DecaTec

Programmieren, Fotografie, Home-Server und einiges mehr

Nextcloud auf Ubuntu Server mit nginx, MariaDB, PHP, Let’s Encrypt, Redis und Fail2ban

Nextcloud Logo

Wer seine sensiblen Daten wie Dateien, Kontakte oder Kalender nicht bei einem der großen Cloud-Anbieter wie Google, Apple oder Dropbox speichern möchte, kann mit recht einfachen Mitteln eine eigene Cloud betreiben, in der sämtliche Daten vor neugierigen Blicken geschützt sind.

Nextcloud ist eine Webanwendung, mit der eine solche „Selfmade-Cloud“ realisiert werden kann. Neben der reinen Verwaltung von Daten und Dateien bietet Nextcloud mittlerweile auch erweiterte Features wie Online-Office, Video-Konferenzen, E-Mail-Integration und vieles mehr.

Dieser Artikel zeigt die Installation und Konfiguration von Nextcloud auf Ubuntu Server mit nginx, MariaDB, PHP und Let’s Encrypt. Zur Verbesserung der Performance und Sicherheit wird auch die Einrichtung von Redis und Fail2ban gezeigt.

Die Art des Artikels ist übrigens nicht neu: Hier gab es bereits ein recht umfangreiches Tutorial, welches jedoch die Einrichtung von ownCloud (quasi der Vorgänger von Nextcloud) zeigte: ownCloud 9 auf Ubuntu Server 16.04 LTS mit nginx, MariaDB, PHP 7 und Let’s Encrypt. Vieles davon ist zwar auch direkt auf Nextcloud übertragbar, dennoch ist der aktuelle Artikel genau auf Nextcloud zugeschnitten und wurde an vielen Stellen noch weiter verbessert.

Update-Historie
  • 25.08.2017:
    • Troubleshooting: Hinweis auf apc.enable_cli hinzugefügt, wenn es bei der Ausführung des Cronjobs zu Fehlern mit APCu kommt.
  • 30.08.2017:
    • Variable overwriteprotocol in Nextcloud config.php sollte auf https gesetzt werden.
  • 07.09.2017:
    • Fail2ban: Jail für Nextcloud wird in die Datei /etc/fail2ban/jail.local eingetragen.
  • 23.09.2017:
    • Hinweis auf Anpassung der Verzeichnis-Berechtigungen entfernt. Dies wird seitens der Nextcloud-Dokumentation nicht mehr empfohlen (siehe hier).
  • 22.102.107:
    • Fail2ban: Attribut für Login-Versuche heißt maxretry und nicht maxentry.
  • 07.01.2018:
    • Fail2ban: Erklärung zum Unterschied zwischen verschiedenen Konfigurations-Dateien (*.conf und *.local) hinzugefügt.
    • Fail2ban: Ergänzungen zum E-Mail-Versand bei Ban hinzugefügt.
  • 19.01.2018:
    • Gateway-Host: proxy_request_buffering off; hinzugefügt, damit Requests nicht mehr gepuffert werden.
  • 22.01.2018:
    • Genaueren Hinweis auf die langsame Generierung von Diffie-Hellman-Parameter auf schwacher Hardware hinzugefügt.
  • 14.04.2018:
    • Listen-Direktive für Nextcloud-vHost geändert, so dass nur noch lokal (127.0.0.1) auf Port 82 gelauscht wird.
  • 18.04.2018:
    • TLSv1.3 im Gateway-Host aktiviert (nginx unterstützt ab Version 1.13 TLSv1.3). Momentan macht diese Option nicht viel Sinn, da es noch nicht viele Clients gibt, die TLSv1.3 nutzen, dennoch kann man die neue TLS-Version bereits aktivieren.

Inhalt

 

Motivation, Voraussetzungen und Konzept

Bevor es losgehen kann, soll an dieser Stelle zunächst einmal die Motivation für den Artikel und die Voraussetzungen erläutert werden. Ebenso gibt es ein paar Hintergrundinfos über das Konzept, welches dieses Tutorial verfolgt.

Ziele und Aufwand

Der Artikel hat folgende Zielsetzungen:

  • Installation von Nextcloud auf Ubuntu Server mit nginx, MariaDB und PHP.
  • Erhöhte Sicherheit (PHP-Konfiguration, SSL, Nextcloud-Konfiguration laut Nextcloud Server Administration Manual).
  • Verschlüsselte Verbindung (HTTPS) zur Cloud mittels Let’s Encrypt Zertifikat.
  • Nextcloud soll in einem Unterverzeichnis des Webservers laufen und daher über die URL https://meine.domain/nextcloud erreichbar sein. Dies macht es möglich, dass neben Nextcloud auch weitere Webanwendungen auf dem gleichen System gehostet werden können – siehe Zweite Web-Anwendung neben ownCloud/Nextcloud einrichten (am Beispiel WordPress).
  • Im Administrator-Bereich von Nextcloud sollen keine Warnungen/Hinweise zu sehen sein.
  • Verbesserung der Performance durch Memory Caching mit Redis.
  • Absicherung gegen Brute-Force-Attacken mittels Fail2ban.
  • Zu guter Letzt soll der Artikel auch für den Linux-Neuling verständlich und nachvollziehbar sein. Sicherlich werden den Linux-Profis unter euch noch einige Sachen einfallen, wie man das hier gezeigte System noch weiter optimieren kann, jedoch würde dies die Sache noch komplizierter machen, als sie ohnehin schon ist. Daher stehen – wie bereits gesagt – Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit klar im Vordergrund.

Gerade auch in Bezug auf den letzten Punkt ist es mir auch ein persönliches Anliegen, dass der Artikel v.a. Wissen vermitteln soll. Das Hosten einer eigenen Cloud ist nicht gerade trivial, daher sollte man im Idealfall genau wissen, was man hier tut. Ich habe mich daher dagegen entschieden, hier nur eine Auflistung an Befehlen zum Installieren und Konfigurieren zu erstellen. Vielmehr soll nach der Lektüre des Artikels so viel Hintergrundwissen vorhanden sein, dass man bei auftretenden Problemen sich selbst eine Lösung erarbeiten kann.

Folgende Versionen kommen dabei zum Einsatz:

  • Ubuntu Server 16.04.3 LTS („Xenial Xerus“)
  • Nextcloud 12.0.2
  • nginx 1.13.4
  • MariaDB 10.2
  • PHP 7.0
  • Redis 3.0.6
  • Fail2ban 0.9.3

Zeitaufwand: ca. 3 Stunden.

Wichtig: Man sollte alle Schritte wie im Tutorial beschrieben ausführen. Die Erfahrung zeigt, dass selbst die kleinste Abweichung (z.B. wenn ein Schritt ausgelassen wird) dazu führen kann, dass es im weiteren Verlauf zu Fehlern oder Problemen kommt.

Voraussetzungen

Betriebssystem und Hardware

Im Rahmen dieses Tutorials wird die Einrichtung der eigenen Cloud auf einem Ubuntu Server 16.04 LTS gezeigt. Der Einsatz einer LTS-Version (Long Term Support) bietet sich hier an, da durch den verlängerten Support-Zeitraum ein solches System lange Zeit betrieben werden kann, ohne dass man jedes Distributions-Update durchführen muss.

Allerdings kann auch eine ganz andere Linux-Distribution zum Einsatz kommen (z.B. Debian). Die Installation sollte auf allen Distributionen nahezu identisch ablaufen, daher ist die Wahl der Distribution hier eher Geschmacksache.

Auch die Server-Hardware ist nicht weiter entscheidend. Hier kann prinzipiell jeder PC verwendet werden, auf dem Linux problemlos läuft. Reizvoll ist hier oftmals die Verwendung eines Kleinst-Rechners wie dem Raspberry Pi (Affiliate Link), der stromsparend und leise läuft, ohne viel Platz zu brauchen. Wenn es etwas mehr Leistung sein darf, dann bietet sich auch ein virtuellen Systeme (VM) an.

Die Cloud kann ebenso auf einem virtuellen Systeme (VM) gehostet werden. Wie Ubuntu Server als virtuelle Maschine mittels Hyper-V betrieben werden kann, zeigt der Artikel Ubuntu Server als Hyper-V Gastsystem installieren und optimal einrichten. Einer der Vorteile von virtuellen Systemen ist die Möglichkeit sog. Snapshots anzulegen, die den Zustand der VM zu einem bestimmten Zeitpunkt speichern. Falls später dann etwas bei der Installation/Einrichtung schiefläuft, kann das System in wenigen Sekunden auf einen früheren Zustand zurückgesetzt werden. Das geht erheblich schneller, als sich auf Fehlersuche zu begeben. Darüber hinaus kann die Sicherung einer (Hyper-V-) VM leicht in eine bestehende Backup-Strategie integriert werden.

Zugriff per SSH

Nach der Installation des Betriebssystems läuft eine solcher Server meistens „headless“, d.h. ohne Monitor, Maus oder weitere Peripherie-Geräte. Der Zugriff erfolgt dann in den meisten Fällen über SSH (z.B. mit PuTTY). Mehr Infos über den Zugriff per SSH findet man ebenfalls im Artikel Ubuntu Server als Hyper-V Gastsystem installieren und optimal einrichten.

DynDNS

Die selbst-gehostete Cloud soll nachher natürlich auch aus dem Internet erreichbar sein. Dazu kommt ein DynDNS-Dienst zum Einsatz. Damit ist die Cloud (oder in erster Linie der Router) über eine DynDNS-Adresse erreichbar, die sich nicht mehr ändert – anders als die (externe) IP des Routers, die üblicherweise nach jeder (24h-) Zwangstrennung vom Internet-Provider neu vergeben wird.

Welcher DynDNS-Dienst zum Einsatz kommt, spielt eigentlich keine Rolle. Aus eigener Erfahrung kann ich den Dienst GoIP empfehlen, aber auch viele Webhoster bieten u.a. DynDNS-Dienste (z.B. All-inkl.com im Paket „Privat Plus“).

Im Rahmen des Tutorials verwende ich beispielhaft die Adresse nextcloudtutorial.goip.de.

Arbeiten mit Root-Rechten

Die Installation und Einrichtung vieler Programme erfordert Root-Rechte. Damit nicht vor jedem Befehl ein sudo benötigt wird, kann man sich mit dem Befehl sudo -s für die Dauer der Sitzung Root-Rechte verschaffen. Daher werden alle Befehle im Tutorial ohne vorangestelltes sudo aufgeführt.
Da es nicht empfehlenswert ist, dauerhaft mit Root-Rechten angemeldet zu sein, sollte man sich nach dem Abschluss der Installation/Konfiguration mit dem Befehl exit wieder abmelden.

Konzept

Der Artikel zeigt die Einrichtung von Nextcloud, allerdings nicht in der Standard-Konfiguration. In diesem Abschnitt geht es daher um das Konzept, welches dieses Tutorial verfolgt.

Warum die Kombination nginx/MariaDB?

Nextcloud – wie auch viele andere Webanwendungen – werden üblicherweise auf einem sog. „LAMP-Stack“ betrieben. Darunter versteht man eine Art Standard-Umgebung zum Hosten dynamischer Webanwendungen bestehend aus Linux, Apache, MySQL und PHP.

Dieser Artikel zeigt dagegen die Einrichtung der Cloud auf einem „LEMP-Stack“: Linux, nginx, MariaDB, PHP. Woher das „E“ kommt? Ganz einfach durch die Aussprache von nginx („Engine-X“).

Wieso sollte man nun nicht beim Altbekannten bleiben, sondern Aufwand in die Einrichtung einer alternativen Umgebung stecken? nginx als Webserver und MariaDB als Datenbanksystem bieten hier einige Vorteile:

  • nginx arbeitet ressourcensparender als Apache. Dies liegt im Unterschied begründet, wie die Webserver Client-Anfragen abarbeiten: Während Apache pro Verbindung neue Prozesse bzw. Threads erstellt, arbeitet nginx mit einem sog. Thread-Pool. Dies ist eine fest definierte Anzahl an Threads, die Client-Anfragen parallel abarbeiten können. nginx arbeitet daher weniger speicherintensiv als Apache, was gerade bei begrenzten Hardware-Ressourcen von Vorteil ist (z.B. auf einem Raspberry Pi).
  • MariaDB entstand ursprünglich aus einem Fork von MySQL und ist zu diesem binärkompatibel. Als sog. drop-in-replacement zu MySQL (d.h. ein 1:1 Ersatz) können alle von MySQL bekannten Befehle und Tools auch bei MariaDB zum Einsatz kommen.
    Hier gibt es also nicht so viele Unterschiede, daher ist die Wahl des Datenbank-Systems zweitrangig. Allerdings haben mittlerweile viele Linux-Distributionen MariaDB als Standard-Datenbanksystem den Vorzug gegeben, was das System recht zukunftssicher machen sollte.

Virtuelle Hosts und Konfigurations-Dateien von nginx

Wie bereits erwähnt, soll Nextcloud in einem Unterverzeichnis des Webservers liegen (nextcloudtutorial.goip.de/nextcloud). Dies ist sozusagen die Spezialität dieses Artikels, da andere Tutorials meist nur die „Standard-Installation“ beschreiben, in der Nextcloud direkt über eine Domain aufgerufen wird (nextcloudtutorial.goip.de).

Diese Entscheidung beeinflusst stark die Konfiguration des Webservers, der entsprechend eingerichtet werden muss. Hier macht es Sinn, sich etwas mit der Funktionsweise von nginx auseinander zu setzen. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn es später im Praxis-Teil nicht auf Anhieb klappen will.

Bei nginx können – ähnlich wie beim Webserver Apache – virtuelle Hosts definiert werden. Ein virtueller Host (vHost) stellt dabei eine genau definierte Konfiguration für eine Website/Webanwendung dar. Dabei spielen folgende Dateien und Verzeichnisse eine entscheidende Rolle:

  • /etc/nginx/nginx.conf: Globale Konfigurations-Datei von nginx. Hier werden die globalen Einstellungen definiert.
  • /etc/nginx/conf.d: In diesem Verzeichnis werden die virtuellen Hosts gespeichert. Pro Host wird dazu eine Datei mit der Endung .conf angelegt. Alle Dateien mit einer anderen Dateiendung werden dabei ignoriert.

Die einzelnen Konfigurationen werden dabei „nach unten vererbt“: Die globale Konfiguration vererbt sämtliche Einstellungen an alle aktiven virtuellen Hosts. Ein vHost kann aber jederzeit die globalen Einstellungen überschreiben.

Aufteilung in mehrere virtuelle Hosts mit nginx

Warum sollte man nun mehrere virtuelle Hosts verwenden? Reicht hier nicht ein vHost vollkommen aus?

