporäre Verzeichnis ein. Dadurch kann PHP aus Sicherheitsgründen auf sonst keine Dateien des Systems zugreifen oder diese verändern.

  • memory_limit: Dieser Wert gibt an, wie viel Speicher ein PHP-Skript nutzen darf. Nextcloud benötigt später 512 MB als Memory Limit:

  • opcache: Dies sind die Werte zum Konfigurieren des PHP OPcache (erhöht die Performance durch das Ablegen vorkompilierten Bytecodes in den Arbeitsspeicher). Diese Einträge sollten in der php.ini bereits vorhanden sein (allerdings auskommentiert). Eine Suche in der Datei sollte einiges an Tipparbeit sparen. Folgende Werte sind hier anzugeben:

Neben FPM wird PHP allerdings noch auf eine andere Art und Weise verwendet, nämlich direkt über die Kommandozeile (CLI – Command Line Interpreter/Interface). Diese Art des Zugriffs wird für Cronjobs benötigt, die im Rahmen von Nextcloud laufen (sollten). Die Einstellungen für PHP-CLI befinden sich in einer separaten php.ini:

Folgende Einstellungen sollten an dieser Stelle angepasst werden:

  • cgi.fix_pathinfo: Wie oben beschrieben:
  • open_basedir: Hier muss die Liste der Verzeichnisse etwas erweitert werden, da diese Option beim CLI-Zugriff nicht über den Webserver laufen und daher auch nicht in den vHosts überschrieben werden kann. Somit muss das spätere Nextcloud-Datenverzeichnis in die Liste mit aufgenommen werden, da der Nextcloud-Cronjob hier Zugriff benötigt:

Mit einem Neustart von PHP (FPM) werden die Änderungen übernommen:

Verzeichnisstruktur vorbereiten

Als nächstes werden die für die folgenden Schritte benötigten Verzeichnisse angelegt. Die Besitzrechte sollten dabei beim Webserver-User (www-data) liegen:

Anlegen des Gateway-Hosts

Als erstes wird nun der Gateway-Host in einer Minimal-Ausführung hinzugefügt:

Hier reichen zunächst folgende Zeilen:

Dieser virtuelle Host lauscht somit zunächst nur einmal auf Port 80 (HTTP) und hört auf die DynDNS-URL bzw. die lokale IP des Servers. Der einzige location-Block wird später für die Erzeugung des SSL-Zertifikats benötigt und leitet die Anfrage auf einen anderen virtuellen Host weiter (proxy_pass).

Anlegen des virtuellen Hosts für Let’s Encrypt

Damit auch ein Ziel für die Weiterleitung vorhanden ist, wird nun der vHost für Let’s Encrypt angelegt:

Auch dieser virtuelle Host ist dabei sehr einfach aufgebaut:

Dieser vHost lauscht auf 127.0.0.1:81. Der Port ist hier entscheidend, dieser muss mit der proxy_pass Direktive aus dem Gateway-Host übereinstimmen. Die Anweisungen listen und server_name sind auf die lokale Loopback-Adresse (127.0.0.1) festgelegt, so dass dieser vHost nur Server-intern (also nur lokal) aufgerufen werden kann. Der Zugriff „von außen“ erfolgt ausschließlich über den Gateway-Host.

Damit die virtuellen Hosts geladen werden, sollte der Webserver noch neu gestartet werden:

SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt/acme.sh erzeugen

Der Webserver ist nun soweit vorbereitet, dass nun das SSL-Zertifikat generiert werden kann.

Port-Forwarding und DynDNS einrichten

Damit der Server nun auch aus dem Internet erreichbar ist, muss ein sog. Port-Forwarding im Router für die Ports 80 (HTTP) und 443 (HTTPS) für die IP des Servers (192.168.178.60) konfiguriert werden. Das Vorgehen unterscheidet sich dabei von Router zu Router, daher kann hier keine detaillierte Anleitung erfolgen. Hier sollte ein Blick in die Anleitung des Routers die gewünschten Informationen liefern. Oftmals beschreiben die Hersteller das genaue Vorgehen auch auf ihren Internet-Seiten. Beispielsweise findet man die Vorgehensweise für die Einrichtung von Port-Weiterleitungen für eine FritzBox auf den Hilfeseiten vom AVM.

Darüber hinaus muss der Router so konfiguriert werden, dass er sich korrekt an einem DynDNS-Dienst anmeldet, um so per DynDNS-Domain aus dem Internet erreichbar zu sein. Das Vorgehen hierzu hängt wieder vom verwendeten Router-Modell, aber auch vom DynDNS-Dienst ab. Wieder sind hier die Hersteller-Seiten des Routers (z.B. AVM), aber auch die Websites der jeweiligen DynDNS-Dienste (z.B. GoIP) die richtige Anlaufstelle, um diese Informationen zu ermitteln.

Generierung des SSL-Zertifikats

Hinweis: Wie bereits erwähnt, sollte acme.sh nicht mit Root-Rechten ausgeführt werden, daher müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Zunächst legen wir die entsprechenden Verzeichnisse an und vergeben die erforderlichen Rechte:

Anschliueßend wechseln wir auf den User, unter dem acme.sh ausgeführt werden soll:

Das Zertifikat selbst wird nun mit einem Befehl generiert.

Tipp: Am besten übernimmt man den Befehl mittels Copy&Paste in einen beliebigen Text-Editor, mit dem man dann die Domain mit „Suchen und Ersetzen“ einfach durch die tatsächlich verwendete Domain einfügt. Auf diese Weise kann man Tippfehler vermeiden.

Nun sollte nach einigen Augenblicken das Zertifikat ohne Fehlermeldung erfolgreich generiert worden sein.

Die Zertifikat-Dateien findet man anschließend im Verzeichnis /etc/letsencrypt/meinedaomin.de:

  • cert.pem: Das öffentliche Zertifikat in Reinform
  • ca.pem: Öffentliches Zertifikat aus der sog. Keychain
  • fullchain.pem: Entspricht cert.pem + chain.pem
  • key.pem: Privates Zertifikat (diese Datei sollte man daher niemals weitergeben)

Im Anschluss wechseln wir wieder auf den normalen User:

Diffie-Hellman-Parameter

Das soeben erzeugte SSL-Zertifikat ist der wichtigste Schritt, damit später sämtliche Verbindungen zur eigenen Cloud verschlüsselt ablaufen. Die Sicherheit dabei kann aber durch den Einsatz sog. Diffie-Hellman-Parameter weiter erhöht werden. Das Thema ist etwas komplexer, aber einfach ausgedrückt geht es hierbei um einen sicheren Schlüsselaustausch bei Verbindungsaufbau. Die Generierung der Parameter ist recht einfach.

Achtung: Auf schwächerer Hardware kann die Generierung hier einige Stunden dauern. Wer nicht so lange warten möchte, der kann auch einen Schlüssel mit „nur“ 2048 Bit errechnen lassen (die Zahl des zweiten Befehls gibt hierbei die Länge des Schlüssels in Bit an).

Erneuerung der Zertifikate

Zertifikate von Let’s Encrypt sind nur 90 Tage lang gültig und müssen spätestens nach dem Ablauf dieser Zeitspanne erneuert werden.

Beim hier gezeigten vorgehen über acme.sh wird auf dem System ein Cronjob eingerichtet, der die Erneuerung der Zertifikate automatisch vornimmt. Hier muss man sich dann nicht mehr selbst um die Erneuerung der Zertifikate kümmern.

Gateway-Host für Nextcloud/SSL vorbereiten

Da nun ein SSL-Zertifikat vorhanden ist und Nextcloud später einen eigenen virtuellen Host spendiert bekommt, muss der Gateway-Host nun für die Verwendung von SSL und Nextcloud vorbereitet werden.

Die hinzuzufügenden Abschnitte sind hier markiert:

Folgende Änderungen wurden nun durchgeführt:

  • Ein Handler für PHP wurde hinzugefügt. Durch die Platzierung im Gateway-Host ist dieser Handler auch für alle anderen vHosts verfügbar (notwendig, falls mehrere PHP-Anwendungen gehostet werden sollen).
  • Die für Let’s Encrypt benötigten Anweisungen (HTTP) wurden nicht verändert.
  • Anweisungen für die Verwendung des SSL-Zertifikats und weitere Anweisungen bzgl. SSL wurden hinzugefügt. Hintergrund ist, dass nur der Gateway-Host das SSL-Handling übernehmen soll. Alle virtuellen Hosts, die „darunter“ liegen, sollten von der Verwendung von SSL nicht mitbekommen. Auf diese Weise sind alle SSL-Einstellungen an einer Stelle zu finden.
  • Am Ende der Datei wurde eine Weiterleitung an den Nextcloud-vHost angelegt. Wie schon beim vHost für Let’s Encrypt läuft die Kommunikation hier rein Server-intern ab (also über die IP 127.0.0.1). Zu beachten, ist hier die Änderung des Ports: Da der virtuelle Host für Let’s Encrypt bereits auf Port 81 lauscht, nutzen wir hier einen abweichenden Port (82). Dieser ist später für den Nextcloud-vHost wichtig.
  • Die Anweisungen für die sog. Well-known-URLs werden empfohlen, da es ansonsten später zu Warnungen im Admin-Bereich von Nextcloud kommen kann. Die ersten beiden sind dabei für CalDAV bzw. CardDAV zuständig. Die letzte Anweisung (webfinger) wird benötigt, wenn die später die Nextcloud App Social (Nextcloud-Integration mit Mastodon und weiteren Social Media Netzwerken) genutzt werden soll.
    Wichtig dabei ist, dass diese Well-Known-URLs über die Root-Domain (meinedomain.de) und nicht nur über das Unterverzeichnis (/nextcloud) erreichbar sind.
  • Die Anweisungen für ocm-provider bzw. ocs-provider sind ebenfalls an dieser Stelle für die Root-Domain aufzuführen, ansonsten würde es auch hier später zu Warungen im Admin-Bereich der Nextcloud geben.

Ich habe in der Datei auch Kommentare hinterlassen, die es ermöglichen sollten, den Gateway-Host an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Daher bitte auch die Kommentare in der Datei beachten.

Ebenfalls muss hier immer die angegebene Domain meinedomain.de an die tatsächlich verwendete Domain angepasst werden.