In diesem Tutorial geht es ja in erster Linie um die Einrichtung von Nextcloud. In der Tat würde hier ein virtueller Host ausreichen. Dennoch soll der Webserver möglichst flexibel sein, so dass später auch andere Webanwendungen (wie z.B. WordPress) auf dem gleichen System (parallel) gehostet werden können.

Um diese Flexibilität zu erreichen, gibt es nun verschiedene Ansätze:

  • Ein einzelner virtueller Host: Hierbei werden alle Webanwendungen über den gleichen virtuellen Host konfiguriert. Diese Lösung mag auf den ersten Blick die einfachste sein, jedoch wird die Konfigurations-Datei (des einzigen vHosts) auf die Dauer sehr unübersichtlich. Ebenso besteht hier das Risiko, dass durch einen kleinen Fehler im einzigen vHost gleich alle Webanwendungen lahmgelegt werden. Ebenso kann eine Webanwendung nicht „mal eben schnell“ deaktiviert werden, da dazu große Teile des virtuellen Hosts entfernt oder auskommentiert werden müssten.
  • Ein virtueller Host pro Webanwendung: Bei diesem Ansatz gibt es einen virtuellen Host pro Webanwendung. Durch die strikte Trennung ist diese Lösung deutlich flexibler und weniger fehleranfällig.
    Dennoch gibt es ein Problem: Ein virtueller Host wird durch einen Server-Namen (die URL) und einen Port definiert. Diese Kombination muss sich dabei von allen anderen virtuellen Hosts unterscheiden. In unserem Fall wird aber immer die gleiche URL (die DynDNS-Adresse) verwendet, da die meisten Router keine Möglichkeit bieten, sich zeitgleich über mehrere DynDNS-Adressen anzumelden. Aus diesem Grund müssten alle Webanwendungen auf unterschiedlichen Ports laufen. Das macht diesen Ansatz aber wieder recht unkomfortabel, da zum einen mehrere Ports in der Firewall des Routers geöffnet werden müssen (Sicherheitsrisiko), zum anderen müssen alle Clients die richtigen Ports verwenden (in jeder URL-Eingabe muss der konkrete Port spezifiziert werden).
  • Mehrere virtuelle Hosts + Reverse-Proxy: Es gibt allerdings auch einen weiteren Ansatz, der die Flexibilität von getrennten virtuellen Hosts bietet, die oben angesprochenen Nachteile jedoch vermeidet. Dabei dient ein zentraler virtueller Host als Gateway (mit der DynDNS-Adresse und den Standard-Ports 80 und 443). Dieser „Gateway-Host“ bedient sich nun den Reverse-Proxy-Fähigkeiten von nginx, um eine Anfrage eines Clients gezielt an weitere virtuelle Hosts weiter zu leiten. Die Hosts der einzelnen Webanwendungen laufen mit dem gleichen Server-Namen (die lokale IP) und auf getrennten Ports. Da dies aber alles lokal auf dem Webserver geschieht, müssen keine weiteren Ports nach außen hin geöffnet werden, der Gateway-Host ist die einzige direkte Schnittstelle „nach außen“. Alle Client-Anfragen kommen auf diesem Weg zunächst beim Gateway-Host an, der diese dann gezielt an andere vHosts weiterleitet.

Für dieses Tutorial habe ich mich für den dritten Ansatz entschieden, da dieser am flexibelsten ist und am wenigsten Einschränkungen hat. Leider ist diese Lösung auch die komplizierteste, was die Konfiguration der virtuellen Hosts etwas umfangreicher macht. Dennoch ist man mit dieser Vorgehensweise am besten bedient, v.a. wenn der Webserver nachher noch erweitert werden und weitere Webanwendungen hosten soll.

Auch wenn Nextcloud zunächst als einzige Web-Applikation auf dem Server installiert wird, kann das Konzept gleich in die Praxis umgesetzt werden, da wir für die Erzeugung des HTTPS-Zertifikats einen weiteren vHost für Let’s Encrypt benötigen werden. Auch wenn Let’s Encrypt keine Webanwendung im herkömmlichen Sinne ist, sollte das Vorgehen danach klar sein.

In einem weiterführenden Artikel habe ich bereits beschrieben, wie neben der Cloud auch WordPress auf dem gleichen Server installiert werden kann: Zweite Web-Anwendung neben ownCloud/Nextcloud einrichten (am Beispiel WordPress).

Installation und Einrichtung Nextcloud

Nach diesem eher theoretischen Teil soll das Ganze nun in die Praxis umgesetzt werden.

Updates

Zunächst erfolgt das obligatorische Update des Systems:

Statische IP zuweisen

Falls noch nicht geschehen sollte man dem System eine statische IP-Adresse zuweisen. Andernfalls wird der Rechner nach jedem Reboot eine neue IP-Adresse über DHCP vom Router bekommen, was für einen Server nicht gerade optimal ist.

Dazu wird folgende Datei bearbeitet:

Hier sind alle Netzwerkkarten und die dazu gehörenden IP-Konfigurationen hinterlegt. In diesem Tutorial gehe ich davon aus, dass der verwendete Router die IP 192.168.178.1 hat und der Server die statische IP 192.168.178.60 haben soll (diese Adressen dienen hier nur als Beispiel müssen dem eigenen Netzwerk entsprechend angepasst werden). Dazu werden die Einstellungen des entsprechenden Netzwerkadapters (eth0 ist die primäre Netzwerkkarte) auf folgende Werte gesetzt:

Nach einem Neustart wird der Rechner nun immer die IP 192.168.178.60 zugewiesen bekommen.

Hinweis: Durch die Verwendung einer statischen IP kann das System meist nicht mehr einfach über den Rechner-Namen im Netzwerk angesprochen werden. Die betrifft v.a. den SSH-Zugriff über PuTTY. Hier sollte nun immer die IP-Adresse zum Verbinden genutzt werden, da sich diese in Zukunft auch nicht mehr ändern wird.

Programm-Installation

Bevor Nextcloud eingerichtet werden kann, sind zunächst einmal der Webserver, das Datenbank-System und PHP zu installieren.

Installation nginx

nginx ist bereits in den Ubuntu-Paketquellen enthalten und könnte direkt installiert werden. Dennoch empfehle ich das offizielle nginx-Repository in die Paketquellen mit aufzunehmen, um stets eine aktuelle Version des Webservers zu betreiben.

Hinweis für Raspberry Pi Benutzer

Beim Raspberry Pi sieht die Sache etwas anders aus, da in den nginx-Paketquellen kein Paket für die ARM-Architektur vorhanden ist, die für den Kleinstcomputer benötigt werden würde. Daher wird hier empfohlen, die nginx-Version zu installieren, die in den Raspbian-Paketquellen enthalten ist. Hier reichen also folgende Befehle:

Die folgenden Schritte zur Installation des Webservers sind auf einem Raspberry Pi daher nicht durchzuführen.

Zunächst wird der Schlüssel des nginx-Repositories auf dem System bekannt gemacht. Dies sorgt dafür, dass später keine Warnungen ausgegeben werden, wenn aus diesem Repository Pakete abgerufen werden:

Anschließend werden die Paketquellen in die Datei sources.list hinzugefügt:

Am Ende der Datei wird einfach folgender Inhalt eingefügt:

Wenn eine anderen Distribution bzw. Version zum Einsatz kommt, müssen diese Zeilen jedoch angepasst werden (siehe nginx: Linux packages).

Hinweis: Mit der Angabe dieser Paket-Sourcen wird die Mainline-Version von nginx verwendet. Die Mainline stellt den aktuellen Entwicklungszweig dar. Daneben gibt es auch noch einen Stable-Entwicklungszweig. Dieser ist etwas stabiler als der Mainline-Zweig, wird allerdings nur bei kritischen Sicherheitslücken und Problemen aktualisiert. Bis neue Features in den Stable-Zweig einfließen, vergeht in der Regel viel Zeit.
Da der Mainline-Zweig aber generell auch als stabil gilt, lautet die Empfehlung, diesen Entwicklungszweig zu verwenden (siehe nginx-Blogbeitrag).

Nach der Aktualisierung der Paketquellen kann der Webserver installiert werden:

Ob alles geklappt hat, kann man nach einem Neustart des Rechners durch die Eingabe der IP-Adresse des Servers in einem Browser überprüfen.

Erster Aufruf - der Webserver läuft

Erster Aufruf – der Webserver läuft

Installation MariaDB

Bei MariaDB verhält es sich ähnlich wie schon mit der Installation von nginx: Entweder kann man die Version nehmen, die bereits in den Paketquellen der Distribution enthalten ist, oder man fügt das offizielle MariaDB-Repository in die Liste der Paketquellen hinzu und kann somit eine aktuellere Version der Datenbank verwenden.

Auf der Homepage von MariaDB findet man dazu ein praktisches Repository Configuration Tool. Die einzelnen Schritte im Detail:

Zunächst wird der Key-Server für MariaDB bekannt gemacht (sonst gibt es im weiteren Verlauf u.U. Warnungen):

Anschließend werden die Paketquellen hinzugefügt:

Folgende Zeilen werden am Ende der Datei angefügt. Auch hier muss bei einer anderen Distribution/Version etwas anderes angegeben werden (siehe Repository Configuration Tool weiter oben).

Nun kann die Datenbank installiert werden:

Im Rahmen der Installation wird auch gleich ein Root-Passwort für den Datenbank-Zugriff festgelegt. Aus Sicherheitsgründen sollte man diesen Schritt nicht überspringen und ein ausreichend sicheres Passwort angeben:

Root-Passwort für MariaDB vergeben

Root-Passwort für MariaDB vergeben

Installation PHP

PHP 7 ist bereits in den Paketquellen von Ubuntu enthalten, daher entfällt hier das Hinzufügen von weiteren Paketquellen.

Die Nextcloud-Dokumentation liefert einen Hinweis auf die benötigten PHP-Pakete, die an dieser Stelle zu installieren sind. Es können durchaus noch weitere Pakete benötigt werden, wenn spezielle Features von Nextcloud zum Einsatz kommen sollen. Für den Standard-Umfang genügt die Installation der folgenden Pakete:

Werden später weitere Pakete benötigt (z.B. zum Einbinden vom Samba-Freigaben als externen Speicher), dann kann die Installation zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Server Konfiguration

Nachdem alle benötigten Programme und Pakete installiert wurden, geht es nun an die Konfiguration des Servers.

Konfiguration PHP

Zunächst werden die allgemeinen Einstellungen für PHP bearbeitet.

PHP wird dabei über FPM (FastCGI Process Manager) betrieben. Dies ist eine performante Möglichkeit der Kommunikation zwischen Webserver und PHP. FPM definiert dabei einen sog. Thread-Pool, der Threads zur Abarbeitung von Anfragen bereithält. Die dazu gehörende Konfiguration ist in folgender Datei zu finden:

Als erstes sollte man hier kontrollieren, unter welchem User der Thread-Pool betrieben wird. Dies sollte der User www-data sein:

Die Kommunikation zwischen Webserver und PHP soll später über einen Socket stattfinden. Daher sollte auch folgender Eintrag in der Datei zu finden sein:

Zu guter letzt sucht man noch nach dem Eintrag Pass environment variables like LD_LIBRARY_PATH. ALL $VARIABLES are taken from the current environment (Shortcut für die Suche in nano: STRG + W). Standardmäßig sind hier alle Einträge, die mit env beginnen auskommentiert, diese werden jedoch für den Betrieb von Nextcloud benötigt. Daher werden die Kommentare an den entsprechenden Zeilen entfernt – einfach das Semikolon am Zeilenanfang entfernen.

Neben der Pool-Konfiguration gibt es bei PHP noch eine weitere Stelle, an der globale Optionen verwaltet werden: Die in der Datei php.ini definierten Werte wirken sich auf alle PHP-Anwendungen aus, die auf dem Server laufen. Die meisten Einstellungen kann man hier auf den Standard-Werten belassen. Anpassungen, die nur für eine Web-Applikation gelten sollen, werden später in den virtuellen Hosts von nginx definiert.

Hier ändern wir also nur wenige Werte ab:

  • cgi.fix_pathinfo = 0
    Sorgt für eine sichere Interpretation von Pfadangaben.
  • open_basedir = /var/www/:/tmp/
    Schränkt den Zugriff von PHP auf das Webroot- und das temporäre Verzeichnis ein. Dadurch kann PHP auf sonst keine Dateien des Systems zugreifen oder diese verändern.
  • opcache.enable = 1
    opcache.enable_cli = 1
    opcache.memory_consumption = 128
    opcache.interned_strings_buffer = 8
    opcache.max_accelerated_files = 10000
    opcache.revalidate_freq = 1
    opcache.save_comments = 1
    Dies sind die Werte zum Konfigurieren des PHP OPcache (erhöht die Performance durch das Ablegen vorkompilierten Bytecodes in den Arbeitsspeicher). Diese Einträge sollten in der php.ini bereits vorhanden sein (allerdings auskommentiert). Eine Suche in der Datei sollte einiges an Tipparbeit sparen.

Neben FPM kann PHP auch über die Kommandozeile aufgerufen werden (CLI – Command Line Interpreter/Interface). Diese Art des Zugriffs wird später für Cronjobs benötigt, die im Rahmen von Nextcloud laufen. Hierfür gibt es eine separate php.ini, in der ebenfalls Änderungen durchgeführt werden müssen:

  • cgi.fix_pathinfo = 0
    siehe oben
  • open_basedir = /var/www/:/tmp/:/var/nextcloud_data
    Schränkt die oben erwähnt den Zugriff von PHP ein. Zusätzlich wird hier das spätere Datenverzeichnis von Nextcloud mit angegeben, da dies außerhalb des Webroots liegt.

Mit einem Neustart von PHP werden die Änderungen übernommen:

Konfiguration MariaDB

Es folgt die Konfiguration der Datenbank, die nach der Installation noch nicht auf maximale Sicherheit getrimmt ist. Dies kann mit dem folgenden Befehl nachgeholt werden:

Da das Root-Passwort schon während der Installation vergeben wurde, muss dies nicht geändert werden. Alle anderen Fragen sollte man mit Ja (y) beantworten.

Nun fehlt nur noch ein Neustart, dann ist die Konfiguration von MariaDB abgeschlossen:

Allgemeine nginx-Konfiguration

Zunächst wir die globale Konfiguration von nginx angepasst:

In den meisten Fällen ist die Standard-Konfiguration ein guter Ausgangspunkt, jedoch sollte man ein paar wenige Punkte überprüfen und ggf. anpassen:

  • user
    Gibt den Benutzer an, unter dem der Webserver läuft. Dies sollte der User www-data sein.
  • worker_processes
    Gibt die Anzahl der Threads an, die zum Abarbeiten der Verbindungen genutzt werden. Wird hier auto angegeben, wird pro CPU-Kern ein Thread angelegt. Dies ist in den meisten Fällen auch die richtige Einstellung.
  • server_tokens
    Durch die Angabe off wird verhindert, dass nginx (z.B. auf Fehlerseiten) Versions-Informationen ausgibt. Aus Sicherheitsgründen sollte man dies ausstellen. Dies ist die einzige Variable, die man hier manuell hinzufügen muss (server_tokens off; im HTTP-Block dieser Datei).

Default-Seite deaktivieren

Wenn direkt nach der Installation die IP des Rechners im Browser eingegeben wird, präsentiert nginx eine sog. Default-Seite. Diese wird im weiteren Verlauf nicht mehr benötigt und kann daher deaktiviert werden.

Dazu benennt man einfach die Datei /etc/nginx/conf.d/default.conf um:

Durch die Änderung der Dateiendung wird dieser vHost anschließend nicht mehr automatisch von nginx geladen.

Vorbereiten der Verzeichnisstruktur

Zunächst werden die Verzeichnisse für Let’s Encrypt und Nextcloud angelegt. Die Besitzrechte sollten dabei beim Webserver-User (www-data) liegen:

Anlegen des Gateway-Hosts

Als erstes wird nun der Gateway-Host angelegt, der zunächst einmal alle Client-Anfragen entgegennimmt und diese nachher an die entsprechenden vHosts weiterleitet. Der Einfachheit halber benennen wir die Datei nach der Domain, über die das System später erreichbar sein soll:

Hier fügen wir nun folgenden Inhalt ein:

Dieser virtuelle Host lauscht somit zunächst nur einmal auf Port 80 (HTTP) und hört auf die DynDNS-URL bzw. die lokale IP des Servers. Der einzige location-Block wird später für die Erzeugung des SSL-Zertifikats benötigt und leitet die Anfrage auf einen anderen virtuellen Host weiter (proxy_pass).

Anlegen des virtuellen Hosts für Let’s Encrypt

Damit der proxy_pass Befehl des Gateway-Hosts korrekt ausgeführt werden kann, brauchen wir nun einen separaten vHost für Let’s Encrypt. Als Dateinamen verwende ich hier immer die Domain und den Namen des Dienstes (getrennt durch einen Unterstrich):

Dieser Host ist dabei sehr einfach aufgebaut:

Gelauscht wird auf 127.0.0.1:81. Der Port ist hier entscheidend: Dieser muss mit dem Port aus der Anweisung proxy_pass des Gateway-Hosts übereinstimmen. Da sich die Anweisungen listen und server_name auf die lokale Loopback-Adresse 127.0.0.1 beziehen, ist sichergestellt, dass dieser virtuelle Host nur auf dem lokalen Rechner angesprochen werden kann. Der Zugriff erfolgt damit ausschließlich über den Gateway-Host, ein direktes Ansprechen des Hosts für Let’s Encrypt ist damit „von außen“ nicht möglich.

Damit die beiden neu angelegten virtuellen Hosts auch geladen werden, muss nginx noch neu gestartet werden:

SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt erzeugen

Der Webserver wurde nun so weit vorbereitet, dass ein SSL-Zertifikat generiert werden kann.

Port-Forwarding und DynDNS einrichten

Zunächst ist es wichtig, dass der Server auch tatsächlich aus dem Internet erreichbar ist. Hierfür muss ein Port-Forwarding für die Ports 80 (HTTP) und 443 (HTTP) auf den Server (192.168.178.60) eingerichtet werden. Dies geschieht normalerweise am Router. Das Vorgehen hierzu unterscheidet sich von Router zu Router. Im Zweifel hilft hier ein Blick in die Hilfe des Routers, aber auch Google kann hier sicher weiterhelfen. Die Hilfeseiten von AVM beschreiben beispielsweise das Vorgehen für eine FritzBox.

Darüber hinaus muss der Router so konfiguriert sein, dass er sich beim DynDNS-Dienst korrekt anmeldet, um so per DynDNS-Adresse aus dem Internet erreichbar zu sein. Auch hier ist das Vorgehen nicht einheitlich und hängt sowohl vom verwendeten Router, als auch vom DynDNS-Dienst ab. Wie man den DynDNS-Dienst GoIP auf verschiedenen Router-Modellen zum Laufen bekommt, ist beispielsweise auf den GoIP-Hilfeseiten gut beschrieben.

Generierung des SSL-Zertifikats

Nun kann das SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt erzeugt werden.

Bei Ubuntu 16.04 ist Let’s Encrypt bereits in den Paketquellen enthalten, daher reicht zur Installation folgender Befehl:

Die eigentliche Erzeugung der Zertifikate wird mit folgendem Befehl angestoßen:

Hier wird zunächst nach einer E-Mail-Adresse gefragt. Dies dien dazu, dass Let’s Encrypt Benachrichtigungen zu ablaufenden Zertifikaten schicken kann (diese Zertifikate sind allgemein nur 90 Tage lang gültig). Hier sollte man also eine echte Mail-Adresse angeben, beim Auslaufen der Zertifikate ist das eine gute Erinnerung per Mail.

Nach dem Bestätigen der Nutzungsbedingungen erfolgt die Generierung des Zertifikats automatisch und ohne weiteres Zutun des Benutzers.

Das Programm sollte nun eine Erfolgsmeldung ausgeben, daraufhin findet man die Zertifikate im Verzeichnis /etc/letsencrypt/live/nextcloudtutorial.goip.de:

  • cert.pem: Das öffentliche Zertifikat in Reinform
  • chain.pem: Öffentliches Zertifikat aus der sog. Keychain
  • fullchain.pem: entspricht cert.pem + chain.pem
  • privkey.pem: Privates Zertifikat
Diffie-Hellman-Parameter

Das SSL-Zertifikat ist der wichtigste Schritt, damit die Verbindungen zur Cloud nachher verschlüsselt ablaufen. Man kann die Sicherheit noch weiter erhöhen, indem man zusätzlich sog. Diffie-Hellman-Parameter generiert. Dieses Thema ist reichlich komplex, sorgt aber einfach ausgedrückt für einen sicheren Schlüsselaustausch beim Verbindungsaufbau.

Die Generierung der Parameter ist dagegen recht einfach und erfolgt über folgenden Befehl:

Nicht wundern: Die Generierung kann (gerade auf schwacher Hardware) eine ganze Weile dauern (z.B. mehrere Stunden auf einem Raspberry Pi 3). Wer hier nicht so lange warten kann/will, kann auch einen Schlüssel mit 2048 Bit generieren:

Zugriffsberechtigungen für Zertifikat-Dateien setzen

Die Zertifikat-Dateien sind natürlich schützenswert, daher sollten die Dateiberechtigungen angepasst werden, so dass nur noch der Besitzer der Dateien Lese- bzw. Schreibrecht hat:

Erneuerung der Zertifikate nach 90 Tagen

Die von Let’s Encrypt generieren Zertifikate sind auch Sicherheitsgründen nur 90 Tage lang gültig und müssen spätestens nach Ablauf dieser Frist erneuert werden. Kurz vor diesem „Verfallsdatum“ erhält man automatisch eine E-Mail, die einen daran erinnert.

Dann reicht einfach ein erneuter Aufruf von Let’s Encrypt:

Alle weiteren Schritte (Diffie-Hellman-Parameter erzeugen, Verzeichnisrechte anpassen) sind dann nicht mehr notwendig, da lediglich die eigentlichen Zertifikat-Dateien ausgetauscht werden.

Die Erneuerung der Zertifikate wird von vielen eher als lästige Arbeit angesehen, weil man hier immer als Administrator des Webservers tätig werden muss. Wie man die Erneuerung der Zertifikate per Cronjob automatisieren kann, habe ich bereits in folgendem Artikel erläutert: Let’s Encrypt Zertifikate per Cron automatisch erneuern.

Gateway-Host für Nextcloud vorbereiten

Da wir später einen eigenen vHost für Nextcloud hinzufügen werden, muss dies im Gateway-Host vorbereitet werden:

Die hinzugefügten Abschnitte sind markiert:

Hier wurde zunächst die Einbindung des SSL-Zertifikats hinzugefügt. Ebenso wurden alle SSL-Parameter konfiguriert, die für alle Webanwendungen gelten sollen.
Falls die Cloud später sowohl über die Domain direkt, als auch über das Unterverzeichnis erreichbar sein soll (also nextcloudtutorial.goip.de/nextcloud und zusätzlich direkt über nextcloudtutorial.goip.de), muss der Block location = / noch dahingehend angepasst werden. Das deny all; muss in diesem Fall durch die Redirect-Anweisung ersetzt werden.
Zu guter Letzt wird noch die Weiterleitung an den Nextcloud-vHost eingerichtet.

Virtuellen Host für Nextcloud anlegen

Ähnlich wie schon bei Let’s Encrypt wird für Nextcloud ein separater virtueller Host angelegt:

Hier der komplette Inhalt der Datei:

Diese Konfiguration ist angelehnt an die vorgeschlagene nginx-Konfiguration im Nextcloud Administration Manual. Trotzdem noch ein paar Erläuterungen dazu:

  • Es wird nur ein HTTP-Server definiert (kein HTTPS). Die HTTPS-Verbindung wird über den Gateway-Host sichergestellt.
  • Gelauscht wird wieder über die Adresse 127.0.0.1. Zusammen mit dem entsprechenden server_name kann auch hier keine direkte Verbindung zu diesem virtuellen Host aufgebaut werden (ohne den Gateway-Host zu passieren).
  • Der Port ist diesmal 82, da Port 81 bereits vom Let’s Encrypt vHost „belegt“ ist. Eine Eindeutigkeit (server_name/Port) wird hier über einen anderen Port erreicht.
  • Die proxy_set_header Anweisungen dienen der erhöhten Sicherheit. Ohne diese Einträge werden später Warnungen im Admin-Bereich von Nextcloud angezeigt. In vielen Tutorials werden diese Header per add_header angegeben. In unserem Fall funktioniert dies nicht, da die Zugriffe über einen Proxy (Gateway-Host) ablaufen. Daher werden die Header mittels proxy_set_header angegeben.
  • Der PHP-Handler (der in diesem Fall nur für Nextcloud zuständig ist) beinhaltet neben den Nextcloud-spezifischen Anweisungen auch noch weitere Parameter, die bestimmte Variablen in der php.ini überschreiben (fastcgi_param PHP_VALUE). Dabei darf nur eine fastcgi_param PHP_VALUE Anweisung existieren, da sich diese ansonsten gegenseitig überschreiben. Wenn mehrere Parameter an PHP übergeben werden sollen (wie hier der Fall), müssen diese einfach durch einen Zeilenumbruch getrennt werden. Besonders wichtig ist hier die Direktive open_basedir, da PHP ansonsten keinen Zugriff auf das Datenverzeichnis von Nextcloud hat.
    Falls später z.B. eine externe Festplatte als externer Speicher eingebunden werden soll, muss auch das Verzeichnis dieses Laufwerks in die open_basedir Anweisung mit aufgenommen werden.

Bevor der Webserver nun neu gestartet wird, sollte ein Testlauf mit den soeben erstellten Konfigurationen gemacht werden. Dafür sorgt der erste Befehl. Falls hier Fehler gefunden werden (Tippfehler schleichen sich hier schnell mal ein), dann wird dies hier angezeigt.
Mit dem zweiten Befehl wird der Webserver anschließend neu gestartet.

Installation Nextcloud

Nun ist der Server soweit konfiguriert und eingerichtet, dass als nächstes Nextcloud installiert werden kann.

Download

Einen Link zu der aktuellsten Version von Nextcloud bekommt man über die Download-Seite von Nextcloud. Hier sollte man nach Möglichkeit das .tar.bz2 Archiv nehmen, da dies ohne weitere Software auf dem Server entpackt werden kann (zu finden über den Button Details and Download options).

Download-Link für Nextcloud

Download-Link für Nextcloud

Zurück auf der Linux-Maschine kann man nun den Download ausführen (hier mit Nextcloud Version 12.0.2):

Anschließend wird das Archiv an die passende Stelle entpackt. Zum Schluss kann das Archiv wieder entfernt werden:

Für die weiteren Schritte ist es wichtig, dass die Datei-Berechtigungen richtig gesetzt werden:

Datenbank für Nextcloud anlegen

Bevor das Setup der Cloud über den Browser aufgerufen werden kann, muss noch die Datenbank für Nextcloud erstellt werden. Dies geschieht mittels der MySQL-Kommandozeile, die mit Root-Rechten aufgerufen wird (das Passwort wurde zuvor bei der Installation von MariaDB festgelegt):

Naben der Datenbank wird auch gleich ein eigener Nutzer für Nextcloud erstellt. Die Angabe localhost sorgt dabei dafür, dass der Zugriff auf diese Datenbank nur auf dem lokalen Rechner möglich ist (kein Remote-Zugriff). Auch hier sollte man wieder ein sicheres Passwort wählen. Man beachte das Semikolon am Ende jeder Zeile:

Nextcloud-Setup

Nun erfolgt der Aufruf des Setups mittels Browser über die URL https://nextcloudtutorial.goip.de/nextcloud.

Falls an dieser Stelle noch fehlende Abhängigkeiten entdeckt werden, weist das Setup darauf hin. In diesem Fall sollte man die fehlenden Pakete nachinstallieren und anschließend das Setup erneut aufrufen.

Im Rahmen des Setups wird das erste Benutzer-Konto eingerichtet, welches automatisch Administrator-Rechte in der Cloud hat. Der Nutzername ist frei wählbar und man sollte auf jeden Fall ein sicheres Passwort vergeben, da die Cloud ja öffentlich über das Internet erreichbar ist. Weitere Punkte bei der Einrichtung sind das Nextcloud-Datenverzeichnis (/var/nextcloud_data) und die Zugangsdaten für die zuvor angelegte Datenbank. Mit einem Klick auf Installation abschließen wird die Ersteinrichtung angestoßen.

Nextcloud Setup

Nextcloud Setup

Hinweis: Auf langsameren Rechnern kann das Setup eine ganze Weile dauern. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass der Webserver irgendwann einen Timeout meldet (504 Gateway Timeout). nginx kappt in diesem Fall die Verbindung zum Client (Browser), das Setup wird aber weiterhin ausgeführt. Hier kann man ein paar Minuten warten und die URL anschließend erneut aufrufen. In diesem Fall sollte man in den virtuellen Hosts (Gateway und Nextcloud) die Timeout-Werte etwas erhöhen.