Virtuellen Host für Nextcloud anlegen

Die Weiterleitung im Gateway-Host ist bereits konfiguriert, nun fehlt noch der eigentliche virtuelle Host für Nextcloud:

Diese Datei ist mit folgendem Inhalt zu füllen:

Die Konfiguration ist an die vorgeschlagene nginx-Konfiguration im Nextcloud Administation Manual angelehnt. Zu beachten ist hier folgendes:

  • Es wird nur ein server für HTTP (nicht HTTPS) definiert, da die HTTPS-Kommunikation nur vom Gateway-Host übernommen wird. Die Weiterleitung eines Requests an den Nextcloud-vHost findet nur Server-intern statt, daher reicht hier HTTP aus.
  • Gelauscht wird hier dazu auf der lokalen IP 127.0.0.1, daher ist es nicht möglich, eine Verbindung zum Nextcloud-vHost aufzubauen, ohne vorher den Gateway-Host passiert zu haben.
  • Der Port ist diesmal 82, da Port 81 bereits vom virtuellen Host für Let’s Encrypt belegt wird. Dieser Port muss mit dem Port der Weiterleitung (proxy_pass) für Nextcloud im Gateway-Host übereinstimmen.
  • Da die Header-Anweisungen bereits im Gateway-Host konfiguriert wurden, müssen diese nicht im vHost für Nextcloud angegeben werden.
  • Der vHost für Nextcloud soll mit ein paar speziellen Einstellungen für PHP arbeiten. Daher werden per fastcgi_param PHP_VALUE die Einstellungen aus der php.ini (FPM) überschrieben. Dabei darf nur eine fastcgi_param PHP_VALUE Anweisung existieren, da sich diese ansonsten gegenseitig überschreiben. Wenn mehrere Parameter an PHP übergeben werden sollen (wie hier der Fall), müssen diese einfach durch einen Zeilenumbruch getrennt werden. Besonders wichtig ist hier die Direktive open_basedir, da PHP ansonsten keinen Zugriff auf das Datenverzeichnis von Nextcloud hat.
    Falls später z.B. eine externe Festplatte als externer Speicher eingebunden werden soll, muss auch das Verzeichnis dieses Laufwerks in die open_basedir Anweisung mit aufgenommen werden.
  • Auch hier bitte wieder auf die Kommentare in der Datei achten. Hier sind auch wieder Hinweise zu finden, um den virtuellen Host an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Nach dem Anlegen des vHosts muss der Webserver noch neu gestartet werden:

Installation Nextcloud

Nun ist der Server soweit fertig eingerichtet, dass nun die Installation von Nextcloud angegangen werden kann.

Download

Einen Link zur aktuellsten Version von Nextcloud erhält man auf der Download-Seite von Nextcloud. Mit einem Klick auf Details and Download options bekommt man einen Link auf ein .tar.bz2 Archiv präsentiert. Dessen Link kopiert man sich am besten in die Zwischenablage.

Download-Link für die aktuellste Nextcloud-Version ermitteln

Download-Link für die aktuellste Nextcloud-Version ermitteln

Zurück auf der Linux Maschine kann die aktuellste Version der Cloud-Software nun heruntergeladen werden (hier mit Version 17.0.0):

Nach ein paar Sekunden sollte der Download abgeschlossen sein und Nextcloud kann nun in das entsprechende Verzeichnis entpackt werden, was zuvor schon vorbereitet wurde. Anschließend löschen wir das Archiv wieder, da dies nicht mehr benötigt wird:

Nun sollten nochmals die Dateiberechtigungen gesetzt werden:

Datenbank für Nextcloud anlegen

Bevor nun das Setup von Nextcloud aufgerufen werden kann, ist es notwendig, dass eine Datenbank für die Cloud angelegt wurde. Dies geschieht am einfachsten mit der MySQL-Kommandozeile, die mit Root-Rechten aufgerufen wird:

Nach der Eingabe des Root-Passworts wird nun zunächst die Datenbank selbst erstellt. Im Zuge dessen wird auch gleich ein spezieller Nutzer für Nextcloud eingerichtet, der die entsprechenden Zugriffsrechte auf diese eine Datenbank hat. Die Angabe localhost sorgt dafür, dass der Zugriff auf die Datenbank nur auf dem lokalen System erfolgen kann. Ein Remote-Zugriff über das Netzwerk (auf diese Datenbank) ist damit aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Die Befehle auf der MySQL-Kommandozeile müssen mit einem Semikolon abgeschlossen werden:

Nextcloud-Setup

Nun kann auch schon das Setup der Cloud-Software über die URL https://meinedomain.de/nextcloud aufgerufen werden.

Das Setup prüft daraufhin erst einmal, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, oder ob es noch Probleme gibt, wie z.B. fehlende Abhängigkeiten oder Schreibrechte in bestimmten Verzeichnissen. Falls Fehler gefunden werden sollten diese zunächst behoben werden, bevor das Setup nochmals aufgerufen werden kann.

Beim Setup der Cloud werden nun drei Dinge angegeben:

  • Benutzer/Passwort (Administrator): Im Rahmen des Setups wird nun ein erster Benutzer angelegt, der automatisch Admin-Rechte für die Cloud besitzt. Der Benutzername ist dabei frei wählbar, allerdings sollte man (wie eigentlich immer) auf ein starkes Passwort achten, da die Cloud ja nachher öffentlich aus dem Internet erreichbar sein wird.
  • Datenverzeichnis: Ebenso wird hier nun der Pfad des Datenverzeichnisses angegeben. Standardmäßig will das Setup diesen Datenpfad innerhalb des www-Verzeichnisses erstellen. Allerdings wird aus Gründen der Sicherheit empfohlen, dass das Datenverzeichnis außerhalb des Verzeichnisses /var/www liegen sollte (siehe Nextcloud Administration Manual). Daher sollte man hier genau darauf achten, dass hier das richtige Verzeichnis angegeben wird, welches wir vorher im Rahmen des Tutorials bereits erstellt hatten (/var/nextcloud_data).
  • Datenbank-Verbindung: Hier sind die Zugangsdaten für die soeben angelegte Datenbank zu hinterlegen.

Mit einem Klick auf Installation abschließen wird das Setup alle Einstellungen übernehmen.

Nextcloud-Setup

Nextcloud-Setup

Hinweis: Auf langsamen Rechner dauert das Setup evtl. etwas länger. Hier kann es dann vereinzelnd vorkommen, dass der Webserver irgendwann einen Timeout meldet (504 Gateway Timeout). Hier hat nginx dann die Verbindung zu Client (Browser) unterbrochen, noch bevor das Setup abgeschlossen werden konnte. In diesem Fall sollte man dem System ein paar Minuten geben und anschließend nochmals die Nextcloud-URL aufrufen. Wenn es zu keinen weiteren Problemen gekommen ist, sollte das Setup „im Hintergrund“ weitergelaufen und nach ein paar Minuten abgeschlossen worden sein. Hier wäre es dann auch eine Überlegung wert, in den virtuellen Hosts (Gateway-Host und Nextcloud-vHost) die Timeout-Werte etwas zu erhöhen.

Warnungen im Admin-Bereich

Nach erfolgreicher Installation sollte man gleich einen Blick in den Admin-Bereich der Cloud werden (oben rechts auf das Symbol für den Benutzer Klicken und dann Einstellungen wählen). Weil der erste angelegte Benutzer Admin-Rechte hat, findet man nun auf der linken Seite unter Übersicht eine Zusammenfassung über die Cloud.

Hier sollte direkt nach der Installation der Cloud nur eine Warnung angezeigt werden: Diese bezieht sich darauf, dass kein PHP-Memory-Cache konfiguriert ist.

Nextcloud: Warnung im Admin-Bereich

Nextcloud: Warnung im Admin-Bereich

Diese spezielle Warnung ist hierbei nicht als Fehler zu verstehen, sondern lediglich als Hinweis, dass die Performance der Cloud durch den Einsatz eines PHP-Memorycaches optimiert werden könnte. Dies führen wir im nächsten Abschnitt durch: Anpassen der Nextcloud-Konfiguration.

Wenn mehr Warnungen im Admin-Bereich angezeigt werden: An dieser Stelle sollte wirklich nur diese eine Warnung zu sehen sein. Wenn hier noch mehr Warnungen zu sehen sein sollten, dann bitte nochmals alle Schritte dieses Tutorials überprüfen, ob nicht ein kleines Detail ausgelassen wurde (besonders die PHP-Konfiguration).
Im Nextcloud Administration Manual findet man auch eine Übersicht über die Warnungen, die hier im Admin-Bereich angezeigt werden könnten und entsprechende Lösungsansätze.

Anpassen der Nextcloud-Konfiguration

Nextcloud speichert seine Konfiguration in der Datei /var/www/nextcloud/config/config.php. Genau hier sollten wir wegen des PHP-Memorycaches und auch wegen ein paar weiteren Einstellungen ansetzen:

Folgende Änderung werden hier durchgeführt:

  • PHP-Memorycache: Um die Warnung im Admin-Bereich zu entfernen und gleichzeitig die Performance der Cloud zu erhöhen, wird der Memory-Cache hinzugefügt (am Ende der Datei, aber vor der letzten geschweiften Klammer):
     
  • HTTPS als Standard definierten: Da Nextcloud hinter durch einen (HTTPS-)Proxy läuft (der Gateway-Host), kann es bei der automatischen Ermittlung von URLs zu Fehlern kommen, da hin und wieder ein http:// vorangestellt wird. Um strikt die Verbindung nur über https:// zu forcieren, sollte hier folgende Variable gesetzt werden:
     
  •  Trusted Domains: Wenn man später auch über die lokale (LAN-)IP auf Nextcloud zugreifen möchte, dann kann man hier auch gleich die lokale IP als sog. Trusted Domain hinzufügen:
     
  •  Timezone für Log-Einträge: Die richtige Zeitzone (z.B. für die Timestamps der Log-Einträge) wird durch diese Variable konfiguriert:

Nach dem Speichern der config.php und erneutem Aufruf der Cloud sollten nun die Warnungen in der Admin-Oberfläche verschwunden sein („Alle Prüfungen bestanden“).

Eine Übersicht über alle Parameter der config.php von Nextcloud findet man im Nextcloud Administration Manual.

Cronjob für Nextcloud einrichten

Nextcloud ist darauf angewiesen, dass regelmäßig bestimmte Hintergrund-Aufgaben (z.B. Aufräumen der Datenbank) ausgeführt werden. Nach der Installation wird dies per AJAX realisiert: Immer wenn  ein User angemeldet ist und im Browser die Cloud nutzt, wird beim Laden einer Seite geprüft, ob Hintergrund-Aufgaben anstehen und werden ggf. ausgeführt. Diese Methode hat jedoch zwei Nachteile: Es wird zunächst immer ein angemeldeter Benutzer benötigt, denn nur durch diesen werden die Hintergrund-Aufgaben angestoßen (beim Laden einer Seite). Wenn die Cloud nun lange ohne Benutzeranmeldung läuft, dann werden u.U. auch lange keine Hintergrund-Jobs erledigt. Zum anderen ist die Lösung über AJAX weniger performant.