Warnungen im Admin-Bereich

Nach der erfolgreichen Installation sollte man zunächst einen Blick in den Administrator-Bereich der Cloud werfen: Zahnrad-Symbol (oben rechts) > Verwaltung. Nextcloud führt hier u.a. einige Checks aus, ob die Cloud richtig konfiguriert wurde. Falls Optimierungsbedarf besteht, werden hier entsprechende Warnungen ausgegeben.

Warnungen im Admin-Bereich

Warnungen im Admin-Bereich

In unserem konkreten Fall sollte hier nur eine Warnung zu sehen sein:

Es wurde kein PHP Memory Cache konfiguriert. Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit kann ein Memory-Cache konfiguriert werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Dokumentation.

Diese Meldung stellt zunächst keinen Fehler dar und sagt lediglich aus, dass die Performance der Cloud durch den Einsatz einen Memory-Caches optimiert werden kann.

Hinweis: Falls hier weitere Warnungen oder Fehler (diese erscheinen dann in roter Schrift) angezeigt werden, sollten die einzelnen Schritte zur Einrichtung von Nextcloud nochmals kontrolliert werden. In der Nextcloud-Dokumentation findet man eine Übersicht über die Fehler und Warnungen, die an dieser Stelle angezeigt werden können. Ebenfalls werden hier Hinweise und Tipps aufgelistet, wie diese Fehler zu beseitigen sind.

Anpassung der Nextcloud-Konfiguration

Um diese eine Warnung im Admin-Bereich zu entfernen, ist eine manuelle Anpassung der Nextcloud-Konfiguration notwendig. Dazu rufen wir einfach die dazugehörige Config-Datei auf:

Der Memory Cache wird nun einfach durch das Hinzufügen folgender Zeile (ganz am Ende, aber noch vor der letzten geschweiften Klammer) aktiviert:

Wenn man später über über das lokale Netzwerk auf die Cloud zugreifen will, sollte man hier gleich noch die lokale IP als Trusted Domain mit aufnehmen:

Ebenfalls wichtig ist das Setzen der Variablen overwriteprotocol: Diese sollte auf den Wert https gesetzt werden, da Nextcloud hinter einem Proxy (Gateway-Host) läuft und dadurch zunächst beim Ermitteln von URLs nicht klar ist, dass immer HTTPS verwendet wird. Wenn dies nicht korrekt eingestellt ist, dann äußert sich das später meistens darin, dass bestimmte Inhalte (wie das Hintergrundbild während der Anmeldung) nicht angezeigt werden.

Ich empfehle darüber hinaus noch die Umstellung der Zeitzone für die Log-Datei. Dadurch fällt es leichter, den Zeitpunkt von auftretenden Fehlern im Log zu bestimmen:

Wenn man nun den Admin-Bereich der Cloud neu aufruft, sollte die Warnung verschwunden sein und die Meldung Alle Überprüfungen bestanden erscheinen.

Eine Übersicht über alle Parameter der config.php findet man in der Nextcloud-Dokumentation.

Cronjob für Nextcloud einrichten

Nextcloud führt in regelmäßigen Abständen Hintergrund-Aufgaben aus (z.B. Aufräum-Arbeiten). Dies wird in der Standard-Einstellung über AJAX realisiert. Dies ist zwar die einfachste Möglichkeit, jedoch gibt es hier zwei Nachteile: Zum einen kann ein Hintergrund-Job nur dann ausgeführt werden, wenn ein Benutzer angemeldet ist und eine Seite geladen wird. Wenn nun über längere Zeit kein Benutzer aktiv ist, wird der Hintergrund-Job einfach nicht mehr ausgeführt. Zum anderen ist diese Art der Job-Ausführung weniger performant.

Aus diesem Grund wird generell empfohlen, diese Hintergrund-Aufgaben per Cron laufen zu lassen: Hier wird in regelmäßigen Abständen automatisch ein Hintergrund-Dienst gestartet, der dann alle zu erledigenden Hintergrund-Jobs abarbeitet. Die Einrichtung eines Cronjobs ist besonders auf schwacher Hardware empfehlenswert.

Um diesen Cronjob anzulegen, muss zunächst ein neuer Job für den Webserver-Benutzer angelegt werden:

Wenn das System nachfragt, wie wir die Datei bearbeiten möchten, wählt man am besten den bekannten Editor nano. Folgendes wird nun am Ende der Datei eingefügt:

Dies sorgt dafür, dass die Hintergrundarbeiten alle 15 Minuten ausgeführt werden.

Zum Schluss fehlt noch die Umstellung in der Admin-Oberfläche der Cloud. Hier wählt man einfach den Punkt Cron.

Umstellung von AJAX auf Cron

Umstellung von AJAX auf Cron

Ob der Cronjob nun ordnungsgemäß ausgeführt wird, kann man an der Anzeige Letzte Aufgabe ausgeführt erkennen: Immer nach 15 Minuten sollte die Anzeige wieder zurückgesetzt werden (gerade eben).

Weitere Konfiguration der Cloud

Damit ist die grundsätzliche Einrichtung von Nextcloud abgeschlossen. Alle weiteren Einstellungen hängen von individuellen Einsatzzweck der Cloud ab.

Folgende Punkte sind auf jeden Fall einen Blick Wert:

Generell ist bei der erweiterten Konfiguration und Einrichtung ein Blick in das Administrations-Handbuch von Nextcloud sinnvoll.

Optimierung von Nextcloud

Auch wenn die Cloud nun prinzipiell einsatzbereit ist, gibt es noch ein paar Punkte zur Optimierung von Nextcloud. Die Umsetzung ist hier optional und hängt vom späteren Einsatzzweck der Cloud ab.

Fail2ban

Nextcloud bringt einen eingebauten Brute-Force-Schutz mit. Dieser sorgt dafür, dass nach einer gewissen Anzahl an fehlgeschlagenen Login-Versuchen alle weiteren Logins aus dem gleichen Subnetz des Netzwerks gedrosselt werden. Dies führt zu einer verlangsamten Anmeldung an der Cloud (wird bis zu 30 Sekunden verzögert). Auch wenn dies aus Gründen der Sicherheit sinnvoll sein kann, empfehle ich für diese Aufgabe den Einsatz von Fail2ban. Der Einsatz dieses Programms bietet gegenüber dem eingebauten Schutzmechanismus folgende Vorteile:

  • Fail2ban arbeitet IP-basiert. Es wird nur die entsprechende IP blockiert, von er aus zu viele fehlgeschlagene Login-Versuche unternommen werden. Andere Nutzer aus dem gleichen Netzwerk werden dadurch nicht mehr ausgebremst (wie beim Nextcloud-Brute-Force-Schutz).
  • Mit Fail2ban kann nicht nur die Nextcloud-Installation abgesichert werden, sondern auch weitere Teile des Systems (z.B. den SSH-Zugriff).

Ein genereller Hinweis zu Fail2ban: Das Programm kennt zwei Arten von Konfigurations-Dateien: *.conf und *.local. Die conf-Dateien sind dabei die von Fail2ban ausgelieferten Dateien. Wenn Änderungen an der Konfiguration vorgenommen werden sollen, dann sollte man die conf-Dateien nie direkt bearbeiten, da diese bei einem Update von Fail2ban jederzeit überschrieben werden können. Besser ist hier, eine Datei mit dem gleichen Namen, aber der Datei-Endung .local anzulegen. Die local-Dateien werden dabei „on top“ auf die conf-Dateien geladen und überschreiben so die Standard-Einstellungen. Wenn nun bei einem Update von Fail2ban die conf-Dateien geändert werden, sind die individuellen Anpassungen in den local-Dateien davon nicht betroffen. Dadurch kann eure Fail2ban-Installation durch ein Update nicht „kaputt gemacht “ werden.

Installation und Einrichtung Fail2ban

Wenn Fail2ban zum Einsatz kommt, dann ist die Brute-Force-Schutz bei Nextcloud natürlich überflüssig und kann deaktiviert werden. Dies passiert wieder über die config.php von Nextcloud:

Ausgeschaltet wird diese Funktion durch das Hinzufügen folgender Zeile:

Auch sollte in dieser Datei gleich kontrolliert werden, ob die richtige Zeitzone für Nextcloud eingestellt ist. Dies ist wichtig, da Fail2ban ansonsten u.U. auf Grund von falschen Zeitangaben in den Logs nicht richtig funktionieren kann:

Anschließend kann Fail2ban installiert werden:

Nun wird ein spezieller Filter für Nextcloud angelegt:

Die Datei wird nun mit folgendem Inhalt gefüllt:

Damit dieser Filter beim Start von Fail2ban auch geladen wird, muss der Filter dem System noch bekannt gemacht werden:

Diese Datei hat folgenden Inhalt:

Dies sorgt dafür, dass nach drei fehlgeschlagenen Login-Versuchen die entsprechende IP für 1800 Sekunden (30 Minuten) gesperrt (gebannt) wird. Ein negativer Wert bei bantime sorgt für eine permanente Sperre.

Nach einem Neustart ist Fail2ban einsatzbereit:

E-Mail-Versand durch Fail2ban

Fail2ban arbeitet zunächst im Hintergrund: Wenn eine IP gebannt wird, dann bekommt man als Administrator davon zunächst wenig mit, außer man sichtet in regelmäßigen Zeitabständen die entsprechenden Logs.

Eine sinnvolle Erweiterung stellt daher der Versand einer E-Mail dar, wenn Fail2ban tätig wurde. Um einfach unter Linux Mails versenden zu können, kann sSMTP verwendet werden. Die Installation und Einrichtung dieses Programms ist im Artikel Linux: Einfach E-Mails senden mit sSMTP erklärt.

Wenn sSMTP konfiguriert wurde, funktioniert das Senden von Mails über Fail2ban erstaunlich einfach, da der E-Mail-Versand bereits vorgesehen ist. Dazu reicht eine kleine Anpassung an der Datei /etc/fail2ban/jail.local. Am Anfang der Datei werden einfach noch folgende Zeilen hinzugefügt:

destemail ist dabei die Mail-Adresse, an die Benachrichtigungen geschickt werden sollen, sender die Adresse, von der die E-Mail gesendet werden soll. Wichtig ist insbesondere die Zeile action = %(action_mwl)s: Hierdurch werden E-Mails standardmäßig versendet.

Nun bekommt ihr bei allen Aktionen, die Fail2ban vornimmt automatisch eine E-Mail zugesendet. Das einzige, was dabei evtl. etwas unschön ist: Auch wenn ein „Jail“ gestoppt oder geladen wurde, wird eine E-Mail versendet. Startet einfach mal Fail2ban neu (service fail2ban restart) und wundert euch über die „Mail-Flut“. Um wirklich nur noch Mails zu erhalten, wenn eine IP gebannt wurde, sind noch Anpassungen an ein paar Dateien notwendig. Die betroffenen conf-Dateien im Verzeichnis /etc/fail2ban/action.d werden dabei durch entsprechende local-Dateien ergänzt:

  • mail-buffered.local
  • mail.local
  • mail-whois-lines.local
  • mail-whois.local
  • sendmail-buffered.local
  • sendmail-common.local

Im Klartext werden die o.g. Dateien neu angelegt und mit folgendem Inhalt gefüllt:

Nach einem Neustart von Fail2ban werden nun nur noch E-Mails versendet, wenn eine IP gebannt wurde.

Fail2ban Staus und Sperren entfernen

Nun kann es durchaus mal vorkommen, dass man sich selbst aus der Cloud aussperrt, wenn man zu oft falsche Anmelde-Daten eingibt. Probiert es ruhig mal aus, diese Sperre kann auch manuell wieder aufgehoben werden.

Um zu sehen, welche IPs aktuell für Nextcloud gesperrt sind, kann folgender Befehl genutzt werden:

Alle gebannten IPs werden hier in der Liste Banned IP list aufgeführt.
Um eine bestimmte IP zu entsperren reicht folgender Befehl (hier mit der fiktiven IP 48.128.36.83):

Redis

Nextcloud nutzt das sog. Transactional File Locking, um Datei-Sperren auf einer höheren Ebene als dem Dateisystem zu realisieren. Vereinfacht gesagt werden hier Dateien „gelockt“, die gerade im Zugriff sind.

Nach der Standard-Installation nutzt Nextcloud für diese Aufgaben die Datenbank, um solche Sperren zu verwalten. Hier kann mit Redis aber auch eine In-Memory-Datenbank verwendet werden, welche für solche Aufgaben optimiert ist und daher in bestimmten Szenarien einen deutlichen Performance-Schub bringen kann.

Wichtig: Auch wenn hier Potential zur Optimierung besteht, ist der Einsatz von Redis nur für große Cloud-Installationen mit vielen Nutzern und parallelen Zugriffen wirklich sinnvoll. Wenn die private Cloud nur 3-5 Nutzer hat, dann wird man vom Einsatz von Redis kaum einen Effekt spüren.

Die Installation von Redis erfolgt mit den Befehlen:

Nach der Installation muss die In-Memory-Datenbank noch konfiguriert werden:

Wie schon bei PHP bietet es sich hier an, Redis über einen Socket laufen zu lassen. Folgende Einstellungen sind dazu in dieser Datei vorzunehmen:

Mit der Angabe port 0 wird dafür gesorgt, dass Redis prinzipiell nicht auf einem Port „lauscht“. Mit den beiden anderen Zeilen ein Socket für Redis (diese Zeilen sind bereits in der Konfiguration enthalten, jedoch auskommentiert). Wichtig ist auch das Setzen der korrekten Berechtigungen (steht standardmäßig auf 700, dies funktioniert jedoch im Zusammenspiel mit Nextcloud nicht).

Also nächstes wird der Webserver-User www-data in die Gruppe der Redis-Benutzer mit aufgenommen, damit dieser Redis nutzen darf. Wird dieser Schritt vergessen, bekommen man später im Nextcloud-Log Meldungen der Art redis went away zu sehen:

Um Nextcloud nun anzuweisen, Redis für das Transaction File Locking zu verwenden, muss hier noch die config.php angepasst werden:

Folgende Zeilen hier einzufügen:

Zu guter Letzt wird der Redis-Dienst noch neu gestartet, dass die Änderungen auch übernommen werden:

ufw einrichten

ufw (uncomplicated firewall) ist eine Firewall-Lösung, die bei Ubuntu Server bereits vorinstalliert ist. Oftmals übernimmt im privaten Bereich der Router die Aufgabe, sämtlichen eingehenden Traffic ins Heimnetzwerk zu blockieren (daher ist hier ja auch die Freigabe der Ports 80 und 443 notwendig). Daher ist hier die Einrichtung von ufw optional. In manchen Szenarien kann die Einrichtung einer Firewall auf dem Server jedoch helfen, die Sicherheit weiter zu erhöhen.

Bei Distributionen, bei den ufw noch nicht vorhanden ist, kann die Firewall mit folgendem Befehl installiert werden.