Es wird daher empfohlen, die Hintergrund-Aufgaben per Cron ausführen zu lassen. Hier prüft ein Hintergrund-Dienst in regelmäßigen Abständen, ob Hintergrund-Jobs fällig sind. Besonders auf schwächerer Hardware ist diese Methode deutlich effizienter.

Um Cron zur Erledigung der Hintergrund-Aufgaben nutzen zu können, muss zunächst ein neuer Cronjob für den Webserver-Benutzer angelegt werden:

Das System fragt nun nach, mit welchem Editor die Datei bearbeitet werden soll. Hier wählt man einfachheitshalber am besten nano (1). Danach wird der Datei am Ende folgender Inhalt hinzugefügt:

Dies sorgt nun dafür, dass dieser Cronjob alle 5 Minuten automatisch ausgeführt wird. Theoretisch könnte hier auch eine andere Zeitspanne genutzt werden, allerdings ist die allgemeine Empfehlung 5 Minuten (siehe Nextcloud Admin-Manual).

In der Admin-Oberfläche muss nun nur noch eingestellt werden, dass zukünftig Cron zur Erledigung von Hintergrund-Jobs verwendet werden soll. Die Einstellung dazu findet man wieder in der Admin-Überfläche unter Grundeinstellungen.

Da hier auch gleich angegeben wird, wann das letzte Mal Hintergrund-Aufgaben ausgeführt wurde, kann man auf diese Weise auch erkennen, ob der Cronjob wie erwartet läuft: Immer nach 15 Minuten sollte bei Letzte Aufgabe ausgeführt folgendes stehen: Gerade eben.

Nextcloud: Ausführung von Hintergrund-Aufgaben per Cron

Nextcloud: Ausführung von Hintergrund-Aufgaben per Cron

4-Byte-Support aktivieren

Wichtig: Die folgenden Schritte sind nicht notwendig, wenn die Datenbank bereits mit UTF-8-Support angelegt wurde. Wenn ihr die Datenbank also bereits mit folgendem Befehl erzeugt habt, dann kann dieser Absatz übersprungen werden:

Falls die Datenbank ohne UTF-8-Support angelegt wurde, dann sollten die Schritte in diesem Abschnitt befolgt werden. Der Befehl zum Anlegen der Datenbank ohne UTF-8-Support sah dann so aus:

Achtung: Die folgenden Schritte stellen mehr oder weniger eine Operation am offenen Herzen der Datenbank dar. Daher sollten diese Anweisungen nur dann ausgeführt werden, wenn

  • MariaDB in einer Version >= 10.3 installiert ist.
  • Der 4-Byte-Support wirklich benötigt wird.

Bei einer MariaDB-Version 10.1 oder 10.2 kann der 4-Byte-Support ebenfalls aktiviert werden, allerdings sind hier zusätzliche Schritte erfolderlich. In diesem Fall bitte nach dieser Anleitung vorgehen. Diese Anleitung ist dabei eher als experimentell anzusehen, daher sollte man hier genau wissen, was man hier tut. In jedem Fall sollte vorher ein Backup (zumindest von der Datenbank) angefertigt werden, falls im weiteren Verlauf etwas schief gehen sollte.

Nach der Installation von Nextcloud unterstützen die angelegten Tabellen noch keinen UTF8-Zeichensatz. Dadurch ergeben sich ein paar Einschränkungen: Beispielsweise können bei den Datei- und Ordnernamen keine Emojis angegeben werden (wer es denn braucht…). Versucht doch einfach mal einen Ordner mit dem Dateinamen „Test😋“ anzulegen. Hier wird eine Fehlermeldung erscheinen, dass der Ordner nicht angelegt werden kann.

Den 4-Byte-Support kann man jedoich einfach nachrüsten. Im Nextcloud Administration Manual gibt es eine Anleitung dazu, die jedoch mit MariaDB 10.3 nicht mehr funktioniert. Dies liegt darin begründet, dass die entsprechenden Variablen nicht mehr gesetzt werden können, da diese veraltet sind und bei MariaDB 10.3 entfernt wurden.

Wenn bei euch keine Dateien mit Emojis angelegt werden können, dann kann der 4-Byte-Support allerdings leicht nachgerüstet wreden: Dazu geht man einfach über die MySQL-Kommandozeile:

Nach der Eingabe des Root-Passworts wählt man die korrekte Datenbank aus:

Hier wird zunächst einmal der verwendete Zeichensatz kontrolliert:

Hier sollte nach einer frischen Nextcloud-Installation latin1 ausgegeben werden.

Folgender Befehl sorgt dafür, dass der Zeichensatz geändert wird:

Danach sollte nach nochmaliger Eingabe von

utf8mb4 ausgegeben werden. Mit exit; kann man die MySQL-Kommandozeile wieder verlassen.

Zum Schluss muss die Veränderung in den Nextcloud-Tabellen übernommen werden:

Folgender Befehl setzt die entsprechende Variable in der Config-Datei:

Der letzte Befehl fürht ein Update auf die entsprechenden Tabellen durch:

Anschließend kann man in Nextcloud auch Dateien mit erweiterten Zeichen (Emojis, etc.) anlegen.

Weitere Konfiguration Nextcloud

Die grundsätzliche Konfiguration von Nextcloud ist damit abgeschlossen. Am besten geht man nun noch durch sämtliche Einstellungen im Admin-Bereich der Cloud und passt die Optionen den eigenen Wünschen entsprechend an.

Es gibt nun viele Möglichkeiten, die eigene Cloud um Funktionen zu erweitern. Folgende Punkte sind auf jeden Fall einen Blick wert:

Generell ist bei der erweiterten Konfiguration von Nextcloud ein Blick ins Nextcloud Administration Manual empfehlenswert.

Optimierungen der Server-Umgebung für Nextcloud

Auch wenn die eigene Cloud nun direkt genutzt werden könnte, gibt es ein paar Möglichkeiten zur Optimierung von Nextcloud bzw. der verwendeten Server-Umgebung.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist optional und hängt vom späteren Einsatzzweck der Cloud und den eigenen Bedürfnissen ab.

Fail2ban

Ab Version 11 ist bei Nextcloud ein Brute-Force-Schutz enthalten. Dieser sorgt dafür, dass nach einer bestimmten Anzahl an erfolglosen Login-Versuchen alle weiteren Logins aus dem betroffenen Subnetz gedrosselt werden. Dies führt bei Brute-Force-Attacken zu verzögerten Login-Versuchen (max. 30 Sekunden). Auch wenn dies den „Bad Guys“ das Leben etwas schwerer macht, wird dabei keine IP gebannt, so dass eine Brute-Force-Attacke lediglich verzögert wird. Daher ist hier alternativ oder zusätzlich der Einsatz von Fail2ban sinnvoll. Dieses Programm bietet im Vergleich zum eingebauten Brute-Force-Schutz folgende Vorteile:

  • Mittels Fail2ban können IPs automatisch gebannt werden. Nach einem solchen Ban kann die betroffene IP nicht mehr auf die Nextcloud-Instanz zugreifen, es wird lediglich eine Fehlermeldung des Browsers angezeigt.
  • Fail2ban arbeitet IP-basiert: Es wird nur die entsprechende IP blockiert, von der aus zu viele fehlgeschlagene Login-Versuche unternommen wurden. Andere Nutzer als dem gleichen Netzwerk (Subnet) werden dabei nicht gebannt.
  • Mit Fail2ban kann nicht nur die Nextcloud-Installation, sondern auch weitere Anwendungen auf dem Server abgesichert werden (z.B. Webserver und SSH).

Konfigurations-Dateien von Fail2ban

Bevor es um die Einrichtung von Fail2ban geht, ein Hinweis zu den Konfigurations-Dateien dieses Programms: Hier gibt es zwei Arten von Konfigurations-Dateien: *.conf und *.local. Die conf-Dateien kommen bei der Installation von Fail2ban mit. Wenn Änderungen an der Konfiguration vorgenommen werden sollen, dann sollte man die conf-Dateien nie direkt bearbeiten, da diese bei einem Update von Fail2ban jederzeit überschrieben werden können. Dafür kann man hier eine Datei mit dem gleichen Namen, aber mit der Dateiendung .local anlegen. Die local-Dateien werden dabei „on top“ auf die conf-Dateien geladen und überschreiben so die Standard-Einstellungen. Wenn nun bei einem Update von Fail2ban die conf-Dateien geändert werden, sind die individuellen Anpassungen in den local-Dateien davon nicht betroffen. Dadurch ist es nicht möglich, dass durch ein Update von Fail2ban unbeabsichtigt die Konfiguration geändert wird.

Konfiguration/Deaktivieren Nextcloud Brute-Force-Schutz

Wenn Fail2ban zum Einsatz kommt, ist der Brute-Force-Schutz von Nextcloud nicht mehr so wichtig. Dieser kann daher komplett deaktiviert werden.Dies wird wieder in der Konfigurations-Datei von Nextcloud vorgenommen:

Deaktiviert wird die Funktion durch das Hinzufügen folgender Zeile:

An dieser Stelle sollte auf jeden Fall noch einmal überprüft werden, ob für das Logging in Nextcloud die richtige Zeitzone angegeben wurde, da dies später für die Funktion von Fail2ban wichtig ist:

Optional: Wenn man den integrierten Brute-Force-Schutz in Nextcloud nicht komplett deaktivieren möchte, kann auch die App Brute-force settings aus dem Nextcloud App-Store installieren (oben auf den Benutzernamen und dann auf Apps klicken – die gesuchte App befindet sich in der Kategorie Sicherheit). Mit Hilfe dieser App kann man in den Admin-Einstellungen unter Sicherheit das eigene lokale Netzwerk in eine Whitelist mit aufnehmen. In unserem Beispiel wäre dies das Netzwerk 192.168.178.0/24. Für alle anderen Netzwerke (und v.a. auch Internet-IPs) würde der Brute-Force-Schutz dann noch greifen.

Whitelisting des LANs mittels der App "Brute-force settings"

Whitelisting des LANs mittels der App „Brute-force settings“

Einrichtung Fail2ban

Anschließend kann Fail2ban installiert werden:

Nun wird ein spezieller Filter für Nextcloud angelegt (Dateiendung beachten, s.o.):

Diese Datei wird mit folgendem Inhalt gefüllt. Dieser reguläre Ausdruck beschreibt die Logeinträge, nach den Fail2ban später in der Nextcloud-Logdatei sucht, um fehlgeschlagene Login-Versuche zu erkennen.:

Damit dieser Filter beim Start von Fai2ban auch geladen wird, muss dieser dem System noch bekannt gemacht werden:

Der Inhalt der Datei:

Der Teil unter [DEFAULT] gilt dabei für alle Regel-Sets (Jails). Hier werden die Standard-Einstellungen für Bans hinterlegt:

  • maxretry: Anzahl der Fehlversuche, bevor Fail2ban eine IP sperrt.
  • bantime: Zeitraum in Sekunden, für den eine IP gesperrt werden soll. Wird hier ein negativer Wert angegeben (-1), handelt es sich um eine permanente Sperre. Ansonsten wird eine IP nach dem Ablauf dieser Zeitspanne wieder automatisch entsperrt.

Unter [nextcloud] wird dann neues Jail für Nextcloud angelegt. Folgende Einstellungen werden hier angegeben und gelten nur für Nextcloud:

  • enabled: Aktivierung dieser Regel. Falls das Jail später (temporär) deaktiviert werden soll, kann dies einfach durch diese Option erfolgen.
  • port: Möglicher Port, hier nur 80 (HTTP) und 443 (HTTPS).
  • protocol: Das verwendete Protokoll.
  • filter: Name des Filters aus gleichnamiger Datei unter /etc/fail2ban/filter.d. Den Filter für Nextcloud haben wir ja bereits vorher angelegt.
  • logpath: Log-Datei, die Fail2ban für dieses Jail beobachten soll. Auf diese Datei wird der oben definierte Filter angewendet.
  • Hier könnten auch noch Werte für maxretry und bantime hinterlegt werden, die dann sie Standard-Werte überschreiben und nur für das Nextcloud-Jail gelten.

Die Anweisung unter [nginx-http-auth] aktiviert daneben noch die Überwachung der Logs des Webservers. Dieses Jail ist bereits in den Standard-Jails (/etc/fail2ban/jail.conf) definiert und wird an dieser Stelle lediglich scharf geschaltet. Dies sorgt für eine Überwachung bei anderen Webanwendungen, bei den eine HTTP-Basic-Authentifizierung zum Einsatz kommt. Die Ban-Optionen (maxretry und bantime) werden hier nicht angegeben, daher gelten die Standard-Werte, die in der Sektion [DEFAULT] angegeben wurden.

Nach einem Neustart von Fail2ban ist das Programm einsatzbereit:

E-Mail-Versand durch Fail2ban

Das Programm arbeitet nun zunächst im Hintergrund: Wird eine IP gebannt, bekommt der Administrator davon nur etwas mit, wenn er den Status von Fail2ban überprüft (dazu später mehr) oder einen Blick in die Logs wirft.

Sinnvoll ist daher eine Konfiguration, bei der Fail2ban automatisch eine E-Mail an den Admin sendet, wenn eine IP gebannt wurde. Das geht allerdings nicht out-of-the-box, das Linux-System muss zunächst auf den Versand von Mails vorbereitet werden. msmtp ist dabei die einfachste Möglichkeit, um unter Linux einfach und schnell E-Mails versenden zu können. Die Installation und Einrichtung des Programms wurde bereits im Artikel Linux: Einfach E-Mails senden mit msmtp ausführlich erklärt.

Wenn msmtp erfolgreich konfiguriert wurde, funktioniert das Senden von E-Mails über Fail2ban erstaunlich einfach, da der Mail-Versand bereits vom Programm vorgesehen ist. Dazu reicht eine kleine Anpassung an der Datei /etc/fail2ban/jail.local. Am Anfang der Datei (in der Default-Sektion) werden einfach noch folgende Zeilen hinzugefügt (hier markiert):

  • destemail ist dabei die Mail-Adresse, an die Benachrichtigungen geschickt werden sollen.
  • sender ist die Adresse, von der die E-Mail gesendet werden soll (Absender).
  • Wichtig ist insbesondere die Zeile action = %(action_mwl)s: Hierdurch werden E-Mails standardmäßig versendet.

Nun bekommt man bei allen Aktionen, die Fail2ban vornimmt, automatisch eine E-Mail geschickt. Unschön dabei: Auch wenn ein „Jail“ gestoppt oder geladen wurde, wird eine E-Mail versendet. Startet einfach mal Fail2ban neu (service fail2ban restart) und wundert euch über die „Mail-Flut“. Eigentlich interessiert uns hier ja nur, wenn Fail2ban tatsächlich eine IP gebannt hat. Damit nur noch bei diesem Ereignis eine E-Mail zu erhalten, müssen noch ein paar Anpassungen vorgenommen werden. Die betroffenen conf-Dateien im Verzeichnis /etc/fail2ban/action.d werden dabei durch entsprechende local-Dateien ergänzt:

  • mail-buffered.local
  • mail.local
  • mail-whois-lines.local
  • mail-whois.local
  • sendmail-buffered.local
  • sendmail-common.local

Die o.g. Dateien werde dazu einfach neu angelegt und mit folgendem Inhalt gefüllt:

Dazu am besten eine entsprechende Datei anlegen (mail-buffered.local) und diese dann einfach kopieren:

Nach einem Neustart von Fail2ban werden nur noch E-Mails versendet, wenn eine IP tatsächlich gebannt wurde.

Fail2ban Status und Sperren entfernen (Test der Funktionalität)

Nun kann es ja mal vorkommen, dass man sich mittels Fail2ban aus der eigenen Cloud aussperrt, weil man z.B. das Passwort zu oft falsch eingegeben hat. Dies ist zugleich ein guter Test, ob das System auch wie erwartet funktioniert. Daher gebt doch einfach drei Mal ein falsches Passwort in eurer Nextcloud-Anmeldung an. Bei der vierten Anmeldung seht ihr nun Fail2ban in Aktion: Die Website kann gar nicht mehr geladen werden (Timeout) und ihr solltet eine E-Mail erhalten haben, wenn ihr den Mail-Versand konfiguriert habt.

Um nun zu kontrollieren, welche IPs aktuell für Nextcloud gebannt sind, reicht folgender Befehl:

Hier sollte nun eure IP zu finden sein, mit der soeben erfolglose Anmeldeversuch unternommen wurde.

Mit diesem Befehl wird diese IP wieder entsperrt:

Anschließend kann man wieder wie gewohnt auf Nextcloud zugreifen.

Redis

Nextcloud nutzt das sog. Transactional File Locking, um Sperren bei parallelem Zugriff auf Dateien zu realisieren. Einfach gesagt werden Dateien „gelockt“, wenn diese gerade in Verwendung sind. Dadurch kann es zu keinen Datenverlusten kommen, wenn eine Datei z.B. durch zwei Benutzer zeitgleich geöffnet bzw. gespeichert wird.

In der Standard-Konfiguration nutzt Nextcloud für das Verwalten der Sperren die Datenbank. Hier gibt es jedoch mit Redis eine In-Memory-Datenbank, die für genau solche Aufgaben optimiert ist und daher in bestimmten Szenarien eine verbesserte Performance erzielen kann.

Auch wenn hier Optimierungs-Potential besteht, wird Redis nur in großen Cloud-Instanzen eine spürbare Verbesserung der Performance bringen. Bei kleinen Nextcloud-Installationen mit 3-5 Nutzern wird man hier kaum einen Effekt bemerken können.

Installation und Konfiguration Redis

Redis kann mit folgenden Befehlen installiert werden. Das PHP-Paket wird zusätzlich benötigt, um per PHP Zugriff auf Redis zu erhalten:

Nach der Installation wird die In-Memory-Datenbank noch konfiguriert:

Wie schon bei PHP ist es bei Redis empfehlenswert, die Kommunikation über einen Socket laufen zu lassen. Dazu sind folgende Einstellungen vorzunehmen. Die Einstellungen sind etwas in der Datei verteilt und z. T. nur auskommentiert. Am besten einfach in der Datei suchen (STRG+W) und die Einstellungen anpassen.

Hiermit werden folgende Optionen gesetzt:

  • port: Redis „lauscht“ standardmäßig auf dem Port 6379. Da wir allerdings einen Socket zur Kommunikation bevorzugen, soll Redis auf gar keinem Port lauschen.
  • unixsocket: Hiermit wird der eigentliche Socket definiert.
  • unixsocketperm: Berechtigungen für diesen Socket.

Als nächstes muss nun der Webserver-User in die Gruppe der Redis-Benutzer aufgenommen werden, damit dieser Redis auch nutzen kann:

Am Ende wird Redis neu gestartet, damit die Änderungen angewendet werden:

Aktivierung von Redis in Nextcloud

Damit Nextcloud nun auch die In-Memory-Datenbank nutzt, muss dieses noch in der Konfigurations-Datei eingestellt werden:

Folgende Zeilen werden hier eingefügt:

Anschließend nutzt Nextcloud Redis für das Transactional File Locking.

ufw

ufw (uncomplicated firewall) ist eine Software-Firewall, die auf einer Ubuntu-Installation standardmäßig bereits vorinstalliert ist. Normalerweise übernimmt der Router die Aufgaben einer Firewall, daher ist die Einrichtung von ufw optional. In bestimmten Szenarien kann hiermit jedoch die Sicherheit noch etwas erhöht werden.

Falls ufw noch nicht installiert sein sollte, kann man dies mit folgenden Befehlen erledigen:

Die Firewall wird nun so eingerichtet, dass sämtlicher eingehender Traffic blockiert wird, jedoch mit zwei Ausnahmen:

  • SSH (Port 22): Hier soll der Zugriff nur aus dem Heimnetzwerk erlaubt sein.
  • HTTP/HTTPS (Ports 80/443): Da der Zugriff aus dem Web erforderlich ist, muss hier auch eine Ausnahme hinzugefügt werden.

Mit folgenden Befehlen werden diese Regeln umgesetzt:

Der Status der Firewall kann jederzeit mit folgendem Kommando überprüft werden:

Hinweis: Wenn auf dem Server weitere Anwendungen installiert werden, nutzen diese u.U. andere Ports, die mit dieser Konfiguration natürlich nicht erreichbar sind. Oftmals liegt es dann eben an dieser Firewall, wenn scheinbar alles korrekt eingerichtet und konfiguriert wurde, die Anwendung aber nicht richtig laufen will. In diesem Fall sollten die Firewall-Regeln entsprechend erweitert oder die Firewall temporär deaktiviert werden (ufw disable).

Überprüfung der Sicherheit

Die Sicherheit der eigenen Cloud war ja von Anfang an ein wichtiges Ziel dieses Artikels. Nach der Einrichtung von Nextcloud gibt es einige Tools, mit Hilfe derer geprüft werden kann, ob dieses Ziel auch erreicht wurde.

Qualys SSL Labs

Der erste Check gilt zunächst einmal der HTTPS-Verschlüsselung. Hier spielt das verwendete Let’s Encrypt Zertifikat, als auch die SSL-Einstellungen des Webservers eine wichtige Rolle.