Im Prinzip soll hier sämtlicher eingehender Traffic blockiert werden, jedoch mit zwei Ausnahmen:

  • Der Zugriff über SSH (standardmäßig über Port 22) – allerdings nur aus dem Heimnetzwerk (hier 192.168.178.0/24).
  • Zugriff über das Web (Port 80 bzw. 443).

Dies kann mit folgenden Befehlen erreicht werden:

Den Status der Firewall kann man anschließend mit diesem Befehl herausfinden:

Überprüfung der Sicherheit

Der Aspekt der Sicherheit war ja von Anfang an ein Ziel dieses Tutorials. Nach dem Einrichten der Cloud können abschließend noch Tests durchgeführt werden, um zu kontrollieren, ob dieses Ziel erreicht wurde.

Qualys SSL Labs

Der erste Check dient der Überprüfung aller Parameter, die für die SSL-Verschlüsselung zuständig sind. Dazu gehört zum einen das SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt, aber auch alle SSL-Einstellungen seitens nginx.

Für diesen Test kann der SSL Server Test von Qualys SSL Labs verwendet werden. Mit der hier gezeigten Konfiguration sollte auf jeden Fall eine sehr gute  ‚A+‘-Wertung erreicht werden können.

SSL-Test der Nextcloud-Installation

SSL-Test der Nextcloud-Installation

Falls im Rahmen des Tests Sicherheitsmängel festgestellt werden, sollten die beanstandeten Punkte nochmals kontrolliert werden. Meist ist das Problem dazu in den Konfigurations-Dateien von nginx zu finden.

Nextcloud Security Scan

Ein weiterer Sicherheits-Check ist der Nextcloud Security Scan. Hier werden öffentlich verfügbare Informationen (z.B. Nextcloud-Version und vom Webserver ausgelieferte HTTP-Header) überprüft.

Auch hier sollte mit der aktuellen Konfiguration mindestens ein ‚A‘-Rating erreicht werden können. Der einzige Punkt, der hier „Hardenings“ als verbesserungswürdig angezeigt wird, ist „__Host-Prefix“. Dies hat allerdings etwas damit zu tun, dass die Cloud über ein Unterverzeichnis des Webroots aufgerufen wurde und nicht im Webroot selber liegt. Der Punkt stellt somit kein Sicherheitsrisiko dar.

Troubleshooting

Wenn die Einrichtung von Nextcloud nicht wie im Tutorial beschrieben klappen möchte, hier noch ein Hinweis für die Fehlersuche: Es ist wirklich wichtig, dass alle Punkte des Artikels befolgt wurden. Die Praxis zeigt leider, dass die Installation einer Cloud alles andere als trivial ist und man schnell mal einen kleinen Punkt übersieht. Im schlimmsten Fall kann das dann dazu führen, dass „das große Ganze“ dann nicht mehr wie erwartet funktioniert.

In diesem Fall gibt es drei Ansatzpunkte, die zur Lösung des Problems beitragen können oder zumindest einen Hinweis liefern können, wo es genau hakt:

  • nginx Error-Log (zu finden unter /var/logs/nginx/error.log): Dies ist der allgemeine Error-Log von nginx. Hier findet man alle Warnungen und Fehler, die beim Webserver aufgetreten sind. Dies ist meist die wichtigste Anlaufstelle, wenn irgendwelche Probleme auftreten.
  • Nextcloud-Log (zu finden unter /var/nextcloud_data/nextcloud.log): Hier werden Warnungen und Fehler seitens Nextcloud gelistet. Die gleichen Einträge findet man in der Admin-Oberfläche der Cloud. Hier sollte man nachgucken, wenn die Cloud prinzipiell schon mal zu erreichen ist (der Webserver also vermutlich richtig konfiguriert wurde), es aber trotzdem zu Problemen kommt.
  • Chrome Developer Console: Die Developer Console hilft in vielen Fällen, wenn anscheinend gar nichts funktioniert und in beiden o.g. Log-Dateien keine hilfreichen Einträge zu finden sind. Hier wird genau aufgelistet, was mit einem abgesetzten Request passiert. Meist liefert das schon einen konkreten Hinweis auf das Problem.

Einige Probleme scheinen häufiger aufzutreten als andere. Die folgende Liste bietet eine Übersicht über bekannte Probleme und den dazu passenden Lösungen:

Bekannte Probleme und Lösungen

Bei der Ausführung des Cronjobs kommt es zu Fehlern bzgl. Caching/APCu

Es kann passieren, dass im Nextcloud-Log in regelmäßigen Abständen (alle 15 Minuten) folgende Fehlermeldungen zu sehen sind:

Memcache \OC\Memcache\APCu not available for distributed cache
Memcache \OC\Memcache\APCu not available for local cache

Dies liegt meist darin begründet, dass der Cronjob mittels PHP-CLI abläuft, CLI allerdings kein APCu nutzen kann. In diesem Fall muss die php.ini angepasst werden:

Folgender Wert muss hier noch hinzugefügt werden:

Dies sorgt dafür, dass CLI vom Caching über APCu Gebrauch machen kann.

Abschließende Worte

Das war nun eine ganze Menge Arbeit, die sich jedoch gelohnt hat: Ab sofort ist man Herr über die eigenen Daten, ohne von irgendwelchen Cloud-Diensten abhängig zu sein. Man sollte sich nur im Klaren darüber sein, dass das Hosten der eigenen Cloud auch etwas administrativen Aufwand mit sich bringt. Man sollte regelmäßig Updates des Betriebssystems einspielen (apt-get update && apt-get upgrade -V) und auch Nextcloud selbst auf dem aktuellsten Stand halten. Dieser Aufwand hält sich allerdings sehr in Grenzen.

Ich hoffe, dass der Artikel hilfreich ist und so manch einem etwas Zeit (und v.a. Nerven!) bei der Einrichtung der eigenen Cloud sparen kann.
Auch freue ich mich immer über konstruktive Kritik oder Verbesserungsvorschläge. Hinterlasst mir dazu doch einfach einen Kommentar.

Weiterführende Artikel

Links

, , , , , , , , , , , , , ,

Kommentare: 389

  • Domenik sagt:

    Hallo Jan,
    ich möchte das ganze über eine Subdomain aufrufen und die Daten der Cloud auf „media/ext1/Nextcloud/data“ speichern (von mir eine externe Festplatte).

    Meine normale Domain soll ohne SSL-Verschlüsselung auf das ganz normale „/var/www/html“ verweißen.

    Kannst du mir dabei helfen? Habe schon Stunden verbracht und an der Gateway und vHost Konfig herumgespielt, aber ohne den gewünschten Erfolg.

    Zudem bekomme ich beim Aufrufen meiner Website folgende Fehlermeldung:
    403 Forbidden

    Vielen Dank für das Tutorial!

    • Jan sagt:

      Hallo Domenik,

      die Daten der Cloud auf einer externen HDD zu speichern, sollte kein Problem sein. Hierzu muss nur der entsprechende Pfad beim NC-Setup angegeben werden und sicher gestellt sein, dass dieser Pfad auch in open_basedir auftaucht. Falls du deine Cloud schon produktiv einsetzt, wäre es eine Überlegung wert, die ganze Sache nochmal komplett neu aufzusetzen. Es gibt wohl Möglichkeiten, den Datenpfad nachträglich zu verschieben (siehe hier), jedoch wird das offiziell von NC nicht unterstützt.

      Zu deinem anderen Problem hätte ich noch eine Verständnisfrage: Als deine „normale Domain“ meinst du eine weitere Webanwendung/Blog, oder? Das soll dann unter meinedomain.de laufen.
      NC soll dann folglich unter nextcloud.meinedomain.de laufen.
      Dann wäre zunächst einmal die Frage zu klären, wie du die Unterscheidung zwischen Domain und Subdomain hinbekommen willst. Du kannst per DynDNS ja zunächst einmal nur eine Domain oder Sumdomain als DynDNS-Domain verwenden. Wenn du deine normale Domain als DynDNS-Domain verwenden willst, dann könnte eine mögliche Lösung die Verwendung eines CNAME-Eintrags für die Subdomain sein. Hier habe ich allerdings keine Erfahrungen. Ich weiß nur, dass der CNAME-Eintrag beim Provider gesetzt werden muss, das geht meist über die Verwaltungs-Oberfläche deines Webspace-Providers.
      Wenn das dann funktionieren sollte und du sowohl über die Domain als auch über die Subdomain auf deinem lokalen Rechner „rauskommst“, dann würde ich einfach zwei vHosts verwenden: Einen für deine normale Domain, den anderen für NC (ob nun mit oder ohne Gateway-Host müsste eigentlich egal sein). Die Unterscheidung, welcher vHost dann effektiv verwendet wird, wird über den server_name festgelegt. Für deine normale Domain wird einfach diese angegeben, im NC-vHost wird hier die Subdomain angegeben.

      Ich hoffe mal, dass das soweit verständlich ist. Aber das Problem mit zwei Domains/Subdomains auf einem DynDNS-Anschluss solltest du erst einmal hinbekommen, danach kann man weiter sehen.

      Gruß,
      Jan

      • Domenik sagt:

        Hallo Jan,
        erstmal vielen Dank für deine ausführliche Hilfe.

        Mit dem C-NAME Eintrag hat alles funktioniert und läuft jetzt so, wie ich es haben möchte.

        Hier noch ein paar Punkte, die mir durch die Installation Probleme gemacht haben.

        PHP-Konfiguration:

        In den Konfigurations-Dateien:

        /etc/php/7.0/fpm/php.ini
        /etc/php/7.0/cli/php.ini

        musste ich „open_basedir“ auskommentiert lassen,
        da NC (Version 13.0.1) bei mir tausende Fehlermeldungen ausgegeben hat.

        Installation MariaDB (nur für Raspberry Benutzer)

        Mit „mysql_secure_installation“ hat sich, in meinem Fall, kein Passwort setzten lassen.
        Dies musste ich manuell durchführen mit:

        Achtung: Befehle nacheinander eingeben.

        sudo mysql -u root -p
        GRANT ALL ON *.* TO root@localhost IDENTIFIED BY ‚mein Passwort‘ WITH GRANT OPTION;
        flush privileges;
        quit;

        Verzeichnisstruktur (optionale Verbesserung)

        Meines Erachtens, ist es nicht schlau, wenn man den Ordner für Letsencrypt in das Verzeichnis „/var/www/“ legt.
        Habe das ganze bei mir nach „/var/letsencrypt“ verschoben.

        Gateway-Host für Nextcloud vorbereiten

        In der
        /etc/nginx/conf.d/nextcloudtutorial.goip.de.conf
        hat sich ein kleiner Fehler vesteckt.

        proxy_max_temp_file_size 10240m;
        muss abgeändert werden in:
        proxy_max_temp_file_size 1024m;

        Virtuellen Host für Nextcloud anlegen

        Um open_basedir auch im virtuellen Host zu entfernen, muss folgendes auskommentiert werden:

        fastcgi_param PHP_VALUE „open_basedir=/var/www:/tmp/:/var/nextcloud_data:/dev/urandom:/proc/meminfo

        Viele Grüße

        • Jan sagt:

          Hi,

          danke für deinen Input!

          Mit dem open_basedir hatte ich bisher noch keine Probleme. Welche Fehlermeldungen sind hier bei dir erschienen? Ich kann mir das nur so denken, dass NC auf bestimmte Verzeichnisse keinen Zugriff hatte. In diesem Fall muss immer das open_basedir im NC-vHost angepasst werden (also bei fastcgi_param PHP_VALUE). open_basedir komplett auszukommentieren bedeutet im Umkehrschluss immer, dass PHP grundsätzlich auf alle Verzeichnisse zugreifen darf.

          Zum Ordner für LE: Warum sollte man diesen Ordner deiner Meinung nach außerhalb des Webroots ablegen? Es sind ja Inhalte, die über den Webserver ausgeliefert werden (halt nur dann, wenn eine ACME-Challenge von LE angefordert wird). Natürlich kann das root vom LE-vHost auch irgendwo anders liegen, aber da sehe ich keinen Vor- oder Nachteil drin.

          Zum Wert für proxy_max_temp_file_size: Das ist denke ich Geschmacksache. Ich habe mich hier für eine max. temporäre Dateigröße von 10 GB (1024*10) entschieden. Wenn man hier nur 1 GB zulassen möchte, dann ist der Wert 1024m natürlich richtig.

          Gruß,
          Jan

  • Andreas sagt:

    Hallo Jan,

    bei mir hat sich mit Nextcloud 13 ein Problem bezüglich der Kontakte ergeben. Meine Installation habe ich wie in deiner Anleitung beschrieben durchgeführt (Hyper-V, Ubuntu 16.04 LTS usw.).
    Ich kann Dateien in meine Cloud hochladen und löschen, meine Termine über Thunderbird ändern und anlegen.
    Ich kann aber keine Kontakte mit Thunderbird oder meinem Smartphone anlegen und zur Nextcloud hochladen (löschen geht aber). Ich kann die Kontakte aber in Nextcloud anlegen und dann zu Thunderbird/Smartphone synchronisieren.

    Woran kann das liegen?

    • Jan sagt:

      Hi Andreas,

      ich gehe mal davon aus, dass die Kontakte-App soweit richtig funktioniert, da Kontakte ja zumindest über die Web-Oberfläche angelegt/gelöscht werden können. Ich selbst nutze keinen Thunderbird, aber welche URL hast du konkret zum Einbinden der Kontakte verwendet (CardDAV)? Bist du wie in dieser Anleitung vorgegangen?
      Weil mir das eher wie ein spezielles Problem vorkommt, würde ich an deiner Stelle mal einen Issue im entsprechenden GitHub-Repository anlegen.

      Gruß,
      Jan

      • Andreas sagt:

        Hallo Jan,
        letztendlich habe ich keinen Fehler gefunden und Thunderbird nochmal neu installiert. Jetzt geht alles.

        Danke für deine Hilfe und schnellen Antworten

  • Michael sagt:

    Hallo,

    ich bin ganz nach der Anleitung vorgegangen. Das Ergebnis ist prima, meine eigene Nextcloud läuft. Vielen Dank an dieser Stelle an den Autor.

    Was ich nicht zum Laufen gebracht habe, ist das Einbinden des externen Speichers. Ich betreiben die Cloud jetzt auf einem Nuc. Der mit einer Systemssd, auf der Nextcloud installiert ist, und einer zusätzlichen SSD (unter /mnt …) läuft. Auch mit der Anleitung hier (https://docs.nextcloud.com/server/13/admin_manual/configuration_files/external_storage/local.html) bekomme ich es nicht hin, den Ordner auf der SSD hinzuzufügen. Ideal wäre, wenn alle users der Cloud alles in den Ordner legen (mit „/“).