Für diesen Test eignet sich der SSL Server Test von Qualys SSL Labs. Wenn alles richtig konfiguriert wurde, sollte man hier die beste Bewertung (A+) erzielen können. Wenn die SSL-Konfiguration des Gateway-Hosts wie oben beschrieben übernommen wurde, sollte man in jeder einzelnen Kategorie 100% angezeigt bekommen.

Ergebnis des SSL-Test

Ergebnis des SSL-Test

Falls hier eine niedrigere Bewertung angezeigt werden sollte, liegt dies vermutlich an der SSL-Konfiguration des Webservers. In diesem Fall sollten im Gateway-Host nochmals alle Einstellungen kontrolliert werden.

Nextcloud Security Scan

Ein weiterer Test ist der Nextcloud Security Scan. Dieses Tool prüft die öffentlich verfügbaren Informationen der Cloud und kann eventuelle Schwachstellen aufzeigen. Mit der hier gezeigten Konfiguration sollte ein A-Rating angezeigt werden.

Nextcloud Security Scan

Nextcloud Security Scan

Hier wird lediglich kein A+ Rating erzielt, da unter Hardenings der Eintrag __Host-Prefix bemängelt wird. Dies liegt darin begründet, dass Nextcloud über ein Unterverzeichnis aufgerufen wird und nicht im Root-Verzeichnis der Domain läuft (siehe GitHub-Issue). Dieser Punkt stellt aber kein Sicherheits-Risiko dar und kann daher ignoriert werden.

Troubleshooting

Manchmal kann es passieren, dass die Nextcloud-Installation nicht auf Anhieb erfolgreich verläuft. Daher an dieser Stelle noch ein paar Tipps für die Fehlersuche:

  • Alle Schritte korrekt ausgeführt?
    Die Installation einer eigenen Cloud ist alles andere als trivial und erfordert ziemlich viele Schritte. Die Praxis zeigt, dass man hin und wieder einen Schritt einfach übersieht. In diesem Fall kann die kleinste Abweichung dazu führen, dass „das große Ganze“ nicht mehr funktioniert. Als erster Schritt der Fehlersuche sollten daher noch einmal alle Punkte einzeln überprüft werden.
  • Log-Dateien kontrollieren
    Oftmals hilft auch ein Blick in die entsprechenden Log-Dateien:

    • nginx (/var/log/nginx/error.log): Hier findet man alle Warnungen und Fehler, die der Webserver aufgezeichnet hat. Dies ist die erste Anlaufstelle, wenn Nextcloud gar nicht aufgerufen werden kann bzw. Links nicht richtig funktionieren.
    • Nextcloud (/var/nextcloud_data/nextcloud.log): Hier sind Fehler/Warnungen von Nextcloud selbst enthalten. Die gleichen Einträge findet man in der Admin-Oberfläche der Cloud. Hier lohnt ein Blick, wenn Nextcloud prinzipiell erreichbar ist (der Webserver also vermutlich korrekt eingerichtet wurde), es aber bei der Benutzung von Nextcloud zu Problemen kommt.
  • Developer-Console im Browser
    Gerade wenn Links nicht korrekt funktionieren und man überprüfen möchte, ob beispielsweise eine Weiterleitung ins Leere führt, dann kann die Developer-Console im Browser (meist zu öffnen mit F12) wertvolle Hinweise liefern, da hier aufgezeigt wird, was auf Grund von Client-Request passiert. Die Bedienung der Console läuft in jedem Browser etwas anders ab, daher hilft ein Blick in die entsprechende Dokumentation:

Falls ihr also Probleme bei der Einrichtung von Nextcloud haben solltet, bitte erst einmal diese Punkte überprüfen. Oftmals findet man dann relativ schnell die Ursache der Probleme. Wenn alles nicht hilft, dann könnt ihr hier natürlich einen Kommentar hinterlassen, vielleicht kann euch hier schnell weitergeholfen werden.

Falls sich bestimmte Probleme häufen sollte, werde ich den Artikel ggf. anpassen und/oder erweitern.

Nextcloud: Ein sicherer Ort für all deine Daten

Dieser Slogan von Nextcloud fasst es relativ gut zusammen: Die Einrichtung der eigenen Cloud ist sicherlich etwas aufwändig und erfordert mehr Kenntnisse, als die Benutzung irgendeiner Cloud eines bestimmten Anbieters. Aber wenn die eigene Nextcloud erst einmal läuft, dann ist man Herr über seine eigenen Daten und ist nicht mehr von Anbietern wie Google, Microsoft oder Apple anhängig.

Man sollte sich nun aber auch im Klaren darüber sein, dass man nun auch für die eigenen Daten verantwortlich ist. Die eigene Cloud erfordert einen gewissen administrativen Aufwand, beispielsweise muss man selbst dafür sorgen, dass das Betriebssystem, die installierten Programme und v.a. Nextcloud auf einem aktuellen Stand gehalten werden. Der Aufwand sollte sich hier allerdings in Grenzen halten.

Ich hoffe, dass dieser Artikel hilfreich war und ich einigen unter euch etwas Zeit (und Nerven) bei der Einrichtung der eigenen Cloud ersparen konnte. Für konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich immer offen, daher hinterlasst mir doch gern einen Kommentar.

In diesem Sinne: Viel Spaß mit eurer eigenen Nextcloud!

Weiterführende Artikel

Links

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Kommentare: 989

  • Oliver sagt:

    Hallo Jan,

    Ich finde dein Tutorial sehr gut erklärt, endlich mal jemand der sagt warum und wieso er den und den Weg nimmt und nicht einfach stumpf sagt, dass das der richtige Weg ist!

    Dennoch hänge ich an einem Punkt. Ich würde gerne wie einer der Mitleser hier die Netxtcloud unter cloud.meinedomain.de erreichbar machen. An welchem Punkt muss ich denn was ändern? SSL zertifikat habe ich nach deinem Weg installiert und dann wie du bei dem Kollegen mit dem gleichen Vorhaben schon geschrieben hast, die Anleitung von Nextcloud folgen. Doch das funktioniert leider nicht und ich komme da nicht weiter. Wenn ich alles so mache wie du, erreiche ich meine Cloud unter meinedomain.de/nextcloud. Daher habe ich den letzten Schritt vor der graphischen Konfiguration durch den des Nextcloud-Wikis ersetzt, doch wie gesagt komme ich da nicht drauf. Muss ich in der SSL conf auch was ändern?

    Viele Grüße!

    Oliver

    • Jan sagt:

      Hi Oliver,

      in diesem Fall brauchst du den Getway-Host eigentlich gar nicht. Hier reicht dann ein einzelner vHost für Nextcloud, siehe hier („Nextcloud in the webroot of nginx“). Das hast du aber denke ich schon gemacht, oder?
      Du meinst, dass du dann „nicht drauf kommst“: Sind hier Einträge im nginx error.log vorhanden, die den Fehler etwas weiter eingrenzen? Vielleicht ist z.B. der Webroot falsch gesetzt und der Webserver sucht im falschen Verzeichnis nach Dateien.

      Gruß,
      Jan

      • Oliver sagt:

        Hallo Jan,

        die error log zeigt tatsächlich einige Fehler an, doch weiß ich gerade nicht wo ich dann anfangen soll.
        Scheint auf fehlende Daten und einem Rechteproblem zu beruhen.

        2019/09/20 21:58:16 [error] 1161#1161: *2 open() „/usr/share/nginx/html/favicon.ico“ failed (2: No such file or directory), client: 192.168.1.14, server: localhost, request: „GET /favicon.ico HTTP/1.1“, h$
        2019/09/20 22:53:08 [error] 37328#37328: *3 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/6Eu6snqcDOYiqo567-YR90smSNOJVmFTWIKvZ_MLJeA“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, s$
        2019/09/20 22:53:09 [error] 37328#37328: *6 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/6Eu6snqcDOYiqo567-YR90smSNOJVmFTWIKvZ_MLJeA“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, s$
        2019/09/20 22:53:09 [error] 37328#37328: *9 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/6Eu6snqcDOYiqo567-YR90smSNOJVmFTWIKvZ_MLJeA“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, s$
        2019/09/20 22:53:09 [error] 37328#37328: *12 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/6Eu6snqcDOYiqo567-YR90smSNOJVmFTWIKvZ_MLJeA“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:01 [error] 37328#37328: *16 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Vf_PjzVnUz_DDqvOr-oMHwlS-tCkrk4axQCsYVO3Ixw“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:02 [error] 37328#37328: *19 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Vf_PjzVnUz_DDqvOr-oMHwlS-tCkrk4axQCsYVO3Ixw“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:02 [error] 37328#37328: *22 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Vf_PjzVnUz_DDqvOr-oMHwlS-tCkrk4axQCsYVO3Ixw“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:51 [error] 37328#37328: *25 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Y66R3ufLr-MgawTpxj0a3qdREYz-ZdoUK0Y4RQ_eGtM“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:51 [error] 37328#37328: *28 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Y66R3ufLr-MgawTpxj0a3qdREYz-ZdoUK0Y4RQ_eGtM“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:56:51 [error] 37328#37328: *31 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/Y66R3ufLr-MgawTpxj0a3qdREYz-ZdoUK0Y4RQ_eGtM“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 22:58:09 [error] 37328#37328: *32 directory index of „/var/www/“ is forbidden, client: 62.173.140.193, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/1.1“, host: „11.22.33.444“
        2019/09/20 23:02:21 [error] 37328#37328: *35 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/_2OdDPPiHxnQRrzpjdvUJ44nVV0RNOP8yqQ1sCLv3Do“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 23:02:22 [error] 37328#37328: *38 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/_2OdDPPiHxnQRrzpjdvUJ44nVV0RNOP8yqQ1sCLv3Do“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 23:02:22 [error] 37328#37328: *41 open() „/var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/_2OdDPPiHxnQRrzpjdvUJ44nVV0RNOP8yqQ1sCLv3Do“ failed (2: No such file or directory), client: 127.0.0.1, $
        2019/09/20 23:30:04 [error] 55530#55530: *79 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:30:04 [error] 55530#55530: *79 open() „/etc/nginx/html/favicon.ico“ failed (2: No such file or directory), client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET /favicon.ico HTTP/2.0“,$
        2019/09/20 23:33:15 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:26 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:30 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:32 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:33 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:33 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:33 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:34 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:34 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:35:34 [error] 55530#55530: *174 access forbidden by rule, client: 11.22.33.444, server: cloud.meinedomain.de, request: „GET / HTTP/2.0“, host: „cloud.meinedomain.de“
        2019/09/20 23:50:47 [emerg] 64826#64826: cannot load certificate „/etc/ssl/nginx/cloud.meinedomain.de.crt“: BIO_new_file() failed (SSL: error:02001002:system library:fopen:No such file or directory:fopen(‚/etc/$
        2019/09/20 23:51:53 [emerg] 65265#65265: cannot load certificate „/etc/ssl/nginx/cloud.meinedomain.de.crt“: BIO_new_file() failed (SSL: error:02001002:system library:fopen:No such file or directory:fopen(‚/etc/$
        2019/09/20 23:58:46 [emerg] 67677#67677: cannot load certificate key „/etc/letsencrypt/cloud.meinedomain.de.key.pem“: BIO_new_file() failed (SSL: error:02001002:system library:fopen:No such file or directory:fo$

        • Jan sagt:

          Hi,

          hier scheint etwas mit den Pfaden nicht zu stimmen. Daher bitte nochmals kontrollieren, ob die Verzeichnisse auf wirklich existieren (also unter /var/www/letsencrypt und /etc/letsencrypt). Beim Befehl zum Erzeugen der Zertifikate müssen die Pfadangaben passen, da acme.sh keine Verzeichnisse selbst erzeugt.