    Ich wäre für Hilfe dankbar.

  • Michael sagt:

    Moin,

    ich bin dem Fehler auf der Spur. In der Log finde ich folgenden Eintrag: open_basedir restriction in effect. File(\/mnt\/tank\/nextcloud_data) is not within the allowed path(s): (\/var\/www:\/tmp\/:\/var\/nextcloud_data:\/dev\/urandom:\/proc\/meminfo)

    Für mich heißt das, dass ich entweder einen symbolischen Link in die erlaubten Verzeichnisse setze oder den Ordner in der Config hinzufüge, richtig?

    Für die iOS-Apps bekomme ich immer die Fehlermeldung „Undefined offset“. Über die Dateien-App bleibt das Popup leider leer. Lässt sich das fixen?

    Herzliche Grüße
    Michael

    • Jan sagt:

      Hi Michael,

      nun wollte ich gerade auf deinen letzten Kommentar antworten, da kam schon die nächste Antwort von dir. 😉

      Ich hätte nun auch mal auf einen fehlenden Eintrag in open_basedir getippt. Das musst du noch im vHost für Nextcloud (bei fastcgi_param PHP_VALUE) machen. Dann sollte (nach einem Neustart des Webservers) der externe Speicher eingebunden werden können.

      Wie du dann externen Speicher als „Root-Verzeichnis“ der Cloud einbinden kannst, habe ich hier beschrieben.

      Dein anderes Problem tritt nur unter iOS auf? Desktop-Client funktioniert soweit? Ich kann mit dem Fehler leider nichts anfangen, habe aber hier etwas gefunden. Handelt es sich bei dir um den gleichen Fehler? Der sollte (so wie ich das verstehe) schon mit NC 12 behoben worden sein.

      Ich war auch mal so frei und habe deinen doppelten Beitrag gelöscht.

      Gruß,
      Jan

      • Michael sagt:

        Hallo Jan,

        vielen herzlichen Dank für Deine Antwort. Das mit open_basedir war genau richtig. So kann ich die Files ohne Probleme auf die Festplatte auslagern, ohne irgendetwas verschieben zu müssen.

        Der Fehler mit dem leeren App-Fenster hatte damit zu tun, dass keine Files hochgeladen waren. Nach dem Hochladen ist das Fenster nun nicht mehr leer.

        Der Fehler mit dem Offset hat offenbar mit dem Calendar zu tun. In der Log steht mal 0 at und mal 1 at. Hier die beiden Meldungen:

        : 0 at \/var\/www\/nextcloud\/apps\/dav\/lib\/CalDAV\/Activity\/Provider\/Calendar.php#231″,“userAgent“:“Mozilla\/5.0 (iOS) Nextcloud-iOS\/2.20.6″,“version“:“13.0.1.1″}
        {„reqId“:“ZAHLENUNDBUCHSTABEN“,“level“:3,“time“:“2018-03-24T13:18:48+01:00″,“remoteAddr“:“IPADRESSE“,“user“:“USERNAME“,“app“:“PHP“,“method“:“GET“,“url“:“\/nextcloud\/ocs\/v2.php\/cloud\/activity?format=json“,“message“:“Undefined offset

        : 1 at \/var\/www\/nextcloud\/apps\/dav\/lib\/CalDAV\/Activity\/Provider\/Calendar.php#232″,“userAgent“:“Mozilla\/5.0 (iOS) Nextcloud-iOS\/2.20.6″,“version“:“13.0.1.1″}
        {„reqId“:“ZAHLENUNDBUCHSTABEN“,“level“:3,“time“:“2018-03-24T13:18:48+01:00″,“remoteAddr“:“IPADRESSE“,“user“:“USERNAME“,“app“:“PHP“,“method“:“GET“,“url“:“\/nextcloud\/ocs\/v2.php\/cloud\/activity?format=json“,“message“:“Undefined offset

        Mir sagt das erst einmal nichts. Vielleicht hast Du ja ne Idee.

        Herzliche Grüße
        Michael

        • Jan sagt:

          Hi Michael,

          kannst du den Fehler mit dem „Undefined offset“ auch provozieren, wenn du nur die Web-Oberfläche von NC verwendest, um Kalender zu betrachten? Nicht dass das ein iOS-spezifisches Problem darstellt.

          Ich habe dazu einen Issue auf GitHub gefunden, der ganz ähnlich klingt. Aber hier ist die Rede davon, dass die Kalender trotz des Fehlers ordnungsgemäß funktionieren.

          Gruß,
          Jan

          • Michael sagt:

            Hallo Jan,

            vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht.

            Das Problem tritt, wenn ich das richtig sehe, nur beim Betrachten via Web-Oberfläche auf. Ich habe den Kalender auf keinem iOS-Gerät eingebunden. Daher wunderte ich mich auch. Oder kann es auch an Lightning in TB liegen? Sobald ich den Kalender und die Kontakte lösche, ist alles in Butter.

            Ich habe ja in die nextcloud.conf bei open_basedir /mnt/tank angegeben. Darin habe ich einen Ordner nextcloud und einen mit meinem Usernamen erzeugt. Rechte sind richtig gesetzt. Diesen weise ich als Admin in der Weboberfläche dem Usernamen zu. Das klappt soweit auch. Trotzdem tauchen in der Log Meldungen auf:

            {„reqId“:“ZAHLENUNDBUCHSTABEN“,“level“:3,“time“:“2018-03-24T14:45:01+01:00″,“remoteAddr“:““,“user“:“–„,“app“:“PHP“,“method“:“–„,“url“:“–„,“message“:“realpath(): open_basedir restriction in effect. File(\/mnt\/tank\/nextcloud\/USERNAME) is not within the allowed path(s): (\/var\/www\/:\/tmp\/:\/ var\/nextcloud_data) at \/var\/www\/nextcloud\/lib\/private\/Files\/Storage\/Local.php#67″,“userAgent“:“–„,“version“:“13.0.1.1″}

            Herzliche Grüße
            Michael

  • Michael sagt:

    PS: Der Eintrag in der conf sieht so aus:

    fastcgi_param PHP_VALUE „open_basedir=/var/www:/tmp/:/var/nextcloud_data:/dev/urandom:/proc/meminfo:/mnt/tank

    • Jan sagt:

      Hi,

      kann es sein, dass das eine Fehlermeldung aus dem Cron-Job ist? Mich wundert, dass die Fehlermeldung andere Pfade aufführt, als du im NC-vHost eingetragen hast. Für Cron-Jobs gelten andere Einstellungen für open_basedir. Die entsprechenden open_basedir Anweisungen müssen zusätzlich noch in der Datei /etc/php/7.0/cli/php.ini vorgenommen werden (siehe hier).

      Gruß,
      Jan

      • Michael sagt:

        Hallo Jan,

        vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht. Das kann gut möglich sein, dass das die Fehlermeldung vom Cron-Job ist. Jetzt, wo Du es sagst, bin ich mir fast sicher.

        Ich habe das Ganze vorerst wieder rückgängig gemacht. Beim Testen ist mir aufgefallen, dass die Funktion eines „Public Upload“-Ordners nicht funktioniert, wenn die Files auf einen externen Pfad laufen. Komisch, ich habe das Teilen nicht hinbekommen. Obwohl via Admin aktiviert, stand die Funktion nicht zur Verfügung. Daher mein Rück-Schritt.

        Jetzt treten keine Fehler mehr in der nextcloud.log auf.

        Zwei Fragen noch:

        1) Wird die config.php eigentlich überschrieben/neu geschrieben? Beim Update vielleicht? Ich hatte die Einträge wie in Deinem How-To vorgenommen, aber in der Config wurde z.B. aus \OC\Memcache\APCu plötzlich \\OC\\Memcache\APCu. Ist das normal oder muss ich das korrigieren?

        2) Das Cert von letsencrypt lasse ich via Cron-Job aktualisieren, was auch gut funktioniert. Allerdings quittiert mir der Cron-Job die Aktualisierung mit „Cert not yet due for renewal“. Heißt so viel wie: cert muss nicht aktualisiert werden, also wir es nicht aktualisiert?

        Vielen Dank im Voraus!

        Herzliche Grüße
        Michael

        • Jan sagt:

          Hi Michael,

          komisch, dass das Teilen auf externem Speicher nicht klappt. Eigentlich sollte das ja vollkommen egal sein, wo wie Daten liegen, solange der externe Speicher ordnungsgemäß eingebunden wurde. Es gibt hierfür meines Erachtens auch keine spezielle Option, das Teilen auf externem Speicher zu unterbinden.

          Zu deinen Fragen:
          1. Es kann durchaus passieren, dass die config.php von NC eigenständig modifiziert wird. Das mit den doppelten Slashes ist normal und muss nicht manuell korrigiert werden.
          2. Ganz genau. Die Zertifikate haben eine Gültigkeit von 90 Tagen und werden beim Erneuern auch erst kurz vor Ablauf dieser 90 Tage auch tatsächlich ausgetauscht. Von daher alles gut.

          Gruß,
          Jan

  • Michael sagt:

    NB: \\OC\\Memcache\\APCu natürlich 😉

  • Michael sagt:

    Hallo Jan,

    vielen herzlichen Dank für Deine Nachricht und Antworten. Großes Lob an Dich dafür. Für den tollen Support hier und die Mühe, die Du Dir damit machst.

    Jetzt klappt alles mit dem externen Speicher. Ich Dösel hatte vergessen das Teilen in der Freigabe zu aktivieren. /etc/nginx/conf.d/nextcloud.conf und /etc/php/7.0/cli/php.ini sind entsprechend angepasst. Ich erhalte nun auch keine Fehlermeldungen mehr.

    In meiner Unwissenheit habe ich die doppelten Stashes in der /var/www/nextcloud/config/config.php korrigiert. Ich hatte vorher ein Backup der Datei angelegt. Dieses habe ich jetzt wieder zurück eingespielt. Die Rechte musste ich von root:root auf www-data:www-data anpassen. Ich habe das einfach mit chown -R www-data:www-data /var/www gemacht. Ich hoffe, das war in Ordnung.

    Kann man diese config.php irgendwie überprüfen, ob alles ordnungsgemäß eingestellt ist?

    Herzliche Grüße
    Michael

  • Wonko sagt:

    Sehr schöne Anleitung. Hat alles prima geklappt!

    Nun würde ich jedoch gerne das Subverzeichnis für den Aufruf von NextCloud entfernen wollen, sodass ich direkt beim Aufruf der Domain drauf komme.

    Jemand einen Tip, wie ich das am einfachsten hinbekomme? Gibt es Nebenwirkungen mit der Lets Encrypt installation dann?

    Danke & Grüße
    Wonko

    • Jan sagt:

      Hallo Wonko,

      schau mal in den Kommentaren zu diesem Artikel, die Frage kam schon öfers auf.
      Wenn du mit einem Redirect zufrieden bist, dann kannst du einfach den Gateway-vHost modifizieren, so dass du immer auf /nextcloud weitergeleitet wirst:
      location = / {
      # Disable access to the web root, the Nextcloud subdir should be used instead.
      # deny all;

      # If you want to be able to access the cloud using the webroot only, use the following command instead:
      rewrite ^ /nextcloud;
      }

      Wenn dir das nicht reicht und du Nextcloud immer im Web-Root laufen lassen willst, dann passt das Konstrukt mit dem Gateway-Host nicht mehr so richtig. Dazu findest du dann hier eine Lösung (Abschnitt „Nextcloud in the webroot of nginx“).

      Gruß,
      Jan

  • Michael Lupczyk sagt:

    Hallo Jan,

    nachdem ich diese super Anleitung jetzt schon fast auswendig kann (ich erzähle mal lieber nicht wie oft ich das ein den letzten 9 Tagen aufgrund diverser Rückschläge und Unwissenheit durchgemacht hab), hänge ich leider jetzt an einem -für mich völlig- neuem Problem fest. Für jemanden wie mich , der letzes mal Kommandozeile unter DOS benutzt hat, ergibt unter Linux dann doch nicht mehr alles einen Sinn.

    Nextcloud läuft – ich kann auch alles erreichen. Ich kann auch einen lokalen Speicher in Nextcloud hinzufügen (bei mir /mnt/usbdrive), also ist die open_basedir-Sache auch richtig eingestellt

    ABER

    ich kann dort weder Ordner noch Dateien hinkopieren, erstellen — nix. 1TB hängt nutzlos am Pi….

    Ich habe schon einen Wust an chown und chmod Befehlen ausgeführt um dem User www-data Rechte zu übertragen aber nichts hilft.

    Sie scheint auch richtig eingehängt zu sein, denn mit „lsblk“ zeigt er mir den Mountpoint an.

    Hättest Du eine Idee was da los sein könnte? Ich kann echt nur glauben, dass irgendwelche User/Group-Berechtigungen falsch sind und vermute dass auch nach einem Neustart irgendwas anders ist, obwohl er sie mounted….

    In jedem Fall Danke Dir für die super Anleitung!

    Grüße

    Michael

    Ich hab übrigens folgende fstab-Einstellung (da das mit der UUID auch nicht so recht klappt, gibt es nur die eine Platte):

    /dev/sda1 /mnt/usbdrive auto noatime 0 0 (Platte ist NTFS formatiert)

    • Michael Lupczyk sagt:

      Hat sich erledigt 🙂

      Chmod 750 und den Ordner per ssh erstellt funktioniert jetzt…
      auch wenn ich gedacht hätte das mit chmod 777 alle alles dürften…

      Frohe Ostern 🙂
      Michael

      • Jan sagt:

        Hallo Michael,

        jetzt wollte ich dir gerade auf deinen ursprünglichen Beitrag antworten, aber das ist nun ja wohl hinfällig.
        Super, dass es nun bei dir funktioniert und die 1 TB nicht nutzlos am Raspi rumhängen. 😉

        Gruß,
        Jan

  • Michael sagt:

    Hallo Jan,

    hier noch einmal ne Frage zur error.log von nginx. Ich habe da mehrere Fehler und Warnungen, aus denen ich nicht schlau werden.