          Gruß,
          Jan

          • Oliver sagt:

            Hi Jan,

            es lag an einer kleiner Coppy paste Geschichte, bei der ich das Directoy meinedomain.de statt meine eigene Domain angelegt habe…

            Über den Browser komme ich nun auf die Nextcloud Installation, doch kann ich das Datenverzeichniss nicht wählen…

            „Das Datenverzeichnis /var/nextcloud_data kann nicht erstellt oder es kann darin nicht geschrieben werden.“

            der User www-data ist aber der Besitzer des Ordners. Fehlt da vielleicht noch eine Berechtigung?

            Grüße

            Oliver

          • Jan sagt:

            Hi,

            das klingt ein wenig so, als ob das Verzeichnis nicht bei open_basedir mit aufgenommen wurde. Bitte nochmal php.ini und die PHP-Anweisungen im vHost für Nextcloud kontrollieren.

            Gruß,
            Jan

          • Oliver sagt:

            Hallo Jan,

            ich habe die beiden php Datein nocheinmal erneut mit den base_dir eingetragen und auch die /etc/nginx/conf.d/meinedomain.de.conf habe ich erneut geändert. Eingetragen haben ich nun folgendes: https://pastebin.com/1t0cGixY

            Ich weiß nämlich nicht, welchen Part ich aus deiner Vorlage nehmen muss bzgl. SSL usw. und welchen Part ich für die Erreichbarkeit von cloud.meinedomain.de von der Nextcloud Wiki Seite nehmen muss.

            Nun kommt aber beim aufrufen der cloud der nginx Fehler: 403 Forbidden.

            Eine nginx log wurde nicht erstellt.

            Da muss ja irgendwo der Wurm drin sein, würde ich es nach deiner Anleitung machen und eben meinedomain.de/nextcloud nehmen, hat es ja geklappt…

          • Jan sagt:

            Hi,

            also das „forbidden“ ist klar, dies wird durch folgende Anweisung ausgelöst:
            location = / {
            # Disable access to the web root, otherwise nginx will show the default site here.
            deny all;
            }

            Das darf hier nicht stehen, sondern hier müssen die Konfigurationen für Nextcloud hinterlegt werden. Du kannst dazu eigentlich fast 1:1 die nginx-Config von hier verwenden.

            Gruß,
            Jan

  • Daren sagt:

    Hallo Jan,
    vielleicht ist es eine dumme Frage, aber kann die Anleitung so auch für die Installation auf einem virtuellen Server verwendet werden? Spräche sicherheitstechnisch etwas dagegen?
    Gruß,
    Daren

    • Jan sagt:

      Hi Daren,

      klar kannst du die Anleitung auch auf einem virtuellen Server verwenden. Die Umgebung ist eigentlich vollkommen egal, solange du Zugriff auf die Console mit Root-Rechten hast.

      Gruß,
      Jan

  • Frank sagt:

    Hallo Jan,

    Danke für Deine großartige Anleitung – ich habe nur Einsteiger-Kenntnisse in Linux und ich komme hier gut mit.
    NextCloud lief schon auf meinem Homeserver, aber jetzt möchte ich es über Virtualbox komplett neu aufsetzen.

    Mein Problem: ich erhalte bei der Zertifikat-Erstellung mit acme.sh (nach der lokalen Speicherung von cert, cert key, ca, fullchain) folgende Fehlermeldung:

    Installing cert to:/etc/letsencrypt/meinedomain.de/cert.pem
    home/letsencrypt/.acme.sh/acme.sh line 5097: /etc/letsencrypt/meinedomain.de/cert.pem :permission denied

    Ich bin hier etwas ratlos, wonach ich noch schauen muss.

    User ist Mitglied in der Gruppe www-data

    Lese- und Schreibrechte des Ordners /etc/letsencrypt/meinedomain.de sind drwxrwxr-x

    Im Ordner /etc/letsencrypt/meinedomain.de erhalte ich bei dem Versuch, eine Test.txt anzulegen auch die Meldung „permission denied“

    Kannst Du aus der Ferne evtl. sagen, wo ich ein Änderung vornehmen muss?
    Vielen Dank!
    Frank

  • Frank sagt:

    Hallo Jan,

    ich habe den Grund für die Fehlermeldung gefunden.

    Es lag wohl an der Nutzung von TeamViewer. Hatte mal über eingeschränkte Schreibrechte von TW irgendwann gelesen. Heute morgen habe ich es daher mal direkt auf der Konsole meiner VM versucht und alle .pem-Dateien wurden erfolgreich im Ordner /etc/letsencrypt/meinedomain.de gespeichert.
    Besten Dank!
    Frank

    • Jan sagt:

      Hallo Frank,

      sehr gut, danke für die Rückmeldung. Ist sicherlich auch für andere hilfreich.
      Dennoch als Tipp: Immer direkt über die Console/SSH gehen, dann ist man „direkt auf der Maschine“.

      Gruß,
      Jan

  • dima sagt:

    Hello. When i restart nginx i got this error
    nginx[18628]: nginx: [emerg] no port in upstream „php-handler“ in /etc/nginx/conf.d/c.icfl.me_nextcloud.conf:53

    Can you help me?

    • Jan sagt:

      Hello,

      I think you forgot to add the PHP handler in the gateway vHost.
      Just add the following lines at the top of the gateway host and restart nginx:

      upstream php-handler {
      server unix:/run/php/php7.2-fpm.sock;
      }

      Best regards,
      Jan

  • Andreas sagt:

    Hallo Jan,
    nach einigem hin und her ist es mir nun gelungen den Schlüssel ohne Fehlermeldungen zu generieren. Bin dann alle weiteren Punkte nach Anleitung vorgegangen, bis die Konfig des Servers abgeschlossen war, bekomme jedoch keine sichere Verbindung, wenn ich meine Domain aufrufe (mit der Weiterleitung auf die Dyn Adresse beim Hoster konfiguriert).
    Müsste ich nicht bereits jetzt dann schon eine SSL Verbindung haben, oder irre ich mich? Im Browser wird als Fehlermeldung angezeigt:
    Dieser Server konnte nicht beweisen, dass er xxxxx.spdns.de ist. Sein Sicherheitszertifikat stammt von meinedomain.eu. Mögliche Gründe sind eine fehlerhafte Konfiguration oder ein Angreifer, der Ihre Verbindung abfängt.

    Vielleicht mal etwas grundsätzliches….
    Die verwendete Domain ist ja bei einem Hoster angemeldet.
    Muss ich dort eine Weiterleitung auf die Dyn Adresse für die Domain konfigurieren, oder die Domain komplett deaktivieren?

    Beim Hoster kann ich die Domain folgend einstellen, wenn „Weiterleitung“ aktiviert ist:
    – Dauerhaft verschoben (Code 301)
    Leiten Sie Website-Besucher auf eine andere Website weiter und lassen Sie sie die Zieladresse sehen. Eine derartige Weiterleitung sorgt für den Erhalt der Suchmaschinen-Rankings der Website.

    - Temporär verschoben (Code 302)
    Leiten Sie Besucher auf eine temporäre Kopie der Website weiter, wenn Sie nicht wollen, dass Suchmaschinen die temporäre Website indexieren.

    – Frame-Weiterleitung
    Leiten Sie Besucher auf eine andere Website weiter, aber lassen Sie ihnen nicht die Zieladresse anzeigen, damit sie die Weiterleitung nicht bemerken.

    Viele Grüße & bis hierhin vielen Dank!
    Andreas

    • Jan sagt:

      Hallo Andreas,

      die Meldung kommt, da das Zertifikat auf die eine Domain ausgestellt wurde, der Zugriff aber über eine andere Domain erfolgt.
      Eine Weiterleitung von der „echten“ Domain auf die DynDNS-Domain reicht an dieser Stelle nicht aus. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe: Auf der „echten“ Domain einen CNAME-Eintrag auf die DynDNS-Domain zu setzen. Das muss der Domain-Provider allerdings unterstützen.

      Gruß,
      Jan

  • Oliver sagt:

    Hi Jan,

    ich schreibe jetzt noch einmal neu, damit es wieder ganz oben steht und auch andere einen Nutzen daraus ziehen.

    Ich habe deine Anleitung jetzt 3 mal auf 3 komplett neu installierten Ubuntu VM’s durchgeführt und komme nun immer zu dem selben Ergebnis.

    Wenn ich die Nextcloud direkt über meine Subdomain aufrufen möchte (cloud.meinedomain.de) und das dementsprechend konfiguriere und dabei deine Anleitung komplett befolge, bis zum Punkt: „Gateway-Host für Nextcloud/SSL vorbereiten“ und dort eben statt deiner Config diese eingebe: https://pastebin.com/s43H5Mqc

    Danach dann den Schritt „Virtuellen Host für Nextcloud anlegen“ überspringe und die Installation abschließen möchte, kommt immer die gleiche Fehlermeldung. Ich komme auf die Adresse drauf und kann auch die Infos für die abschließende Installation eingeben, doch kommt beim Eingeben des Pfades „/var/nextcloud_data“ die Fehlermeldung: „Das Datenverzeichnis /var/nextcloud_data kann nicht erstellt oder es kann darin nicht geschrieben werden.“

    Befolge ich deine komplette Anleitung bis zum Ende und gehe dann über meinedomain.de/nextcloud, geben die gleichen Daten ein, funktioniert es.

    Jetzt stellt sich mir die Frage, muss ich den Schritt „Virtuellen Host für Nextcloud anlegen“ auch durchführen und was muss ich da ändern, damit ich die Cloud weiterhin auf cloud.meinedomain.de erreichen kann?

    Grüße Oliver

    • Jan sagt:

      Hallo Oliver,

      wenn PHP keinen Zugriff auf das Datenverzeichnis hat, dann fehlt entweder ein Eintrag in open_basedir (php.ini oder PHP-Anweisungen in einem vHost), oder es fehlt ein „chown -R www-data:www-data …“.
      ich vermute aber mal, das in der location-Angabe für PHP in deinem Nextcloud-vHost diese Zeile fehlt:
      fastcgi_param PHP_VALUE "open_basedir=/var/www:/tmp/:/var/nextcloud_data:/dev/urandom:/proc/meminfo

      Damit wird das open_basedir von der php.ini überschrieben, wo (nach diesem Tutorial) ja kein NC-Datenverzeichnis eingefügt wurde.

      Gruß,
      Jan

  • Oliver sagt:

    Hallo Han,

    ich glaub nicht, das es an fehlenden Berechtigungen liegt, die Schritte mache ich ja genau gleich. Nur eben Punkt 2.8 mache ich anders und Punkt 2.9 lasse ich komplett weg und schon klappt es nicht mehr.

    Wo muss ich fastcgi_param PHP_VALUE „open_basedir=/var/www:/tmp/:/var/nextcloud_data:/dev/urandom:/proc/meminfo
    denn einfügen? In /etc/nginx/conf.d/cloud.meinedomain.de.conf?

    Ich bin da etwas überfordert. :D

    • Jan sagt:

      Hi,

      konkret müsstest du ein wenig in folgendem location-Block hinzufügen:
      location ~ ^\/(?:index|remote|public|cron|core\/ajax\/update|status|ocs\/v[12]|updater\/.+|oc[ms]-provider\/.+)\.php(?:$|\/)

      Folgendes dürfte ausreichen:
      fastcgi_param PHP_VALUE "open_basedir=/var/www:/tmp/:/var/nextcloud_data:/dev/urandom:/proc/meminfo
      upload_max_filesize = 10G
      post_max_size = 10G
      max_execution_time = 3600
      max_input_time = 3600
      output_buffering = off";

      Am besten nochmal kontrollieren, ob die Pfade bei dir wirklich so passen.

      Gruß,
      Jan

      • Oliver sagt:

        Hallo Jan,

        vielen Dank! Damit funktioniert Sie nun und ich konnte die komplette Anleitung mit fail2ban und co durchführen. Leider bekomme ich im Sicherheitsscan nicht einmal A sondern lediglich ein „B“, Ich habe bei Protocol Support ca. 95%, Key Exchange 70% und Cipher Strength 90%. siehe https://www.bilder-upload.eu/bild-ff3564-1569957846.png.html
        Meine SSL config kennst du ja, was kann ich denn noch verbessern das ich wenigstens auf das A Rating komme? Forward Secrecy sagt mir leider gar nichts…

  • Joachim Köstler sagt:

    Hallo, Jan,

    herzlichen dank für deine tolle anleitung. Nachdem ich alles soweit zum laufen gebracht habe, sehe ich jetzt unter _Einstellungen – Protokollierung_, folgende fehlermeldungen:

    {„reqId“:“bJBZDim2H3H8V6oBSdfd“,“level“:3,“time“:“2019-10-01T12:40:01+02:00″,“remoteAddr“:““,“user“:“–„,“app“:“PHP“,“method“:““,“url“:“–„,“message“:“Redis::connect(): connect() failed: Permission denied at /var/www/nextcloud/lib/private/RedisFactory.php#88″,“userAgent“:“–„,“version“:“16.0.5.1″,“id“:“5d932d01ae578″}

    {„reqId“:“45C6up9NOtV3Lp3XRCW2″,“level“:3,“time“:“2019-10-01T12:35:03+02:00″,“remoteAddr“:““,“user“:“–„,“app“:“files“,“method“:““,“url“:“–„,“message“:{„Exception“:“RedisException“,“Message“:“Redis server went away“,“Code“:0,“Trace“:[{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Memcache/Redis.php“,“line“:103,“function“:“setnx“,“class“:“Redis“,“type“:“->“,“args“:[„207550b716928d7f8f549a4310d6b45a/lockfiles/e3017b2f062d85c42390d90e6ae2b973“,0]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Lock/MemcacheLockingProvider.php“,“line“:78,“function“:“add“,“class“:“OC\\Memcache\\Redis“,“type“:“->“,“args“:[„files/e3017b2f062d85c42390d90e6ae2b973“,0]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Common.php“,“line“:715,“function“:“acquireLock“,“class“:“OC\\Lock\\MemcacheLockingProvider“,“type“:“->“,“args“:[„files/e3017b2f062d85c42390d90e6ae2b973“,2]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Wrapper/Wrapper.php“,“line“:593,“function“:“acquireLock“,“class“:“OC\\Files\\Storage\\Common“,“type“:“->“,“args“:[„scanner::“,2,{„__class__“:“OC\\Lock\\MemcacheLockingProvider“}]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Cache/Scanner.php“,“line“:331,“function“:“acquireLock“,“class“:“OC\\Files\\Storage\\Wrapper\\Wrapper“,“type“:“->“,“args“:[„scanner::“,2,{„__class__“:“OC\\Lock\\MemcacheLockingProvider“}]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Cache/Scanner.php“,“line“:515,“function“:“scan“,“class“:“OC\\Files\\Cache\\Scanner“,“type“:“->“,“args“:[„“,true,1]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Cache/Scanner.php“,“line“:532,“function“:“OC\\Files\\Cache\\{closure}“,“class“:“OC\\Files\\Cache\\Scanner“,“type“:“->“,“args“:[„*** sensitive parameters replaced ***“]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Cache/Scanner.php“,“line“:516,“function“:“runBackgroundScanJob“,“class“:“OC\\Files\\Cache\\Scanner“,“type“:“->“,“args“:[{„__class__“:“Closure“},““]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Files/Utils/Scanner.php“,“line“:173,“function“:“backgroundScan“,“class“:“OC\\Files\\Cache\\Scanner“,“type“:“->“,“args“:[]},{„file“:“/var/www/nextcloud/apps/files/lib/BackgroundJob/ScanFiles.php“,“line“:88,“function“:“backgroundScan“,“class“:“OC\\Files\\Utils\\Scanner“,“type“:“->“,“args“:[„“]},{„file“:“/var/www/nextcloud/apps/files/lib/BackgroundJob/ScanFiles.php“,“line“:112,“function“:“runScanner“,“class“:“OCA\\Files\\BackgroundJob\\ScanFiles“,“type“:“->“,“args“:[{„__class__“:“OC\\User\\User“}]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/BackgroundJob/Job.php“,“line“:61,“function“:“run“,“class“:“OCA\\Files\\BackgroundJob\\ScanFiles“,“type“:“->“,“args“:[null]},{„file“:“/var/www/nextcloud/lib/private/BackgroundJob/TimedJob.php“,“line“:55,“function“:“execute“,“class“:“OC\\BackgroundJob\\Job“,“type“:“->“,“args“:[{„__class__“:“OC\\BackgroundJob\\JobList“},{„__class__“:“OC\\Log“}]},{„file“:“/var/www/nextcloud/cron.php“,“line“:123,“function“:“execute“,“class“:“OC\\BackgroundJob\\TimedJob“,“type“:“->“,“args“:[{„__class__“:“OC\\BackgroundJob\\JobList“},{„__class__“:“OC\\Log“}]}],“File“:“/var/www/nextcloud/lib/private/Memcache/Redis.php“,“Line“:103,“CustomMessage“:“–„},“userAgent“:“–„,“version“:“16.0.5.1″,“id“:“5d932c66f0143″}

    Könntest du mir bitte helfen?

    Viele grüße.

    Joachim

    • Jan sagt:

      Hallo Joachim,

      hier gibt es wohl ein Problem mit Redis. Bitte nochmal alle Schritte von hier kontrollieren.
      Ich tippe mal, dass in der redis-Konfiguration folgende Zeile nicht gesetzt wurde: unixsocketperm 770

      Gruß,
      Jan

  • Michael sagt:

    Hallo,

    diese Anleitung ist der Hammer, ausführlich, verständlich und logisch gut nachvollziehbar, auch für Selfmade Server Admins wie mich.

    Ich bin sehr versucht, sie 1:1 für meinen neuen Nextcloud-Server umzusetzen.

    Aber: Ich habe seit langem eine eigene ungenutzte Strato-Domain mit DynDNS und SSL-Zertifikat, die ich zu gerne nun aktivieren möchte. Doch das überfordert mich komplett, da finde ich keine Tipps, nach denen ich vorgehen könnte.

    Also, meine Frage lautet: Was muss ich tun, um nach deiner Anleitung (mit Gateway-Host für eventuelle weitere Websites) zunächst die Nextcloud einzurichten, die dann über die Strato-Domain via meinedomain.de/nextcloud per SSL erreichbar ist?

    Für jeden hilfreichen Tipp bin ich sehr dankbar.

    Grüße,
    Michael

    • Jan sagt:

      Hallo Michael,

      also du hast eine DynDNS-Domain bei Strato? Diese musst du dann als DynDNS-Domain einrichten (hier einfach mal bei Strato in der Hilfe nachsehen, wie das gemacht werden kann).
      Wichtig ist dann, dass das Zertifikat nicht über Strato ausgeliefert wird, sondern über deinen Cloud-Rechner. D.h. alles deaktivieren, was mit HTTPS oder Redirect von HTTP auf HTTPS bei Strato konfiguriert ist.
      Anschließend kannst du das Tutorial eigentlich 1:1 umsetzen.

      Gruß,
      Jan

      • Michael sagt:

        Hallo Jan,

        vielen Dank, das hört sich ja doch einfach an. Es ist eine DynDNS Domain. Der ganze Teil mit letsencrypt auf meiner Seite bleibt demnach erhalten? Ich hatte gezögert, weil die Strato-Domain ja ein Zertifikat hat und wusste eben nicht, welche Teile in den configs ich noch brauche und welche nicht.
        Ich versuche es heute weiter.

        Danke für die schnelle Rückmeldung!

        Grüße,
        Michael

      • Michael sagt:

        Hi Jan,

        ich habe das SSL-Zertifikat von meiner Strato-Domain gelöst, und folgerichtig ist die Dummy-Seite [meinedomain].de auch nicht mehr via https aufrufbar, nur http funktioniert noch.