    [crit] 513#513: *15515 SSL_do_handshake() failed (SSL: error :1417D102:SSL routines:tls_process_client_hello:unsupported protocol) while SSL handshaking, client: 212.104.165.92, server: 0.0.0.0:443

    [error] 513#513: *15711 „/etc/nginx/html/_asterisk/index.html“ is not found (2: No such file or directory), client: 46.161.55.106, server: DYNDNSADRESSE, request: „GET /_asterisk/ HTTP/1.1“, host: „IPDESISP“

    [error] 513#513: *24 open() „/etc/nginx/html/favicon.ico“ failed (2: No such file or directory), client: IPADRESSEROUTER, server: DYNDNSADRESSE, request: „GET /favicon.ico HTTP/2.0“, host: „DYNDNSADRESSE“

    Herzliche Grüße
    Michael

    • Jan sagt:

      Hallo Michael,

      OK, gehen wir die Meldungen mal durch:
      1. Hier funktioniert der „SSL-Handshake“ nicht. Ich vermute hier mal folgendes:
      Du hast vermutlich im Gateway-vHost folgende Zeile: ssl_protocols TLSv1.2;
      Hier wird das Protokoll festgelegt und auf diese Art und Weise auf TLS 1.2 „festgetackert“. Wenn ein Client nun kein TLS 1.2 unterstützt, dann kommt es zu Fehlern. Das muss dann aber schon ein sehr alter Client sein, wie auch im Tutorial erwähnt:
      # Not using TLSv1 will break:
      # Android < = 4.4.40 # IE <= 10 # IE mobile <=10 # Removing TLSv1.1 breaks nothing else!

      Hier könntest du notfalls auch TLS 1.1 aktivieren: ssl_protocols TLSv1.1 TLSv1.2;
      Mehr Infos dazu findest du hier.

      2. Dieser Fehler sagt eigentlich nur aus, dass ein Client versucht, auf eine Datei zuzugreifen, die nicht existiert. Hier müsste man wissen, was das für ein Client ist und was er mit dem Zugriff bezwecken will.

      3. Dieser Fehler ist das gleiche nochmal, nur dass hier auf ein Favicon zugegriffen werden soll.

      Die Fehler 2 und 3 kannst du denke ich mal ignorieren.
      Bei Fehler 1 würde ich mal nachforschen, warum ein Client nicht mit TLS 1.2 zurecht kommt und ggf. TLS 1.1 im entsprechenden vHost hinzufügen.

      Gruß,
      Jan

      • Michael sagt:

        Lieber Jan,

        vielen herzlichen Dank für Deine Antwort. Was Fehler 2 und 3 betrifft, hast Du, denke ich, recht.

        Bei Fehler 1 bin ich mir unsicher. Ich kenne die IP nicht. Von meinen Clients ist es definitiv keiner. Auf dem PC nutze ich den aktuellen Clienten und auf dem iPhone und iPad die entsprechenden (aktuellen) Apps. Das Webinterface nutze ich kaum; und wenn, dann nur über einen aktuellen Firefox. Auch die Log-Zeiten passen nicht. Und die IP ändert sich. Ich fische da ein wenig im Trüben. Was meinst Du? sollte ich TLS 1.1 hinzufügen?

        Herzliche Grüße
        Michael

        • Jan sagt:

          Hi Michael,

          die IP hatte ich gar nicht genauer untersucht. Es handelt sich auf jeden Fall nicht um eine IP deines lokalen Netzwerks (212.104.165.92). Wenn man diese IP traced, dann ist das eine IP, die irgendwo in Spanien lokalisiert wird. Wenn du jetzt nicht zufälligerweise in deiner Finca in Spanien sitzt ( 😉 ), dann würde ich das mal so interpretieren, dass hier irgendjemand/irgendetwas versucht, auf deinen Webserver zuzugreifen. Das ist aber nicht weiter wild oder verwunderlich, da der Server ja öffentlich im Internet hängt. Nextcloud selbst ist ja Passwort-geschützt.

          Auf jeden Fall würde ich kein TLS 1.1 hinzufügen, wenn deine eigenen Clients alle wie erwartet funktionieren.

          Gruß,
          Jan

  • Klaus Baumann sagt:

    Hallo,
    ich bin ein Neuling was Linux angeht, möchte mich aber beruflich bedingt damit auch beschäftigen. Ich finde die Anleitung erst mal richtig gut geschrieben, habe sie zwar aus Zeitgründen noch nicht angewendet, mache es aber. Ich habe noch einen alten PC (Ubuntu Server 16.04 läuft schon, ist ein alter Pentium). Meine Überlegung ist aber, dass System zu erneuern. Kann ich das auch in ein RAID-System integrieren??
    Vielen Dank
    Klaus

    • Jan sagt:

      Hallo Klaus,

      klar, das mit RAID dürfte kein Problem sein. Der über einen RAID-Verbund bereit gestellte Speicherplatz hängt ja „transparent“ im System als einfacher Speicher.
      Allerdings solltest du dir genau bewusst sein, warum du RAID haben willst, bzw. dir den zusätzlichen Aufwand antun willst. Ich habe dazu auch mal hier was geschrieben, auch wenn der Artikel schon recht alt ist.
      Kurz: RAID ist kein Backup, sondern dient lediglich der Datenverfügbarkeit (nicht der Datensicherheit – dazu brauchst du Backups). Um einen RAID-Verbund aufzubauen würde ich auch kein „Onboard-RAID“ empfehlen, was viele Mainboards anbieten – das ist meist auch nur ein „Fake-RAID“.Wenn RAID, dann mit richtiger RAID-Karte inkl. BBU oder USV am Rechner selbst. Ohne BBU/USV kann es passieren, dass dir dein RAID zerschossen wird, wenn es mal einen Stromausfall geben sollte. Auch würde ich bei dem recht beliebten RAID 5 (eine HDD kann ausfallen) nur max. 1 TB große Festplatten empfehlen. Ansonsten kann es hier beim Ausfall einer Platte passieren, dass dir bei Rebuild (max. Belastung aller Festplatten über mehrere Stunden) auch die nächste Platte abraucht und dann ist das RAID nunmal futsch.

      Gruß,
      Jan

  • user sagt:

    Hallo,

    erstmal recht herzlichen Dank für das tolle tutorial!

    Folgende änderungen habe ich vorgenommen:
    – datenverzeichnis ist auf /mnt/raid/data
    – nextcloud ist direkt über meine domain erreichbar

    Leider habe ichnoch folgende fehler welche ich nach eingigen stunden kopfzerbrechen nicht lösen kann:
    – cron funktioniert nicht Fehler: Die Ausführung des Cron-Jobs über die Kommandozeile war nicht möglich. Die folgenden technischen Fehler sind dabei aufgetreten: Your data directory is invalid Ensure there is a file called „.ocdata“ in the root of the data directory. Cannot create „data“ directory This can usually be fixed by giving the webserver write access to the root directory. See https://docs.nextcloud.com/server/13/go.php?to=admin-dir_permissions

    – Theming funktioniert nicht, ich kann weder Farbe, logo noch Loginhintergrund verändern. (slogan funktioniert)

    Ich hoffe du kannst mir helfen 🙂

    • Jan sagt:

      Hi,

      du hast ja das Datenverzeichnis auf /mnt/raid/data geändert. Damit das funktioniert, muss dieses Verzeichnis bei open_basedir mit aufgenommen werden. Zunächst einmal im vHost für Nextcloud (bei fastcgi_param PHP_VALUE…). Das hast du vermutlich schon gemacht, da er ansonsten gar kein Zugriff auf das Verzeichnis hätte. Damit der Cron-Job allerdings auch läuft, musst du diese Änderung auch noch in der Datei /etc/php/7.0/cli/php.ini vornehmen (da Cron über CLI läuft).

      Wenn das mit dem Theming nicht funktioniert, ruf deine Seite mal mit aktivierter Developer-Console im Browser (meistens F12) auf. Kommen da irgendwelche Fehler bzgl. „Mixed Content“? In diesem Fall mal in die NC-Config schauen (/var/www/nextcloud/config/config.php). Hier müssten folgende Einträge zu finden sein:
      'overwrite.cli.url' => 'https://meinedomain.de',
      'overwriteprotocol' => 'https',

      Falls diese Einträge nicht zu finden sind, einfach hinzufügen und den Webserver einmal neu starten. Dann sollte das Theming eigentlich wieder funktionieren.

      Gruß,
      Jan

  • Sebastian sagt:

    Moin, erst einmal : eine super Anleitung. Bei mir klappt aber die Einbindung einer USB Festplatte ( ext4 ) nicht. Gemountet unter /mnt/medien, dann nach Anleitung sudo chown -R www-data:www-data /mnt/medien, sudo chmod -R 0750 /mnt/medien. Danach Einbindung über externel storage : Medien, Local, ,/mnt/medien. Egal wie immer ein roter Punkt ! Gleiches bei smb.
    was fehlt ? Hilfe wird dankbar angenommen
    Gruß Sebastian

    • Jan sagt:

      Hi Sebastian,

      ohne weitere Infos würde ich mal darauf tippen, dass der externe Speicher nicht bei open_basedir enthalten ist (im NC-vHost und in der CLI-php.ini).
      Für mehr Infos wäre es wichtig zu wissen, was im Nextcloud-Log steht.

      Gruß,
      Jan

  • user sagt:

    DANKE!!! hat geholfen

  • Michael L sagt:

    Hallo Nochmals 🙂

    Ich habe jetzt eine neue „Herausforderung“ und hoffe auf Hilfe.
    Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen interessant oder sogar einen kleinen Beitrag wert…

    Ich versuche jetzt parallel zu meinem Nextcloudserver CUPS zum laufen zu bringen um meine Drucker von überall (und auch vom iPad/iPhone) aus zu benutzen. Wer weis ob man nicht mal was wichtiges drucken muss wenn man grad mit dem Handy auf dem Klo sitzt ;p

    Ich hab bisher erfolglos folgendes gemacht:

    im Gateway-Host folgendes eingefügt (unter allem aus dem Tutorial):
    __________________________________________
    server {
    listen 632 default_server;
    server_name 192.168.192.48;

    root /etc/cups;

    location ^~ /.well-known/acme-challenge {
    proxy_pass http://127.0.0.1:631;
    proxy_redirect off;
    }
    }
    ________________________________________

    Ich hab dann entsprechend einen vHost in /etc/nginx/sites-enabled/cups.conf angelegt:
    ________________________________________

    server {
    listen 127.0.0.1:631;
    server_name 127.0.0.1;

    location ^~ /.well-known/acme-challenge {
    default_type text/plain;
    root /etc/cups;
    }
    }
    ________________________________________

    Wahrscheinlich habe ich da einen Denkfehler…NGINX gibt nach restart eine Fehlermeldung aus (meistens bind: Port schon vergeben.
    Ich hab auch schon mit den Ports rumhantiert (einfach mal andere Ports aus der 630er Reihe genommen, z.B. 632->633)), dann startet NGINX auch, aber ich komm einfach nicht auf die Web-Oberfläche von CUPS…

    Standardmäßig ist CUPS auch auf Listen 631 eingestellt.

    Habe ich vielleicht noch irgendwas anderes übersehen? aber open_basedir kann es doch auch nicht sein…glaube ich…

    Über Ideen bin ich wie immer heil froh 🙂

    Grüße

    Micha

    P.S. Diesmal warte ich auch auf eine Antwort; mir fällt nämlich wirklich nichts mehr ein….

    • Jan sagt:

      Hi Micha,

      ja, da hast du glaube ich wirklich einen Denkfehler.
      Wenn du CUPS installiert hast, dann ist das quasi eine eigenständige Webanwendung. Im Prinzip müsstest du das dann nur durch einen proxy_pass weiterleiten:
      location /cups {
      proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
      proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
      proxy_buffering off;
      proxy_pass http://127.0.0.1:631/;
      }

      Soweit die Theorie, dennoch funktioniert das so auch leider nicht zu 100%. Du wirst zwar die Weboberfläche sehen, allerdings sind alle Links (z.B. auf das Admin-Panel) falsch und du wirst damit nicht arbeiten können. Ich habe das auf die Schnelle auch nicht geschafft, CUPS auf diese Art und Weise zum Laufen zu bekommen.

      Daher ein anderer Ansatz:
      Ich würde das „Tunneln“ durch den Webserver sein lassen und CUPS direkt (also über Port 631) verfügbar machen. Zunächst sämtliche Änderungen am nginx vHost rückgängig machen und den Webserver neu starten.
      Dann gehen wir in das CUPS Config-File (nano /etc/cups/cupsd.conf). Hier suchst du nach der Zeile „Listen localhost:631“ und ersetzt dies durch „Listen 0.0.0.0:631“. Damit wird CUPS auch von einem entfernten Rechner bedienbar.
      Als nächstes suchst du dir „# Restrict access to the server…“ und fügst eine Zeile unter dem „Order,allow,deny“ folgendes ein: Allow @local
      Der ganze Block sieht dann so aus:

      <Location />
      Order allow,deny
      Allow @local
      </Location>

      Das gleiche dann für den Block unter „# Restrict access to the admin pages…“ und „# Restrict access to configuration files…“
      Anschließend ein service cups restart.
      Zum Schluss musst du nur noch deinen User, mit dem du dich normalerweise an der Linux-Maschine anmeldest, auch nicht zu den Print-Usern hinzufügen: sudo usermod -a -G lpadmin MeinBenutzer
      Das brauchst du z.B. wenn du einen Drucker hinzufügen möchtest. Dann kommt in der Admin-UI von CUPS eine Benutzer-/Passwort-Abfrage. Hier dann einfach User/Pass deines Linux-Benutzers eingeben.

      Auf diese Weise sollte das ganze eigentlich wunderbar funktionieren.

      Gruß,
      Jan

      • Michael L. sagt:

        Hi Jan,

        danke für die Hilfe!!!
        Ich hab noch lange keinen Erfolg mehr gehabt, bis ich auch mal die Ports gescannt hab—-und siehe da: ich habe ufw vergessen :-/

        Alzheimer lässt grüßen

        Viele Grüße

        Micha

        • Jan sagt:

          Hallo Michael,

          jam an ufw muss man immer denken, wenn man auf „neuen“ Ports auf den Rechner zugreift. Da bin ich auch oft schon fast am verzweifeln gewesen. 😉
          Wie hast du das nun gelöst? Erfolgt der Zugriff auf CUPS nun über den Gateway-Host, oder hast du das „standalone“ neben Gateway-Host und anderen vHosts gelöst?

          Gruß,
          Jan

          • Michael L. sagt:

            Hi Jan,

            ich habe es standalone eingerichtet – läuft nebenher.
            Ja, ich bin wegen einem der Kommentare nach meinem drauf gekommen, dass da was mit den Ports nicht stimmen kann und dann fiel mir ufw ein… gab erstmal ne schöne laute „facepalm“ hier zu hause 🙂

            Ehrlicherweise braucht man auch nicht tunneln, denn was hat man von einem Ausdruck, wenn man nicht eh in der Nähe des Druckers ist. So nerdig bin ich nicht, dass ich aus einem anderen Land zuhause drucken müsste ;p
            Port 631 ist auch nur im Heimnetzwerk offen…das sollte genügen.
            Für mich funktioniert es bisher gut 🙂

            Grüße
            Micha

  • André sagt:

    Hallo.
    Ich habe das ALLES schon gemacht, bis ich ein Update von 13 auf 13.0.1 eingespielt habe…. jetzt geht nischt mehr. Egal.
    Meine brennende Frage: ist die ganze Geschichte auch unter Docker realisierbar? Ich gehe stark davon aus, aber bin mir nicht sicher.
    Beste Grüße
    André

    • Jan sagt:

      Hi André,

      ja, unter Docker bekommt man NC auch zum laufen, siehe hier. Allerdings muss ich gestehen, dass ich damit noch keine Erfahrungen sammeln konnte.