        Die Fehlermeldung jedoch bleibt mir erhalten, ich kopiere mal die Stelle mit ein paar Zeilen +/- heraus, die in der –debug-Ausgabe steht:

        [Mi 2. Okt 16:18:19 UTC 2019] _post_url=’https://acme-v02.api.letsencrypt.org/acme/chall-v3/602755105/FJHBnw‘
        [Mi 2. Okt 16:18:19 UTC 2019] _CURL=’curl -L –silent –dump-header /home/letsencrypt/.acme.sh/http.header -g ‚
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] _ret=’0′
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] code=’200‘
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] meinedomain.de:Verify error:Invalid response from http://meinedomain.de/.well-known/acme-challenge/hg0BFhmhT6qQx67okiu1f5WZ6aopVnWOwsTbgpogF44 [2a01:238:20a:202:1093::]:
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] Debug: get token url.
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] GET
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] url=’http://meinedomain.de/.well-known/acme-challenge/hg0BFhmhT6qQx67okiu1f5WZ6aopVnWOwsTbgpogF44′
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] timeout=1
        [Mi 2. Okt 16:18:20 UTC 2019] _CURL=’curl -L –silent –dump-header /home/letsencrypt/.acme.sh/http.header -g –connect-timeout 1′
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] Please refer to https://curl.haxx.se/libcurl/c/libcurl-errors.html for error code: 28
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] ret=’28‘
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] Debugging, skip removing: /var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge/hg0BFhmhT6qQx67okiu1f5WZ6aopVnWOwsTbgpogF44
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] pid
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] No need to restore nginx, skip.
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] _clearupdns
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] dns_entries
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] skip dns.
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] _on_issue_err
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] Please add ‚–debug‘ or ‚–log‘ to check more details.
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] See: https://github.com/Neilpang/acme.sh/wiki/How-to-debug-acme.sh
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] url=’https://acme-v02.api.letsencrypt.org/acme/chall-v3/602755105/FJHBnw‘
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] payload='{}‘
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] POST
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] _post_url=’https://acme-v02.api.letsencrypt.org/acme/chall-v3/602755105/FJHBnw‘
        [Mi 2. Okt 16:18:22 UTC 2019] _CURL=’curl -L –silent –dump-header /home/letsencrypt/.acme.sh/http.header -g ‚
        [Mi 2. Okt 16:18:23 UTC 2019] _ret=’0′
        [Mi 2. Okt 16:18:23 UTC 2019] code=’400‘

        Was könnte jetzt noch fehlen?

        Grüße,
        Michael

        • Jan sagt:

          Hi Michael,

          das liegt vermutlich an der Webserver-Konfiguration.
          Leg mal unter /var/www/letsencrypt/.well-known/acme-challenge mit dem User www-data eine Datei test.txt an. Diese dann im Browser abrufen. Wenn das nicht klappen sollte, dann das nginx error.log durchsuchen, wo er nach dieser Datei sucht. Erst wenn dieser Aufruf per Browser funktioniert, wird auch das Ausstellen von Zertifikaten funktionieren.

          Gruß,
          Jan

  • Rainer-Maria Fritsch sagt:

    Fail2ban:
    Hallo Jan, nochmals Dank für deine guten Anleitungen. Ich hoffe, auch andere haben dir schon viele Spenden geschickt.

    Eine Frage zu fail2ban: Alles läuft prima. Aber der helle Wahnsinn sind die Zahl der Angriffe jeden Tag. Ich habe mir für die E-Mails ein eigenes Postfach eingerichtet. Gerade nach 14 Tagen fast 17.000 E-Mails gelöscht. Gibt es einen Weg, sich statt der E-Mails regelmäßig eine Zusammenfassung schicken zu lassen?
    Mir würde es ja reichen, wenn die IP-Adressen dauerhaft gesperrt werden, ich aber ab und zu sehen kann, dass fail2ban einwandfrei läuft.
    Vielen herzlichen Dank!
    Herzliche Grüße
    Rainer

    • Jan sagt:

      Hi Rainer,

      puh, das ist echt eine Menge Holz. Um dies ein wenig abzudämpfen könntest du auch ein Skript anlegen (jetzt erst einmal ungetestet):
      #!/bin/bash

      mkdir -p /var/temp/
      fail2ban-client status nextcloud > /var/temp/fail2ban-status.txt
      mail -s "Fail2ban status (Nextcloud)" my@email.address < /var/temp/fail2ban-status.txt rm /var/temp/fail2ban-status.txt

      Das ganze dann per Cron ausführen (1x am Tag) und du erhälst den Status des Nextcloud-Jails per Mail.

      Vielleicht reicht dir so etwas ja schon.

      Gruß,
      Jan

  • Joachim Köstler sagt:

    Hallo, Jan,

    herzlichen dank für deine schnelle antwort. Das ganze hat eine andere entwicklung genommen: nachdem nach der aktivierung von _redis_ von der
    _config.php_ nur noch ein vierzeiler übrig geblieben war und ich natürlich keine sicherung gemacht hatte, habe ich alles neu installiert. Dank deiner hilfe läuft alles wie am schnürchen. Nun hakt es aber noch an einer stelle, an der es vorher auch schon gehakt hatte: ich habe den _nextcloud_client_ auf zwei rechnern installiert und beide mit den selben zugangsdaten verbunden. Der erste rechner hat wunderbar das lokale verzeichnis und alle darin enthaltenen dateien mit dem server synchronisiert, sobald ich den zweiten rechner dazuschalte, gibt es schwierigkeiten. Der zweite rechner scheint nur Ordner zu synchronisieren. Muß ich eventuell besondere vorkehrungen treffen, um auch vom zweiten rechner auf nextcloud zugreifen zu können? Und dann hätte ich noch eine bitte: ich möchte auf meine nextcloud so wie Oliver über next.meinedomain.de zugreifen. Allerdings bin ich zu wenig fachmann, um das alleine zu schaffen. Vielleicht wäre es möglich, Olivers lösung etwas genauer öffentlich zu machen.

    Herzlichen dank.

    Gruß,

    Joachim

    • Jan sagt:

      Hallo Joachim,

      kommen während der Synchronisierung des zweiten Rechners irgendwelche Fehler in den Log-Dateien am Server (Nextcloud-Log bzw. nginx-Log)? Eigentlich sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen, wenn ein zweiter Rechner mit der Cloud verbunden wird – das würde ja dem Cloud-Gedanken widersprechen.

      Wenn du über eine Subdomain (und nicht über ein Unterverzeichnis) auf deine Cloud zugreifen willst, dann brauchst du das Konstrukt mit dem Gateway-Host eigentlich gar nicht. Halte dich dann einfach an die Konfiguration wie im Admin-Manual von Nextcloud erwähnt (siehe hier – „Nextcloud in the webroot of nginx“). Für weitere Nextcloud-Tutorials plane ich übrigens genau diese Lösung zu skizzieren – das wird aber voraussichtlich erst mit Ubuntu 20.04 der Fall sein.

      Gruß,
      Jan

  • Markus sagt:

    Hallo Jan, ich habe mal versucht, mir phpmyadmin zu installieren…
    Bei mir ist das Server-Rootverzeichnis „/var/www/html“ in einem Toutorial hatte ich gelesen, das ein Symlink zunächst reicht, um phpmyadmin auszuführen (ln -s /usr/share/phpmyadmin /var/www/html/phpmyadmin). Der Aufruf sollte dan zumindest über localhost/phpmyadmin klappen… Klappt natürlich nicht (403 Forbidden).

    Folgende Fehermeldungen ergeben sich aus den logs…

    error.log

    2019/10/10 18:06:47 [error] 974#974: *3 directory index of „/var/www/html/phpmyadmin/“ is forbidden, client: 127.0.0.1, server: _, request: „GET /phpmyadmin/ HTTP/1.1“, host: „localhost“
    2019/10/10 18:56:05 [error] 974#974: *4 directory index of „/var/www/html/phpmyadmin/“ is forbidden, client: 127.0.0.1, server: _, request: „GET /phpmyadmin/ HTTP/1.1“, host: „127.0.0.1“

    phpmyadmin_error.log

    2019/10/10 19:25:53 [error] 3083#3083: *5 FastCGI sent in stderr: „PHP message: PHP Warning: is_dir(): open_basedir restriction in effect. File(/usr/share/php/php-php-gettext/) is not within the allowed path(s): (/var/www/html/:/tmp/:/usr/share/phpmyadmin/) in /usr/share/phpmyadmin/libraries/vendor_config.php on line 64
    PHP message: PHP Warning: require_once(): open_basedir restriction in effect. File(/usr/share/php/php-gettext/gettext.inc) is not within the allowed path(s): (/var/www/html/:/tmp/:/usr/share/phpmyadmin/) in /usr/share/phpmyadmin/libraries/common.inc.php on line 77
    PHP message: PHP Warning: require_once(/usr/share/php/php-gettext/gettext.inc): failed to open stream: Operation not permitted in /usr/share/phpmyadmin/libraries/common.inc.php on line 77
    PHP message: PHP Fatal error: require_once(): Failed opening required ‚/usr/share/php/php-gettext/gettext.inc‘ (include_path=‘.:/usr/share/php‘) in /usr/share/phpmyadmin/libraries/common.inc.php on line 77“ while reading response header from upstream, client: ::1, server: pma.localhost, request: „GET / HTTP/1.1“, upstream: „fastcgi://unix:/run/php/php7.2-fpm.sock:“, host: „pma.localhost“

    Ich vermute mal, dass das Problem mit der Änderung in der /etc/php/7.2/fpm/php.ini und dem Eintrag cgi.fix_pathinfo = 0 in der /etc/php/7.2/cli/php.ini zu tun hat…?

    Meine /etc/nginx/conf.d/phpmyadmin.conf sieht aktuell so aus…

    server {
    listen 80;
    listen [::]:80;
    server_name pma.localhost;
    root /usr/share/phpmyadmin/;
    index index.php index.html index.htm index.nginx-debian.html;

    access_log /var/log/nginx/phpmyadmin_access.log;
    error_log /var/log/nginx/phpmyadmin_error.log;

    location / {
    try_files $uri $uri/ /index.php;
    }

    location ~ ^/(doc|sql|setup)/ {
    deny all;
    }

    location ~ \.php$ {
    fastcgi_pass unix:/run/php/php7.2-fpm.sock;
    fastcgi_param SCRIPT_FILENAME $document_root$fastcgi_script_name;
    include fastcgi_params;
    include snippets/fastcgi-php.conf;
    }

    location ~ /\.ht {
    deny all;
    }
    }

    Hat zwar nicht direkt was mit NC zu tun aber evtl. kannst du mir da ja bitte trotzdem einen Tipp geben… ;-)

    • Jan sagt:

      Hallo Markus,

      schau doch mal bei diesem Artikel vorbei, hier habe ich die Installation von phpMyAdmin neben NC beschrieben. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
      Konkret vermute ich mal, dass open_basedir bei dir noch nicht richtig gesetzt ist und deshalb kein Zugriff auf das entsprechende Verzeichnis möglich ist.

      Gruß,
      Jan

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