      Die interessantere Frage wäre für mich, warum nach dem Update auf NC 13.01 bei dir nix mehr geht. Findest du dazu mehr Infos in den Logs (NC bzw. vielleicht auch nginx)? Vielleicht kann man ja noch was retten. Wundert mich auch insofern, weil ich bisher noch nie irgendwelche Probleme nach einem NC-Update hatte…

      Gruß,
      Jan

  • Jörg sagt:

    Hallo,
    danke für die Tolle anleitung, ich habe damit meinen Nextcloudserver auch Installiert bekommen.
    Jetzt zu meinem Problem:
    Bei einigen Dokumenten bekomme ich im Client die fehlermeldung:
    -server replied: Internal Server Error

    Auf dem Server habe ich eine menge Einträge ind /var/log/nginx/error.log

    2018/04/13 18:15:44 [warn] 20999#20999: *254550 an upstream response is buffered to a temporary file /var/cache/nginx/fastcgi_temp/2/81/0000000812 while reading upstream, client: 127.0.0.1, server: 127.0.0.1, request: „GET /nextcloud/remote.php/dav/files/……..

    Und auf der Webseite unter /nextcloud/settings/admin/logging

    Doctrine\DBAL\Exception\UniqueConstraintViolationException: An exception occurred while executing ‚INSERT INTO oc_file_locks (key,lock,ttl) SELECT ?,?,? FROM oc_file_locks WHERE key = ? HAVING COUNT(*) = 0′ with params [„files\/6ec43578a9da70bd4d2a0e8f6795bff8“, 1, 1523637667, „files\/6ec43578a9da70bd4d2a0e8f6795bff8“]: SQLSTATE[23000]: Integrity constraint violation: 1062 Duplicate entry ‚files/6ec43578a9da70bd4d2a0e8f6795bff8‘ for key ‚lock_key_index‘

    /var/www/nextcloud/3rdparty/doctrine/dbal/lib/Doctrine/DBAL/DBALException.php – line 128: Doctrine\DBAL\Driver\AbstractMySQLDriver->convertException(‚An exception oc…‘, Object(Doctrine\DBAL\Driver\PDOException))
    /var/www/nextcloud/3rdparty/doctrine/dbal/lib/Doctrine/DBAL/Connection.php – line 1015: Doctrine\DBAL\DBALException driverExceptionDuringQuery(Object(Doctrine\DBAL\Driver\PDOMySql\Driver), Object(Doctrine\DBAL\Driver\PDOException), ‚INSERT INTO oc...', Array)
    /var/www/nextcloud/lib/private/DB/Connection.php - line 216: Doctrine\DBAL\Connection->executeUpdate('INSERT INTO
    oc…‘, Array, Array)
    /var/www/nextcloud/lib/private/DB/Adapter.php – line 114: OC\DB\Connection->executeUpdate(‚INSERT INTO `oc…‘, Array)
    /var/www/nextcloud/lib/private/DB/Connection.php – line 254: OC\DB\Adapter->insertIfNotExist(‚*PREFIX*file_lo…‘, Array, Array)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Lock/DBLockingProvider.php – line 119: OC\DB\Connection->insertIfNotExist(‚*PREFIX*file_lo…‘, Array, Array)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Lock/DBLockingProvider.php – line 164: OC\Lock\DBLockingProvider->initLockField(‚files/6ec43578a…‘, 1)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Common.php – line 709: OC\Lock\DBLockingProvider->acquireLock(‚files/6ec43578a…‘, 1)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Wrapper/Wrapper.php – line 592: OC\Files\Storage\Common->acquireLock(‚files/KWK/KWK-V…‘, 1, Object(OC\Lock\DBLockingProvider))
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Wrapper/Wrapper.php – line 592: OC\Files\Storage\Wrapper\Wrapper->acquireLock(‚files/KWK/KWK-V…‘, 1, Object(OC\Lock\DBLockingProvider))
    /var/www/nextcloud/apps/files_sharing/lib/SharedStorage.php – line 405: OC\Files\Storage\Wrapper\Wrapper->acquireLock(‚files/KWK/KWK-V…‘, 1, Object(OC\Lock\DBLockingProvider))
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/Storage/Wrapper/Wrapper.php – line 592: OCA\Files_Sharing\SharedStorage->acquireLock(‚KWK-Verkauft/20…‘, 1, Object(OC\Lock\DBLockingProvider))
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/View.php – line 1926: OC\Files\Storage\Wrapper\Wrapper->acquireLock(‚KWK-Verkauft/20…‘, 1, Object(OC\Lock\DBLockingProvider))
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/View.php – line 2040: OC\Files\View->lockPath(‚/KWK/KWK-Verkau…‘, 1)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/View.php – line 1134: OC\Files\View->lockFile(‚/KWK/KWK-Verkau…‘, 1)
    /var/www/nextcloud/lib/private/Files/View.php – line 987: OC\Files\View->basicOperation(‚fopen‘, ‚/KWK/KWK-Verkau…‘, Array, ‚r‘)
    /var/www/nextcloud/apps/dav/lib/Connector/Sabre/File.php – line 337: OC\Files\View->fopen(‚KWK/KWK-Verkauf…‘, ‚r‘)
    /var/www/nextcloud/3rdparty/sabre/dav/lib/DAV/CorePlugin.php – line 85: OCA\DAV\Connector\Sabre\File->get()
    [internal function] Sabre\DAV\CorePlugin->httpGet(Object(Sabre\HTTP\Request), Object(Sabre\HTTP\Response))
    /var/www/nextcloud/3rdparty/sabre/event/lib/EventEmitterTrait.php – line 105: call_user_func_array(Array, Array)
    /var/www/nextcloud/3rdparty/sabre/dav/lib/DAV/Server.php – line 479: Sabre\Event\EventEmitter->emit(‚method GET‘, Array)
    /var/www/nextcloud/3rdparty/sabre/dav/lib/DAV/Server.php – line 254: Sabre\DAV\Server->invokeMethod(Object(Sabre\HTTP\Request), Object(Sabre\HTTP\Response))
    /var/www/nextcloud/apps/dav/lib/Server.php – line 283: Sabre\DAV\Server->exec()
    /var/www/nextcloud/apps/dav/appinfo/v2/remote.php – line 35: OCA\DAV\Server->exec()
    /var/www/nextcloud/remote.php – line 164: require_once(‚/var/www/nextcl…‘)
    {main}
    ###########################################################

    Leider komme ich da nicht weiter, kennt jemand das Problem?

    Gruß Jörg

    • Jan sagt:

      Hallo Jörg,

      also das ist ein sehr unspezifischer Fehler. Vermutlich verwendest du kein Redis für das „Transactional File Locking“, sondern das Locking passiert bei dir auf DB-Basis. Siehe hier oder auch hier. Ich würde daher empfehlen, dass du mal Redis für das Locking verwendest, wie hier beschrieben. Die Einrichtung von Redis ist ein wenig tricky (daher alle Schritte genau befolgen) und bringt bei kleinen Cloud-Instanzen keinen Performance-Vorteil. Es sollte allerdings dafür sorgen, dass diese Meldungen verschwinden.

      Gruß,
      Jan

  • Frank R. sagt:

    Hallo, vielen Dank für diese tolle Anleitung. Ich konnte mir damit meinen virtuellen Server sehr schnell und einfach einrichten. Ich habe nun zur Prüfung mal von extern aus mit nmap (nmap -Pn -sV –version-all –reason -v) die Ports gescannt:

    PORT STATE SERVICE REASON VERSION
    22/tcp open ssh syn-ack OpenSSH 7.2p2 Ubuntu 4ubuntu2.4 (Ubuntu Linux; protocol 2.0)
    25/tcp open smtp syn-ack Postfix smtpd
    80/tcp open http syn-ack nginx
    82/tcp open http syn-ack nginx
    135/tcp filtered msrpc no-response
    139/tcp filtered netbios-ssn no-response
    443/tcp open ssl/http syn-ack nginx
    445/tcp filtered microsoft-ds no-response
    Service Info: Host: localhost.localdomain; OS: Linux; CPE: cpe:/o:linux:linux_kernel

    Mich irretiert der offene Port 82 von nginx. So wie ich das oben verstanden habe wurden die beiden Ports 81 (letsencrypt) und 82 (nextcloud) nur lokal für die Weiterleitung genutzt. Warum lauscht der 82 dann dennoch? Was kann ich tun um diesen zu schließen oder wird der benötigt?

    • Frank R. sagt:

      Ich glaube ich habe die Antwort darauf selber gefunden.

      In der /etc/nginx/conf.d/nextcloudtutorial.goip.de_nextcloud.conf habe ich

      server {

      listen 82;

      server_name 127.0.0.1;

      Zu

      server {

      listen 127.0.0.1:82;

      server_name 127.0.0.1;

      geändert. Das entspricht auch dem virtuellen Host von letsencrypt. Damit lauscht nginx nicht mehr auf Port 82

      • Jan sagt:

        Hallo Frank,

        ja, der Unterschied zwischen listen 82; und listen 127.0.0.1:82 ist der, dass bei ersterem auf allen Endpunkten auf Port 82 gelauscht wird. Beim zweiten Fall geht das nur rein lokal.
        Variante zwei ist hier eigentlich besser, da der Zugriff auf den Nextcloud-vHost weiter eingeschränkt wird, trotzdem aber alles wie erwartet funktioniert.

        Ich habe das im Tutorial gleich mal angepasst. Danke für den Hinweis!

        Gruß,
        Jan

  • Hallo Jan,
    1000-fachen Dank für diese Anleitung. Hat alles prima funktioniert. Kleine Spende über PayPal ist unterwegs ;-).

    Eine Frage noch:
    Ich hatte bereits in der fritz!box meinem Server eine feste IP zugeordnet. Dann die Platte auf dem Server komplett gelöscht und Ubuntu frisch installiert.

    Ubuntu hatte /etc/network/interfaces eingetragen:
    auto enp3s0
    iface enp3s0 inet dhcp

    Nachdem ich die auf meine IP-Adresse angepassten Werte entsprechend der Anleitung eingetragen hatte, ließ sich der Server nicht mehr per SSH ansprechen. Also wieder zurück auf die Werte die Ubuntu bei der Installation eingetragen hatte und alles läuft prima.

    Ich würde nur gerne die Werte verstehen, die Ubuntu bei der Installation eingetragen hatte.

    Vielen herzlichen Dank!
    Herzliche Grüße
    Rainer

    • Jan sagt:

      Hallo Rainer,

      eine feste IP ist bei einem immer laufenden PC immer von Vorteil. Dies kann man wahlweise über die FritzBox machen („Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen.“), dann wird denke ich aufgrund der MAC-Adresse immer die gleiche IP zugewiesen. Normalerweise sollte sich die MAC-Adresse nicht ändern, wenn man den Server neu aufsetzt. Warum dann die Verbindung per SSH bei dir nicht mehr geklappt hat, kann ich dir gerade auch nicht sagen. Hatte der Rechner wieder die gleiche IP wie vorher zugewiesen bekommen?
      Ich bevorzuge allerdings die Vergabe einer festen IP direkt auf dem Ziel-Rechner. Dazu diesen dann folgende Zeilen in der /etc/network/interfaces:
      auto eth0
      iface eth0 inet static
      address 192.168.178.60
      netmask 255.255.255.0
      network 192.168.178.0
      broadcast 192.168.178.255
      gateway 192.168.178.1
      dns-nameservers 192.168.178.1

      Hier wird durch das „static“ festgelegt, dass eine feste IP (in diesem Fall „192.168.178.60“) zum Einsatz kommt. Weil dann die „Netzwerk-Daten“ (z.B. Gateway- oder DNS-Server) nicht mehr automatisch über DHCP ermittelt werden können, musst du das mit den darunter liegenden Zeilen manuell festlegen.

      Mich wundert nur etwas, dass das Interface bei dir „enp3s0“ und nicht „eth0“ heißt. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen.
      Aber es klingt so, als hättest du das mittlerweile schon hinbekommen und dein Server ist nun wieder über SSH erreichbar.

      Gruß,
      Jan

  • Hallo Jan,
    im Manual für Admins zu Nextcloud 13 heißt es:

    Updates to Nginx configuration

    In the Nginx configuration the Same-Origin header was removed. This is now handled in PHP and keeping it will result in a wrong header. Please remove those lines in your Nginx config: add_header X-Frame-Options „SAMEORIGIN“; See Nginx configuration
    For improvements in serving HTTP requests the Nginx configuration now has HTTP 2 enabled. Please update your Nginx config accordingly. See Nginx configuration
    The GZip configuration for Nginx was updated. See Nginx configuration for details.

    Ist das in deiner Anleitung bereits (automatisch) berücksichtigt, oder muss hier noch per Hand nachgearbeitet werden?

    Vielen herzlichen Dank!
    Herzliche Grüße
    Rainer

  • Hans sagt:

    Hallo Jan,

    bezüglich dem Update TLSv1.3, langt es nicht dies unter ssl_protocols mit aufzunehmen.
    Ngnix kann dann nicht mehr gestartet werden.

    Die neuen Ciphers sind – soweit ich gelesen habe – TLS13-CHACHA20-POLY1305-SHA256:TLS13-AES-256-GCM-SHA384:TLS13-AES-128-GCM-SHA256:EECDH+AESGCM:EDH+AESGCM:AES256+EECDH:AES256+EDH

    Gibt es eine andere Lösung?

    Gruß Hans

    • Jan sagt:

      Hi Hans,

      also wenn bei dir nginx nach dieser Änderung nicht mehr startet, dann ist deine nginx-Version vermutlich zu alt. Teste deine Config mal mit einem nginx -t: Hier sollte dann eine aussagekräftige Meldung kommen, die denke ich mal „TLSv1.3“ anmeckert.
      In diesem Fall nehm die Anweisung einfach wieder raus. Im Moment wirst du das sowieso noch nicht richtig zum Laufen bekommen, da es wie gesagt kaum Clients/Libraries gibt, die TLSv1.3 sauber unterstützen.

      Gruß,
      Jan

1 3 4 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.